Sonntag, 28. August 2016

[Kinder Traumstube] 10 kleine Miesepeter - Markus Reyhani / Constanze von Kitzing



„10 kleine Miesepeter“ sind eine tierische Rasselbande bestehend aus Nilpferd, Schwein, Ziege, Maus, Fuchs, Bär, Affe, Eule, Katze und Esel. Jedem von ihnen ist eine Laus über die Leber gelaufen. Mit ihrer miesen Stimmung verpesten sie die Luft.

Doch dann ändert einer von ihnen seine Laune und bringt somit ein Rad ins Rollen. Nach und nach verlässt eins der Tiere die Gruppe, weil es seinen Gefühlszustand verändert und am Ende ist aus der Gruppe kleiner Miesepeter eine fröhliche, bunte Truppe geworden, die jeder mag.

Autor Markus Reyhani ist normalerweise in der Musikbranche unterwegs, schreibt unter anderem Kinderlieder und musikalische Bühnenstücke. Kein Wunder, dass der in Reimform geschriebene Text, der auf einem altbekannten Reimschema aufgebaut wurde, dessen Basis daraus besteht, dass ein Ereignis mit einer Gruppe von zehn beginnt und mit jedem neuen Reim einer verschwindet, so locker über die Lippen geht.

Eingängige Reime, inhaltlich logisch aufgebaut und so klangvoll, dass meine kleine Tochter, die den Inhalt noch nicht versteht, jedes Mal laut auflacht, wenn sie einen der Reime hört. So macht auch das Vorlesen großen Spaß. Ältere Kinder lernen die Reime sicher schnell auswendig (so wie die Vorleser auch).




Die von Constanze von Kitzing gezeichneten Tiere sind perfekt auf die jeweilige Situation abgestimmt. Auch jüngere Kinder können die Stimmung der individuellen Figuren anhand deren Mimik schnell erfassen.

Wer sich beim Vorlesen Zeit nimmt, kann zwischen den Reimen und bunten Bildern weitere Geschichten entdecken und mit den kleinen Zuhörern Themen wie Streit und Zank ebenso besprechen wie Gründe für schlechte Laune und den Umgang damit.

„10 kleine Miesepeter“ ist ein buntes Büchlein, das dank seiner festen Pappseiten auch mal zwischen Kinderfinger und -zähne geraten kann ohne gleich in Einzelteile zu zerfallen und das bei uns Zuhause immer für gute Laune sorgt.

Buchinfo:


Sauerländer (2016)
24 Seiten
Pappebuch
Leseempfehlung vom Verlag: ab 24 Monate
9,99 €

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Samstag, 27. August 2016

Auch das wird vergehen - Milena Busquets



„Auch das wird vergehen“ wird aus der Perspektive von Blanca erzählt. Ihre Mutter ist verstorben. Obwohl sie täglich bei ihr gesessen und ihre Hand festgehalten hat, war dies nicht genug, um ihr den nötigen Halt im Diesseits zu verschaffen.

Nun fühlt sich Blanca allein. Versucht Liebe zu sammeln, wo es nur geht. Schläft mit fremden und bekannten Männern, um festzustellen, dass egal wie sehr sie sich in körperlicher Liebe verliert, ihre Seele kalt bleibt.

Das Loch, das ihre Mutter hinterlassen hat, kann keiner der Männer füllen. Denn egal wie nahe andere Menschen auch stehen, wie sehr sie ihr Innerstes entblößen, kein Mensch liebt so wie eine Mutter.

Letztlich lieben wir so, wie wir in der Kindheit geliebt worden sind, und die späteren Lieben pflegen nur ein Abklatsch der ersten zu sein.“

Das weiß Blanca und doch möchte sie es nicht wahrhaben. Wie soll sie weiterleben mit dem Schmerz im Herzen? Wie soll sie fröhlich sein, wenn sie es nicht wirklich kann? Wie, wenn alle von ihr erwarten, dass sie zwar keine Freude zeigt, aber auch nicht so traurig ist, dass es zur Last fällt.

