Der Winterkaiser - Katherine Addison




Maia hat sein Leben bisher in der Provinz verbracht, wohin ihn sein Vater, der mächtige Elfenkaiser, verbannte. Doch als dieser zusammen mit den drei ältesten Prinzen bei einem Unglück überraschend verstirbt, sitzt Maia plötzlich auf dem Thron – und muss sich in einer komplizierten und teils feindlichen Umwelt behaupten.

Maia – halb Elf, halb Kobold – macht die Erfahrung, dass das tägliche Leben eines Kaisers einem Spießrutenlauf gleicht: Jede Audienz ist eine Herausforderung, jede Palastintrige kann zur Entthronung und letztendlich zum Tod führen. Selbst so einfache Dinge wie Freundschaften zu schließen werden zur Herausforderung. Und dann ist da noch der mit allen Wassern gewaschene Lordkanzler, der versucht, den jungen, unerfahrenen Elfenkaiser unter seine Kontrolle zu bekommen ...

(Text: (c) Fischer Verlage, Foto: (c) N. Eppner)

Chenelo Drazharan, Dazhis Athmaza, Csevet Aisava ... das sind nur einige der vielen Namen, die Katherine Addison in ihren Roman "Der Winterkaiser" eingebaut hat. Ungewohnt und fantasievoll, gaben sie mir auf den ersten Seiten das Gefühl, dass ich in diesem Fall keine gewöhnliche Fantasygeschichte vor mir liegen habe, sondern ein Buch, das vom Leser Aufmerksamkeit fordert. 

Trotz all der Namen, die glücklicherweise in einem Glossar aufgelistet sind, habe ich relativ schnell meine Orientierung gefunden. Protagonist Maia hilft mir der dabei. Sympathischer Herrscher wider Willen, der mit viel Tiefe dargestellt, zum roten Faden einer Welt wird, die für ihn selbst verwirrend scheint. Das Leben als Kaiser ist nicht immer einfach und entbehrt oftmals jeglicher Logik.

Maia gerät mitten hinein in Machtspielchen und Intrigen. Wahrheiten werden verdreht und so ausgelegt, dass sie entsprechend Wirkung zeigen. Jeder ist sich selbst der Nächste, Neuerungen werden mit Skepsis betrachtet und Personen anderer Völker abgelehnt. Schubladendenken am Hofe des Kaiser befremden ihn ebenso sehr wie sein neues, fremdbestimmtes Leben. Statt über mehr Macht zu verfügen, hat er das Gefühl zum Spielball jener zu werden, die nach Macht gieren und sich rein über diese identifizieren.

Mit dem Wechsel in die Machtposition, muss Maia sich von nun an nicht nur mit vielen fremden Personen auseinandersetzen, sondern in großem Maße auch mit sich selbst. Abgeschoben als unliebsamer Empörkömmling einer ungewollten Ehe, Halbblut aus Elf und Kobold, lebte er bisher im Hintergrund. Ungeliebt und ungehört. 

Ich gebe es zu: anfangs habe ich mich gefragt, ob ich mich tatsächlich über 500 Seiten in diesen Dschungel aus Namen und Orten begeben möchte oder ob ich das Buch lieber zur Seite lege und mich einer einfacheren Lektüre widme. Dass eine verflixt komplizierte Sprache zum Posten des Kaisers gehört, vereinfacht das Lesen nicht gerade.

Doch da war irgendetwas, das mich an die Geschichte fesselte. Es ist kein einzelner Punkt, der ausschlaggebend dafür war, sondern die attraktive Kombination aus dem leichten und gleichzeitig tiefgründigen Zugang zum Protagonisten Maia, dessen spannende Entwicklung und das Verhalten seines Umfeldes aus Machtgier. Eine politische Szenerie, die sich zweifellos auch in der Realität abspielen könnte. 

Katherine Addison hat einen sehr klugen Fantasyroman geschrieben, der zwischen all den Elfen und Kobolden kritisch auf Politik und (menschliches) Verhalten hinabblickt und dadurch nicht nur für kurzweilige Unterhaltung sorgt, sondern einige Punkte aufbringt, die mich als Leser zum Nachdenken anregen. 


Fischer TOR (2016)
544 Seiten
Klappenbroschur
14,99 €
Originaltitel: The Goblin Emperior
Übersetzung: Petra Huber


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[Bewusst genießen, gesund leben] Gesunde Snacks (nicht nur) für Kinder



Das Bewusstsein für gesunde Ernährung beginnt schon im Kleinkindalter. Das, was wir Eltern den Kleinen vorleben, erachten sie als alltäglich und "normal". So auch in der Ernährung.

In Drogerien und Lebensmittelläden, im Discounter und Tante Emma Laden - überall sind sie zu finden. Die Produkte speziell für Kinder. Unglaublich gesund müssen sie sein, denn Kinder benötigen viele Nährstoffe und sollen ja nur das Beste bekommen.

Doch liest man einmal die Zutatenliste, bleibt Fall auf den Hosenboden nicht aus. Eine beliebte Zutat ist Zucker. In seinen verschiedenen Facetten. Apfeldicksaft klingt nicht ganz so tragisch wie Maltodextrose (alle Bezeichnungen / Varianten von Zucker findet ihr hier), gewöhnt das Kind aber ebenso an den Geschmack von Süßem wie Dextrose oder Raffinose. Auch Geschmack kann anerzogen werden. Ist mein Kind von klein auf nur wenig Süße gewöhnt, schmecken ihm später sehr süße Lebensmittel nicht besonders (man kann sich auch im Erwachsenenalter noch entwöhnen).

Das Problem in der Ernährung ist meistens der Zeitfaktor. Selbermachen dauert eben länger, als kaufen, aber es hat den Vorteil, dass ihr genau wisst, was euer Kind zu sich nimmt.

Deshalb stelle ich euch heute drei gesunde Snacks vor, die ziemlich schnell zubereitet sind und nicht nur den Kleinen ziemlich gut schmecken.




Ofen auf 180° Umluft vorheizen
  • 100 gr Dinkelmehl
  • 100 gr Buchweizenmehl
  • 3 TL Backpulver
  • 200 gr Wasser
  • 30 - 40 gr Butter
  • etwas Gemüsebrühewürze
  • etwas Salz
  • etwas Dill (je nach Geschmack)
alle Zutaten zu einem glatten Teig verrühren.
  • 200 gr Möhren
schälen und auf einer Küchenreibe kleinreiben oder in der Küchenmaschine häckseln, unter den Teig heben
  • 100 gr Feta
in kleine Stücke zerbröseln, unter den Teig heben.
Den Teig in die gefettete Muffinform oder in die mit kleinen Papierförmchen ausgelegte Muffinform geben.
  • ca. 1/2 Packung geräucherten Lachs 
in kleine Stücke schneiden, in die gefüllten Formen legen (sinkt beim Backen nach unten).
Für ca. 20-25 Minuten in den Ofen (am besten mit einem Schaschlickspieß testen, denn jeder Ofen heizt anders).






  • 100 g Dinkelvollkorn
  • ½ TL Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 125 ml Mandelmilch
  • 2 Eier
zu einem glatten Teig verrühren.
  • 2 süßliche Äpfel
klein reiben und unter den Teig heben.
Rapsöl oder Ghee erhitzen und die Pfannkuchen darin ausbacken bis sie goldbraun sind.
Alternativ bei 220° 10-15 Minten in den Backofen.






  • 100 gr Kürbis oder Möhre
  • 1 kleine Zwiebel
schälen und in kleine Würfel schneiden. Mit
  • 100 gr Linsen
  • 2 Gewürznelken
  • 1 Tl Thymian
  • 400 ml Wasser  
bei kleiner Hitze köcheln lassen bis die Linsen ausreichend aufgequollen sind.
Die beiden Nelken rausnehmen und die übrigen Zutaten pürieren.
Der Linsenstreich ist ca. 4-5 Tage haltbar, lässt sich aber auch sehr gut einfrieren.