Sie rettet sich in Zynismus. Ihr Erzählton wird ironisch, hier und da muss sie über sich selbst schmunzeln. Wie tolpatschig sie sich dabei anstellt, ihre Trauer zu überwinden. Illusionen aufzubauen, die ihre Beziehung zur Mutter anders darstellen, als sie wirklich war. Fehlersuche im Mutter-Tochter-System.

Wäre die Liebe nur nicht so schwer herzustellen und zu heucheln, so aufwendig und langwierig und unterirdisch. So verheerend auch.“

Es ist Blancas eigener Weg zur Trauer, aber auch zur Hoffnung zu finden. Damit zurecht zu kommen, dass die Welt sich weiter dreht, auch wenn sie selbst aus einem dunklen Loch dabei zusieht. Es ist Blancas Weg damit umzugehen, dass nun der Mensch fehlt, der ihr immer Halt gegeben hat und dessen Verlust für sie neben all der Trauer eine neue Herausforderung darstellt – die Suche nach sich selbst.

Wäre die Liebe nur nicht so schwer herzustellen und zu heucheln, so aufwendig und langwierig und unterirdisch. So verheerend auch.“

„Auch das wird vergehen“ ist trotz aller Melancholie von leicht humorvollem Tonfall. Eine Schreibe, die dadurch perfekt zu dem passt, was die Protagonistin durchmacht. Wieder ins Glück zurückzufinden, obwohl sie das Gefühl einer allumfassenden andauernden Trauer durchlebt. Ein kleines, sehr feines Buch, das sich leicht lesen lässt und mit einem klugen Blick auf die Welt des Verlusts besticht.

Buchinfo:


Suhrkamp (Februar 2016)
170 Seiten
Gebunden mit Schutzumschlag
19,95 €
Übersetzung: Svenja Becker

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Weitere Rezensionen zu "Auch das wird vergehen":


Donnerstag, 25. August 2016

George - Alex Gino



George ist im Körper eines Jungen geboren. Doch als Junge fühlt sie sich nun mal nicht. Gerne wäre sie ein Mädchen. Würde sich ihr seidiges Haar kämmen, schöne Kleider tragen und Pyjamapartys mit ihren Freundinnen feiern.

Niemand sieht was in ihr vorgeht. Dass sich der Körper falsch anfühlt und der Geist keine Möglichkeit hat sich frei zu entfalten. Wie soll sie ihren Mitmenschen, ihrer Familie, erklären, dass es tief in ihr drin brodelt und dass dieser Vulkan sie verbrennen wird, wenn es nicht bald zum Ausbruch kommt? Einem Ausbruch, der Mut erfordert. Der sie in ein anderes Licht stellen würde. Der auf sehr viel Gegenwehr treffen würde. Der sie ein ganz Stück glücklicher machen würde.

Aber George hatte kein normales Problem. Sie hatte keine Angst vor Schlangen; sie hatte keinen Mathe-Test verhauen. Die war ein Mädchen, aber das wusste keiner.“

Mit großer Begeisterung habe ich „George“, dieses kleine feine Büchlein, das gerade mal etwas mehr als 200 Seiten hat, gelesen. Es ist so klug, so aufrüttelnd, so emotional. Autor Alex Gino setzt das Thema Transgender so um, dass jeder, der dieses Buch liest, ganz sicher niemanden der sich im falschen Körper fühlt, schief ansehen wird.

Ich weiß nicht mehr genau wie alt George ist, aber sie ist noch näher am Kind sein, als auf dem steinigen Weg in die Pubertät des Jugendalters. Klug gewählt von Gino, denn so verleiht er Georges Wunsch sie selbst sein zu können, durch den naiven Erzählton ihres Alters mehr Nachdruck. Ohne, dass der Leser Gefahr läuft Transgender auf Sexualität zu reduzieren.