GUTEN APPETIT!











Stellas Traum - Annette Hohberg




Zärtlich und in wunderschönen Bildern erzählt Annette Hohberg die Geschichte einer innigen Jugendfreundschaft. Stella, Tim und Paul sind unzertrennlich, sie ergänzen sich perfekt. Bis etwas Entsetzliches geschieht und aus dem fröhlichen Mädchen Stella eine kühle, distanzierte Frau macht, die jedes Gefühl mit Arbeit betäubt. Nach 20 Jahren führt ein weiteres tragisches Ereignis die einstigen Freunde noch einmal zusammen. Kann jetzt aus Liebe Vergebung werden? Das poetische Porträt einer Freundschaft, die ihre Unschuld verliert.
(Text & Cover: (c) Droemer Knaur, Foto: N. Eppner)

Zu "Stellas Traum" habe ich gegriffen, weil mich schon einmal ein Roman von Annette Hohberg begeistern konnte. Mit "Ein Sommer wie dieser" hat sie mir gezeigt, dass einfache Alltagssituationen dank stimmiger Sprache zu einer spannenden Geschichte verflochten werden können. 

In "Stellas Traum" greift sie wieder zu Personen, die zunächst ganz unspektakulär wirken und doch einen eher dramatischen Lebensweg beschritten haben, der sie so sehr prägte, dass ihre Persönlichkeit sich dementsprechend veränderte. Sie selbst haben noch nicht ganz realisiert wer sie sind, suchen seit Jahren nach einem Warum? und Wohin? 

Einst waren sie ein Dreigestirn. Drei Freunde, die nicht ohne einander konnten, die sich ergänzten und zu einem verwachsen waren. Doch dann passiert etwas. Ein unvorhergesehenes Ereignis, ein Schicksalsschlag, der die Balance zerstört. Plötzlich sind drei einer zuviel. Die Freundschaft gerät ins Wanken und mit ihr die ganze Lebensbahn.

Anders als in "Ein Sommer wie dieser", ist die Sprache in "Stellas Traum" nicht kräftig und intensiv, sondern eher ruhig und melancholisch. Auch in diesem Erzählton fühle ich mich aufgehoben, denn er passt den Protagonisten und ihrer Geschichte wie angegossen. Fein und präzise skizziert sie die Verhaltensweisen dreier Menschen, die in jungen Jahren so voller Träume waren und später durch unglückliche Umstände ihren Abzweig zur Erfüllung dieser Wünsche verpassten haben.

Ein kleines, feines Buch über die Zerbrechlichkeit von Jugend und Freundschaft. Für all diejenigen, die sich für Menschen und deren Geschichten interessieren.


 Knaur (Mai 2016)
320 Seiten
Hardcover mit Schutzumschlag
16,99 €
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Workshops mit Annette Hohberg



Trümmerkind - Mechtild Borrmann



In ihrem neuen Roman "Trümmerkind" beschreibt die mit dem Deutschen Krimipreis ausgezeichnete Bestseller-Autorin Mechtild Borrmann das Leben eines Findelkinds im vom Krieg zerstörten Hamburg von 1946 / 1947. Spannung und historisches Zeitgeschehen miteinander zu verknüpfen, versteht Borrmann, die auch für den renommierten Friedrich-Glauser-Preis nominiert war, wie keine andere deutsche Autorin. Dies stellt sie mit ihren Bestsellern "Wer das Schweigen bricht", "Der Geiger" und "Die andere Hälfte der Hoffnung" und ihrem neuen Roman "Trümmerkind" eindrucksvoll unter Beweis.
Der kleinen Hanno Dietz schlägt sich mit seiner Mutter im Hamburg der Nachkriegsjahre durch. Steine klopfen, Altmetall suchen, Schwarzhandel - das ist sein Alltag. Eines Tages entdeckt er in den Trümmern eine Tote – und etwas abseits einen etwa dreijährigen Jungen, der erstaunlich gut gekleidet ist. Das Kind spricht kein Wort, Verwandte sind nicht auffindbar. Und so wächst das Findelkind bei den Dietzens auf. Jahre später kommt das einstige Trümmerkind durch Zufall einem Verbrechen auf die Spur, das auf fatale Weise mit seiner Familie verknüpft ist …
(Text & Cover: (c) Droemer Knaur, Foto: (c) N. Eppner)

Seit mir Die Liebe zu den Büchern im letzten Jahr Mechtild Borrmann empfohlen hat, weiß ich, dass diese Autorin zur Riege der SchriftstellerInnen gehört, die jedes Thema spannend zu Papier bringen können. In ihrem neusten Roman "Trümmerkind" hat sie sich einer Zeit angenommen, in der so manches Verbrechen vertuscht und Vergehen an Menschen heruntergespielt wurde.

Mechtild Borrmann nutzt verschiedene Zeitebenen, die von ihr mit dem entsprechenden Datum gekennzeichnet werden. Eine davon ist das Jahr 1946, das vom Krieg belastet, zu einer Tortur für viele Familien wird. Die einen leben in Armut und Not, hungern und bangen um ihre Familien, die anderen werden für das zur Rechenschaft gezogen, was sie im Krieg getan haben. Mittelsmänner und Handlanger werden aufgespürt, um für ihre schlimmen Vergehen an Menschen vor Gericht gebracht zu werden.

Verbrechen, die noch Jahre später an Familien haften. Schuld, die von Generation zu Generation weitergetragen wird. Ein unerklärbarer Druck lastet auf Kindern und Kindeskindern. Eins von ihnen ist Anna. Tochter einer Alkoholikerin mit geheimnisvoller Vergangenheit. Anna weiß lediglich, dass ihre Mutter in der Nachkriegszeit geflohen ist, in Australien gelebt hat und es ihr Leben lang nie recht geschafft hat, Fuß zu fassen. Verwandte kennt sie keine, Fragen nach ihrer Jugend wiegelt die Mutter ärgerlich ab.

Von Anfang an ist klar, irgendwann werden die verschiedenen Erzählstränge aufeinander zulaufen. Doch wie und welcher Form, das findet der Leser so schnell nicht heraus. 

Borrmann ist eine Meisterin der feinen Kriminalliteratur. Ihre Schreibe ist harmonisch, fast ein wenig sanft im Ton und doch so hart in dem was sie erzählt. Immer wieder gelingt es ihr mich bis ins Mark zu erschüttern. Ein Gefühl, das ich schon vom Lesen ihres Romans "Die andere Hälfte der Hoffnung " kenne.

Irgendwann glaube ich zu ahnen, worauf die Erzählstränge zulaufen. Wann sie wo zu einem perfekten Teppich historischer Ereignisse und persönlicher Erlebnisse verwoben werden. Doch ich habe meine Rechnung ohne die Autorin gemacht. Ein plötzlicher Plottwist, ein schockierender Moment des Erkennens einer grauenhaften Tat und der Gedanke daran, dass Borrmann mich wieder einmal überraschen konnte. Spannung aufbauen, diese halten und kurz vor Ende noch einmal steigern - das kann sie. Das ist es, was dazu führt, das ich auch diesen Roman wieder innerhalb von zwei Tagen verschlungen habe.

Dass sie die Frage der Schuld, die in fast allen Romanen, die sich mit den Nachkriegsgenerationen beschäftigen, sehr offensichtlich einbaut, nimmt der Spannung nichts. Es rundet die Geschichte zu einem Roman ab, der mit Sicherheit viele Leser begeistern kann.