Es fällt leicht George ernst zu nehmen. Denn es fällt leicht sie zu verstehen. Bewusst nutze ich die weibliche Form der dritten Person, denn das macht der Autor auch, weil George nun mal ein Mädchen ist und kein Junge, ganz gleich welchen Namen ihre Eltern ihr gegeben haben. Ganz egal, wie ihr Äußeres wirkt. Ihr Körper ist für sie derzeit nur eine Hülle. Eine lästige Hülle, die sie nicht dafür nutzen kann, um sich auszudrücken.

Und das ist genau das, was Alex Gino so perfekt hinbekommt. Er zeigt, dass Transgender sein so viel mehr bedeutet, als Jungs- oder Mädchenkleidung zu tragen. Als allererstes bedeutet es eine schwere Last zu tragen, denn von den Allerwenigsten ist Verständnis zu erwarten. In der Regel nicht mal von der eigenen Familie, denn es entspricht nun mal nicht der Norm sich in ein anderes Geschlecht zu wünschen und alles was nicht der Norm entspricht, ruft Ängste hervor.

Ein kleines bisschen nachvollziehbar, denn ich wünsche meinem eigenen Kind, das es im richtigen Körper geboren ist. Ich stelle es mir unheimlich schwierig vor Körper und Geist in Einklang zu bringen, wenn sie gegeneinander arbeiten. Das vermittelt uns auch George, die – wie bereits angesprochen, sich eben nicht wie alle anderen über Kleidung und Frisur ausdrücken kann. Das tägliche Gefühl verkleidet zu sein, in eine Rolle schlüpfen zu müssen, finde ich extrem anstrengend.

Bücher wie „George“ sollten reichlich gekauft, gelesen und verschenkt werden. Es bringt Licht in ein noch sehr wenig beleuchtetes Thema, das sicherlich in vielen Familien unter den Tisch gekehrt wird. Ich glaube, dass es tatsächlich leider so ist, dass in der Realität die wenigsten Schicksale so eine positive Richtung einschlagen, wie das von George. Und warum? Weil Transgender auf zu wenig Toleranz treffen. Alex Gino arbeitet dagegen. Er betreibt Aufklärung, sorgt für Verständnis, macht Hoffnung und Mut. Ein toller Roman. Einfühlsam und eindringlich. Ein Roman, der für ein besseres Miteinander sorgen kann.

Buchinfo:


Fischer (August 2016)
208 Seiten
Gebunden mit Schutzumschlag
14,99 €
Übersetzung: Alexander Ernst

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Dienstag, 23. August 2016

Die Mutter meiner Mutter - Sabine Rennefanz



„Ich habe etwas über deinen Großvater herausgefunden, flüstert meine Mutter.“ Ein Satz, der viele Fragen beantwortet, vieles erklärt, was zuvor undurchsichtig war, was Anna Stein, ihren Töchtern und ihrer Enkelin – der Protagonistin und Ich Erzählerin des Romans – ein Leben lang Rätsel aufgegeben hat. Etwas, das sie verfolgt und ihnen unbewusste Handlungsmuster auferlegt hat.

Anna Stein ist eine schwierige Frau. Unnahbar für ihre Töchter und Enkel, oftmals entrückt, verbittert und fehl am Platz. Was keinem so richtig klar ist – sie ist ein Kriegsflüchtling. Hat die Heimat in Zeiten der Not verlassen, um überleben zu können. Doch im Krieg war es überall schwierig. Hier, wie da.

Gewalt und Hass haben sich ausgebreitet, haben genommen, was sie kriegen konnten und sind auch Jahre später nicht abgezogen. Belasten die breite Masse, aber auch viele Einzelschicksale. Autorin Sabine Rennefanz verdeutlicht, wie diese untergehen im Schrecken, den die Vernichtung einer Glaubensrichtung, das Abschlachten von Menschen anderer Einstellung, Aussehen und Denkweise, mit sich bringt.

Erst jetzt verstehe ich, dass es ein Erbstück unserer Familie ist, diese Angst, die von einer Tochter zur nächsten vererbt wird.“

Ängste werden häufig von Generation zu Generation weiter getragen. Vor allem dann, wenn sie so tief sitzen, wie bei Anna Stein, die nicht nur den Krieg, sondern eine Person im besonderen fürchtet. Sie verändern Charakter, Verhalten und den Umgang mit anderen Menschen. Je enger die Verbindung desto stärker sind sie von den Handlungen ihrer Nahestehenden betroffen.

Verlustängste und Bindungsschwierigkeiten gehen Hand in Hand. Verliert eine Generation ihre Wurzeln, hängen auch die folgenden Generationen in der Luft. Wie will man sich verankern, wenn es keinen Anker gibt, der einem die Hand reicht? Wie begegnet man der Scham, die sich seit Generationen manifestiert?

Dahinter steckt auch ein Abwehrmechanismus: Im Vergleich zum Holocaust erscheint die Brutalität in den Beziehungen zwischen Männern und Frauen nach dem Krieg harmlos.“

Sabine Rennefanz verdeutlicht auf anschauliche, sowie eindringliche Art, über wie viele Generationen hinweg der zweite Weltkrieg nachhallt. Das Schicksal von Anna Stein ist kein Einzelfall. Wie viele andere Frauen auch, ist sie Opfer von Gewalt geworden, hat versucht diese zu verharmlosen und die Schuld bei sich selbst gesucht. Hat versucht bei ihrer Tochter etwas gut zu machen, woran diese überhaupt keinen Anteil hat, und sie somit nur tiefer hineingezogen. Hat ihr Trauma zu dem der nachfolgenden Generationen gemacht.

„Die Mutter meiner Mutter“ hat mich sehr bewegt, denn es zeigt, wie lange Gewalt nachwirkt. Wie viele noch heute an den Gräueltaten des zweiten Weltkriegs leiden, egal ob direkt oder indirekt betroffen. Aus meiner Arbeit weiß ich wie langwierig Traumata und Ängste bestehen, werde dort immer wieder damit konfrontiert, dass sich negative Erlebnisse wie Gewalt, Missbrauch, Alkoholkonsum über Generationen durchziehen, dass Verhaltensmuster von einer Generation zur Nächsten weiter gegeben werden. Sabine Rennefanz stellt diese Problematik in ihrem Roman so dar, dass sie auch für Psychologie Laien leicht verständlich ist. Verpackt sie zudem in einer Geschichte, die sich gut und gern lesen lässt, auch wenn sie teilweise bedrückend ist. Interessant geschrieben, ohne zu sehr in einen Sachbuchcharakter zu fallen. Lesenswert!

Buchinfo:


Luchterhand (September 2015)
256 Seiten
Gebundenes Buch mit Schutzumschlag
19,99 €

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Weitere Rezensionen zu "Die Mutter meiner Mutter":





Sonntag, 21. August 2016

[Reiseproviant] #17 | 16





Nachdem ich einfach heimlich, still und leise meine Blogpause von zwei auf drei Wochen verlängert habe, bin ich nun gut erholt zurück. Frisch gestärkt mit neuen Ideen und jeder Menge Rezensionen im Gepäck, freue ich mich darauf wie gewohnt mit euch über die Themen zu plaudern, die uns am Herzen liegen.

Wie war das denn so, ohne bloggen?

Ich muss gestehen – es war ziemlich entspannt. Trotz all der Freuden, die das Bloggen mit sich bringt, ist es nun mal viel, viel Arbeit und oftmals auch (selbstgemachter) Stress. Zeitdruck, weil schnell noch eine Rezi zum Erscheinungstermin eines Buches raus muss, der wöchentlich erscheinende Beitrag nicht rechtzeitig fertig zu werden droht usw und so fort.

Zudem ist es mit wirklich gut gelungen meine Social Media Zeit einzuschränken und trotzdem meine Kanäle auf Twitter und Instagram zu füttern und Accounts zu besuchen die ich mag. Das Handy hat ziemlich häufig in der Ecke gelegen, was ein echt gutes Gefühl war. Morgens habe ich es sogar geschafft meinen Bloglovin' Feed durchzusehen und interessante Blogbeiträge zu besuchen und zu kommentieren. Nur auf meinem eigenen Blog habe ich keinen einzigen Tag vorbei geschaut. Ich habe dort keine Kommentare gelesen (beantwortet werden sie aber noch) und auch keine Statistiken angeschaut.