Knaur (November 2016)
304 Seiten
Hardcover mit Schutzumschlag
19,99 €
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Die Allee der verbotenen Fragen - Antonia Michaelis



Ihr Spiegelbild in einer Schaufensterscheibe öffnet Akelei die Augen: Sie ist nicht mehr das junge Mädchen, dem die ganze Welt offen steht, sondern eine pummelige, mittelalte Frau im pastellgrünen Mantel. Als Finn, ihre Sandkastenliebe, als Spiegelung in der Scheibe hinter ihr auftaucht, kann sie es nicht glauben. Denn auf mysteriöse Weise verschwand er vor 18 Jahren aus Akeleis Leben. Sie erkennt ihre letzte Chance – auf Abenteuer, auf Glück, auf Liebe – und folgt Finn, ohne nachzudenken. Ohne zu wissen, wohin. So geht sie auch einen Weg zurück: in ihre Kindheit, in die Erinnerung und in die Allee der verbotenen Fragen.
(Text&Cover: (c) Droemer Knaur, Foto: (c) N. Eppner)

Akelei hat sich selbst verloren. Das Mädchen, das von den Eltern so bedingungslos und vom Nachbarsjungen hinter vorgehaltener Hand geliebt wurde, lebt farblos an der Seite ihres Mannes, an den sie sich wohl gewöhnt, den sie aber nie lieben gelernt hat. Brav erledigt sie ihre Tagesaufgaben. Kocht, wäscht, kauft Spitzenunterwäsche.

Akelei ist das Herz des Romans. Eine Figur mit Seele. Schnell habe ich sie in mein Herz geschlossen. Die Zeit, in der sie nicht sie selbst war, hat ihrem Gemüt zugesetzt. Sie wirkt sonderlich, etwas verschroben, doch ich mag sie sehr. Sie dabei zu begleiten wie sie all das verarbeitet, was in der Vergangenheit vergraben ist, all die Geheimnisse aufzudecken, hat mir Freude bereitet. 

Die Figuren sind, wie von Michaelis gewohnt, gut ausgearbeitet. Haben Charakter und Tiefe, sind etwas anders, als andere Buchcharaktere. Und dennoch kann ich das Buch nicht als durchweg gut beschreiben. 

Ich habe das Lesen als sehr holprig empfunden. Michaelis hat interessante Gedanken, die sie spannend hätte verpacken können. Der Ausflug in den Osten, der Junge, der eine Lederjacke trägt und verbotene Musik hört, das Huhn des Schicksals. Aber viele der Gedankengänge, die sie zu Papier gebracht hat, sind abgehackt und zu leichtläufig. Ideen klären sich viel zu schnell auf. Die Spannung bricht immer wieder ab.

So wusste ich schon direkt zu Anfang, worauf das Geheimnis der Protagonisten hinausläuft. Das mag als Stilmittel eingesetzt worden sein, denn in diesem Buch ist der Weg das Ziel, aber der ist leider gespickt mit Löchern, erfüllt leider nicht das was ich mir versprochen habe. So wird "Die Allee der verbotenen Fragen" lediglich zu netter Unterhaltung und nicht zu dem Roman mit besonderem Spirit, wie ich es mir erhofft hatte.

Knaur (April 2016)
384 Seiten
Hardcover mit Schutzumschlag
19,99 €
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[Kinder Traumstube] Die drei wilden Räuber Piff, Paff, Puff - Iris Wewer




Piff, Paff und Puff sind Räuber. Wilde Räuber! Und weil sie wilde Räuber sind, haben sie auch einen rabenschwarzen Räuberplan. Doch das mit dem Klauen ist gar nicht so leicht. Denn Anschleichen und Furcht einflößen wollen gelernt sein. Wie gut, dass wenigstens das Wegrennen schon klappt!Doch sie lassen sich nicht entmutigen und üben beim Räuberspiel: sie knobbeln aus, wer die zwei Räuber sind und der dritte wird nach allen Regeln der Räuberkunst ausgeraubt ...
(Text: (c) arsEdition, Foto: (c) N. Eppner)

Piff, Paff und Puff sind drei ziemlich wilde Räuber, die ausgerechnet heute einen unbändigen Hunger auf Pfannkuchen haben. Um Pfannkuchen zu backen, braucht man ziemlich viele Eier. Eier hat Oma Käthe. Waschechte Räuber fragen nicht, ob sie Eier leihen können, sie klauen sie einfach.

Doch einfach ist gar nicht so einfach. Die Erfahrung machen auch Piff, Paff und Puff, die genauso verfahren wie sie es für richtig halten. Doch der Plan geht schief und fast hätte ihnen Otto, der Hund, noch ein Stück vom Hosenboden weggebissen.

Es hilft alles nichts. Sie müssen das Räubern erst nochmal üben. Paff zieht den Kürzeren, verkleidet sich als Oma Käthe und wird ausgeraubt. Oder nicht?



Wie herrlich erfrischend ist es, ein Bilderbuch zu lesen, in dem der Spaß im Vordergrund steht und nicht der pädagogische Wert des Buches. Ganz ungeniert und mit viel Humor erzählt Iris Wewer eine Geschichte von drei wilden Räubern, die trotz der richtigen Atemtechnik ("schön durch die Hose.") zu schüchtern und gutmütig sind, die erwünschten Eier zusammenzustehlen. Drei Freunde, die einen Tag lang ihrer Abenteurlust nachgeben.

"Die drei wilden Räuber Piff, Paff, Puff" ist eine herrlich charmante Räubergeschichte mit viel Witz. Entspannt betrachtet Autorin Iris Wewer das Räuberleben dreier nicht allzu ernst zunehmender Räuber. Vielleicht bekommt man selbst ein kleines bisschen Lust das wilde Räuberleben auszuprobieren. Ganz sicher möchte man aber am Abend wieder zurück nach Hause kommen und dort eine große Portion Pfannkuchen essen.

arsEdition (Juni 2016)
Illustration: Iris Wewer
32 Seiten
Hardcover
12,99 €
ab 4 Jahren
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[Jahr der Königskinder] #JdKöKi - Abstimmung für den März-Titel



Die Königskinder Kindeskinder haben sich auch in diesem Monat wieder zusammen gefunden und 7 wundervolle Königskinder Titel ausgewählt. Welches der nominierten Bücher der März-Titel werden soll - darüber könnt ihr bis zum 14.02. abstimmen.



„Ein Glück für immer“ | Ruta Sepetys | Ina von Ina's little Bakery

Inhalt: „New Orleans in den Fünfzigerjahren: zwielichtige Gestalten, dunkle Gassen. Josie Moraine, Tochter einer Prostituierten, ist früh selbstständig geworden. Über dem Buchladen, den sie mit ihrem besten Freund Patrick zusammen führt, hat sie ein kleines Zimmer. Doch insgeheim träumt sie vom Smith College und einer Studentinnen-Freundschaft mit Charlotte. Und auch wenn das unerreichbar scheint für eine junge Frau ihrer Herkunft, will Josie sich nicht von ihren Plänen abbringen lassen. Dann taucht der Gangster Cincinnati in der Stadt auf. Ein Mann wird ermordet. Und Josie muss Entscheidungen treffen, die ihr Schicksal bestimmen.“ (Quelle: carlsen.de)

„Die Autorin hat mich mit „Salz für die See“ einfach so unglaublich positiv überrascht, das ich nun unbedingt auch diesen Roman von ihr lesen mag. Außerdem sind New Orleans und die Fünfziger Jahre total mein Ding. Dann gibts auch noch Gangster und die Protagonistin besitzt einen Buchladen. Das wird spannend, ich muss es einfach lesen!!! ;)“


„Das Schloss in den Wolken“ | Lucy Maud Montgomery | Anni von Bücherstapel:

Inhalt: „***Von der Autorin der „Anne auf Green Gables“-Bücher! Neu entdeckter Klassiker aus den 1920-er Jahren***
Valancy Stirling ist das Gespött ihrer Familie. Weit über zwanzig und noch immer unverheiratet! Nicht mal einen Verehrer hatte sie bisher! Dann passiert etwas, das ihr Leben radikal verändert. Und Valancy fasst sich ein Herz. Sie wird sich nicht mehr an die beengenden Konventionen halten, nicht mehr zu den ermüdenden Familientreffen gehen und sich nicht mehr von Onkel Benjamin triezen lassen. Stattdessen spricht sie die Wahrheit aus. Verlässt das Haus. Sucht sich eine Anstellung. Verliebt sich. Und findet das blaue Schloss, den Zufluchtsort ihrer Tagträume, endlich im richtigen Leben. Eine mitreißende Entwicklungs- und Liebesgeschichte vor der wilden Schönheit des kanadischen Ostens.“ (Quelle: carlsen.de)