Gewonnen habe ich jede Menge Lesezeit! Ganze 8 (!!) Bücher habe ich gelesen, drei weitere sind bereits begonnen und werden im Wechsel gelesen (eBook, gedrucktes Jugendbuch, gedrucktes Sachbuch). Es war so schön, den Fokus mal wieder auf das zu legen, was mir in meiner Freizeit am meisten Spaß macht. Lesen, lesen, lesen!

Der jährliche Blogurlaub für 2017 ist bereits gebucht.




Wenn ich nun alle Bücher vorstelle, die ich im August bzw. während der Zeit vom letzten Reiseproviant bis heute gelesen habe, dann kann ich mir am Ende des Monats den Statistik Beitrag sparen. Also berichte ich euch lediglich von den Leseerlebnissen der vergangenen Woche.

Begonnen hat meine Reise im schönen Paris, auf das ich durch einen wundervollen Jugendroman, einem nahezu perfekten Sommerbuch, richtig viel Lust bekommen habe. „Paris, du und ich“ von Adriana Popescu ist mindestens so toll wie die anderen Bücher der Autorin und dank eines Jungen namens Vincent noch viel besser. Noch bevor meine Rezi online geht und ihr euch ein eingängiges Bild über das Buch machen könnt, rate ich euch: lest es!!!

Sehr, sehr emotional ist der Roman „Wir beide wussten, es war etwas passiert“. Autor Steven Herrick wählt Worte voller Poesie, die vom Thienemann Verlag auch in dementsprechender Optik abgedruckt wurden. Tränenreiches Lesen mit dickem Kloß im Hals und eine große Leseempfehlung.

Bei einem Gewinnspiel des Blogs Die Liebe zu den Büchern, habe ich das Sachbuch „Am Arsch vorbei geht auch ein Weg“ von A. Reinwarth gewonnen. Schon die ersten Seiten des Ratgebers mit dem Untertitel „Wie sich dein Leben verbessert, wenn du dich locker machst“ haben mich zum Schmunzeln und Nachdenken gebracht.

„Wir sind Helden“ / C. Bukowski isr mein aktuelles eBook. Ich habe noch zu wenige Seiten gelesen , um ein Urteil über den Inhalt fällen zu können, weiß aber schon jetzt – die Schreibe der Autorin ist ganz große Klasse!

Da ich gedruckte Bücher einfach über alles liebe, kann ich nicht nur auf dem Reader lesen. Also habe ich gestern noch „Der Geruch von Häusern anderer Leute“ von B-S. Hitchcock begonnen. Die Autorin ist echt hart mit ihren Protagonistinnen. Ihr Umfeld ist nichts für schwache Nerven und das, was ihnen geschieht ist bedrückend und stimmt mich sehr nachdenklich. Ich hoffe sehr, dass alle Protagonistinnen zu einem glücklichen Ende finden. Aber sicher ist nichts.




Alle, die so gerne kochen und essen wie ich, finden auf Die Liebe zu den Büchern einen passenden Beitrag. „5 x 9 Kochbuchhighlights für die Wunschliste

Weiter geht es mit Wunschlistenfutter auf Literatourismus. „Zehn Bücher für Eilige“ ist eine Liste kleiner, aber feiner Romane mit geringer Seitenzahl.

Kennt ihr schon den Buchpreisblog? Dort bloggen 7 tolle Bloggerinnen und Blogger über Themen und Bücher rund um den Deutschen Buchpreis. Z.B „10 interessante Fakten zum Deutschen Buchpreis“.



gelesen: Sonne, Wald, Baby, "Paris, du und ich"

gebacken: Blaubeer Pfannkuchen

getrunken: Im Frühtau Kaffee an der Pferdekoppel mit selbstgebastelteten Kaffeetassen

geordnet: Das Regal der Next Reads (Bücher, die ich unbedingt ganz, ganz bald lesen möchte)


Wie immer freue ich mich über eure Kommantare und nette Plaudereien.
Habt eine wundervolle neue Woche!






Montag, 1. August 2016

Blogpause - ich bin urlaubsreif!

Ich habe hin und her überlegt, ob ich einen Monatsrückblick schreibe oder nicht. Eigentlich mag ich die Statistiken sehr gern. Sowohl auf anderen Blogs, als auch meine eigene. Es macht Spaß zurückzublicken auf all die Artikel, die in den vergangenen Wochen online gegangen sind, die ich mit viel Mühe und Herzblut geschrieben habe und die ich euch gerne nochmal ins Gedächtnis rufe. Welche Bücher ich gelesen habe, findet ihr hier.

Doch der vergangene Monat endet etwas anders. Der Neue beginnt nicht so, wie ich es erwartet, mir vorgestellt oder gewünscht hätte. Ich bin müde. Die Ereignisse der letzten Zeit, die private Belastung (siehe hier) hat mich geschlaucht. Ich habe das erste Mal seit sechs Jahren bloggen das Gefühl eine Pause zu brauchen.

Im Moment scheint es vielen Bloggern so zu gehen. Liegt es an den äußeren Faktoren, mit denen wir uns täglich abgeben? Negative Nachrichten aus der Welt, Stress im Alltag oder liegt es daran, dass wir so viel Zeit und Leidenschaft in unsere Blogarbeit stecken, dass dafür einfach viel Kraft drauf geht? Ich glaube es ist von allem ein bisschen, das im Ganzen das sprichwörtliche Fass zum Überlaufen bringt.

Jetzt ist es auf jeden Fall soweit. Ich bin Blog-Urlaubsreif.

Eine ganze Weile schon verdränge ich dieses Gefühl, doch nun treiben mich äußere Umstände dazu dem nachzugeben. Ich habe mir einen Finger gebrochen, trage einen Gips an der rechten Hand und finde es ziemlich nervig nur mit sechs Fingern zu tippen. Also nutze ich die Gunst der Stunde und mache hier zwei Wochen dicht. So lange dauert es, bis der Gips wieder runter kommt. Ich behalte mir allerdings vor meine Auszeit zu verlängern, denn natürlich werde ich im Hintergrund nicht gänzlich untätig sein und mein Ziel ist es doch einige Rezensionen abzuarbeiten und mit einem Rucksack voll vorgearbeiteter Artikel starten zu können, um so auch für die kommenden Wochen weniger Stress zu haben.



Außerdem möchte ich in der Zeit gerne lesen. Viel lesen. Bücher, die hier schon länger rum liegen. Welche das sind, seht ihr auf dem Foto. Ich werde sie nicht verlinken, denn die Maus zu betätigen fällt mir echt schwer. Natürlich ist die rechte Hand eingegipst und natürlich bin ich Rechtshänderin.

Außerdem möchte ich gerne in ein paar Sachbücher reinlesen, meine Freundin Tine von Lesemomente kommt zu Besuch, das kleine Mäuschen hat einen Termin beim Osteopathen und in der Sonne sitzen will ich auch.

Ein großer Stressfaktor ist meiner Meinung nach mein Handy. Soziale Netzwerke hier, Pinterest da, Google, Whats App, usw. Ständig hat man dieses Ding in der Hand (ja ich pauschalisiere hier extra), wartet auf Nachrichten, Gefällt mir's oder Anrufe. Ganz verzichten kann und will ich nicht, aber ich möchte den Konsum einschränken.

Ich werde meine Lesefortschritte auch weiterhin auf Instagram, Twitter und Goodreads teilen, mich aber nicht mehr stundenlang dort aufhalten. Morgens 10 Minuten, abends 10 Minuten. So der Plan.

Es wird demnächst Zeiten geben, in denen mein Handy einfach mal ausgeschaltet ist. Ich muss nicht immer erreichbar sein.

Am 15. August geht es hier dann weiter. Hoffentlich erholt, frisch und voll neuem Tatendrang. Bis dahin wünsche ich euch eine gute Zeit, gebt auf euch acht und lasst es euch gut gehen.