„Ich finde das Cover mit seinen Pastellfarben wunderschön und hab mal wieder richtig Lust auf ein Mädchen mit starker Persönlichkeit, das sein Leben einfach selbst in die Hand nimmt. Außerdem spielt es in der Vergangenheit, was eine angenehme Abwechslung zu den ganzen Zukunftsvisionen der Bücher wäre, die ich momentan lese.“


„Die Geschichte der Zitrone“ | Jo Cotterill | Bröselchen von Brösel's Bücherregal

Inhalt: „Ein Hymne auf das Lesen und die Freundschaft! Wie gern hätte Calypso eine richtige Freundin! Vielleicht wird es ja Mae, die Neue in der Klasse? Die ist genauso ein Bücherwurm wie sie. Auch wenn für Mae ein Buch nur gut ist, wenn sie am Ende richtig heulen muss. Aber Calypsos Dad findet, man soll sich nicht auf andere einlassen. Er hat ohnehin keine Zeit für so was – er schreibt sein Meisterwerk über die Geschichte der Zitrone. Und scheint darüber oft zu vergessen, dass er eine Tochter hat. Je mehr Zeit Calypso bei Mae und ihrer herzlichen Familie verbringt, desto klarer wird ihr, wie seltsam, staubig und leer ihr eigenes Zuhause ist. Damit sich das endlich ändert, müssen alle zusammenhelfen.“ (Quelle: carlsen.de)

"Mit „Eine Hymne auf das Lesen und die Freundschaft“ hat dieses Buch quasi schon meine doppelte Aufmerksamkeit geweckt. Ich liebe Bücher über Freundschaften und zum Thema Lesen brauche ich wohl kaum noch irgendwas sagen. Außerdem versprüht es mit seinem frischen Cover Frühlings- und Sommerflair, was nach einer frostigen Zeit genau das Richtige ist."


„Wörter auf Papier“ | Vince Vawter | Nils von Bunteschwarzweisswelt:

Inhalt: „***Meine Seele stottert nicht***
Victor ist der beste Werfer von ganz Memphis. Nicht nur beim Baseball. Jede Zeitung, die er austrägt, landet perfekt auf der Veranda. Doch wenn Victor an Freitag denkt, wird ihm mulmig zu Mute. Dann muss er das Geld bei den Abonnenten einsammeln. Und das, wo er so sehr stottert, dass er kaum zwei Wörter hintereinander herausbringt. Der heiße Sommer 1959 bringt die seltsamsten Begegnungen mit sich. Da ist Mrs Worthington, die Kummer hat; der Fernsehjunge, der nie rauszugehen scheint; und der weise Mr Spiro, der Victor einen stotternden Dichter nennt.“ (Quelle: carlsen.de)

„Mir ist das Buch sofort durch das tolle Cover aufgefallen. Als ich dann den Klappentext durchgelesen habe, war es wie um mich geschehen, da sich die außergewöhnliche Idee der Geschichte einfach nur wunderschön anhört!“


„Winger“ | Andrew Smith | Nanni von Fantasie und Träumerei:

Inhalt: „*** Sex und Liebe ***
Wenn man Ryan Dean West heißt, Klassenbester und dazu noch zwei Jahre jünger als alle anderen ist, wird einem der Kopf manchmal ins Klo gehängt. Aber Ryan Dean hat größere Sorgen: Wie soll er verhindern, dass sein neuer Zimmergenosse im Internat ihn nachts erwürgt? Noch wichtiger: Wie soll er Annie, die er wahnsinnig liebt, davon überzeugen, dass er nicht zu jung für sie ist? Ohne seinen Freund Joey aus dem Rugby-Team wäre dieses Schuljahr die Hölle. Dass Joey schwul ist, ist Ryan Dean völlig egal. Schließlich liebt er Joey. Auf total unschwule Art, versteht sich. Dann passiert das Undenkbare. Und Ryan Dean West begreift, was wirklich wichtig ist.“ (Quelle: carlsen.de)

„Ich habe eine Schwäche für Außenseiter und Individualisten. Ryan Dean West scheint einer von diesen zu sein und ich glaube, ihn ein Stück auf seinem Lebensweg zu begleiten wird spannend, witzig und emotional. Ich bin mir sicher Haare raufen und Bauch halten sind inbegriffen.“


„Der Geruch von Häusern anderer Leute“ | Bonnie-Sue Hitchcock | Anja von Der Bücherblog:

Inhalt: „Alyce weiß nicht, wie sie Fischen und Tanzen in Einklang bringen soll. Ruth hat ein Geheimnis, das sie nicht mehr lange verbergen kann. Dora will ihren Vater nie wieder sehen und wird von Dumplings Familie aufgenommen. Hank und seine Brüder hauen von zu Hause ab, doch einer von ihnen gerät dabei in große Gefahr. Und trifft auf Alyce … Hier, unweit des nördlichen Polarkreises, wo der Alltag manchmal unerbittlich ist, kreuzen sich ihre Lebenswege immer wieder. Sie kommen einander näher, versuchen einander zu retten. Und wenn man es am wenigsten erwartet, gelingt es.“ (Quelle:carlsen.de)

„Das Buch spielt in Alaska und ich kann mich nicht erinnern, schon mal eine Geschichte gelesen zu haben, die in diesem Bundesstaat spielt. Das Börsenblatt beschreibt den Roman als „bildgewaltig, berauschend, magisch“. Klingt perfekt!“


„Annähernd Alex“ | Jenn Bennett | Sandy von Nightingale’s Blog:

Inhalt: „Seinem Online-Schwarm im echten Leben zu begegnen kann böse Überraschungen mit sich bringen. Was, wenn er ein Idiot ist? Oder ein Langweiler? Mink erzählt Alex aus dem Film-Forum deswegen erst mal nicht, dass sie in genau den kalifornischen Küstenort zieht, in dem er wohnt. Sie erzählt auch nichts von ihrem furchtbaren Job in der Tourifalle von Museum, bei dem sie sich jeden Tag halb tot schwitzt. Und erst recht nichts erzählt sie von Porter, Surfwunder und Aufschneider zugleich. Als Mink und Porter nachts im Museum eingeschlossen werden, kommen sie einander näher. Und langsam dämmert es Mink: Porter ist Alex. Annähernd. *** Moderne Verwechslungskomödie für alle Fans von „E-Mail für dich“ ***“ (Quelle:carlsen.de)

"Es ist vom Plot einmal ganz anders, als das was ich von Königskinder oft sehe/lese. Eine moderne, liebevolle und tiefgründige Verwechslungskomödie soll dieses Buch sein. Jetzt bin ich natürlich gespannt, ob’s eine 0815 Liebesgeschichte ist, oder – wie so viele der Königskinder – eine besondere Message in sich trägt."


And the Winner is:


"Das Schloss in den Wolken" / Lucy Maud Montgomery



Bisher gelesene Bücher des #JdKöKi:

JANUAR | "Salz für die See" von Ruta Sepetys

Ich habe viele Tränen geweint. Tränen der Trauer, der Wut und Tränen der Hoffnung in Hoffnungslosen Situationen. Ich bin mir nicht sicher, ob ich jemals ein Buch gelesen habe, das mich so bewegt hat.

"Salz für die See" ist ein außergewöhnliches Buch. Nicht in seiner Thematik, aber in seiner Umsetzung. Gefühlt geht jedes einzelne Wort tief unter die Haut. Brennt in den Kopf was einmal war und nie mehr so sein soll. Es ist ein Buch, das absolut jeder lesen sollte.

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