Nanni

Samstag, 30. Juli 2016

[Kinder Traumstube] Das Büchermädchen liebt minimutz

Minimutz – was steckt dahinter?


Minimutz sind Produkte, die speziell auf Kinder – insbesondere Babys und Kleinkinder, abgestimmt sind.

Große, einfache Formen, leicht zu erkennende Farben und weiches, TÜV geprüftes Material ermöglichen erste motorische Erfahrungen.

Die Gründer sind Lynne, Physiotherapeutin und Mutter eines Sohnes, und Sebastian, Geschäftsführer von Minimutz und Vater von zwei Töchtern.

Bestellen kann man ganz einfach auf der minimutz - Welt. Ab 35,- € ist die Bestellung versandkostenfrei. Liebevoll verpackt ist sie immer. Auch bei einem geringen Bestellwert.

Welche Produkte gibt es?


Es gibt den (oder das?) „minimutz“, ein Stofftier in verschiedenen Größen, eine Rassel in der minimutz – Form, eine Kuscheldecke, ein Schmusetuch, Karten mit viel Herz, sowie liebevoll gestaltete Accessoires wie Greifringe, Bodys etc., die personalisierbar sind.



Wir durften testen.


Mein kleines Mädchen (6 Monate) und ich, bekamen die Möglichkeit zwei der minimutz Produkte zu testen*.

Da meine Kleine ein absolutes Kuschelkind ist und gerne weich liegt, habe ich mich für die minimutz Kuscheldecke, sowie die minimutz Rassel entschieden.


Die minimutz Kuscheldecke:


Die minimutz Kuscheldecke besteht aus super weichem Polyester und einer Füllung aus Polyurethan. Sie ist TÜV Rheinland zertifiziert, Schadstoff geprüft und bei 30° waschbar.

Die Decke ist mit einem festen Saum eingefasst, so dass sie gut in Form bleibt und nicht verknautscht, wenn das Baby sich darauf bewegt. Bei vielen anderen Decken ist dies nicht der Fall. Oftmals rührt die Kleine so viel hin und her und liegt dann doch auf dem kalten Boden, weil die Decke weggerutscht ist. Mit der minimutz Decke passiert das nicht so leicht.

Da sie sehr weich ist, liegt mein kleines Mädchen sehr gern darauf. Sie kann sich regelrecht ankuscheln und streichelt oft über die angenehme Oberfläche. Egal, ob ich sie in ihr Ställchen lege oder ob sie auf dem Boden spielt – die minimutz Decke liegt immer darunter.

Optisches Highlight sind das aufgestickte minimutz Logo und die bunte Saumeinfassung, sowie die leuchtende Farbe.

Für uns ist die Decke ein unerlässlicher Begleiter, denn sie gibt mir die Sicherheit, dass mein Baby auf einer so warmen Decke liegt, dass sie nicht aufgrund unangenehmer Bodentemperaturen erkranken kann. Es ist sinnvoll eine zweite Decke oder eine Matte unter zu legen, da sie nicht so dick ist, dass sie abrupte Drehungen und Bewegungen des Babys vollkommen dämmen kann.

Da sie sich schnell und einfach zusammen rollen lässt, packe ich sie auf jeder Reise / Besuch bei Großeltern / Krabbelgruppe usw. in die Babytasche und weiß so, dass mein Kind sich immer Zuhause fühlt, da ihr Geruch und Oberflächentextur der Decke wohl vertraut sind.

Die minimutz Rassel:


Die minimutz Rassel ist - wie die minimutz Stofftiere auch, ergonomisch geformt und hat mit 10 cm eine Größe, die für kleine Kinderhände zu bewältigen ist.

Oftmals erzeugen Rasseln einen Geräuschpegel, der einem vorbeifahrenden Zug ähnelt (vgl. hier), und schaden damit dem feinen Kindergehör. Die minimutz Rassel ist leise, angenehm und damit keine Belastung fürs Kinderohr.

Die Form der minimutz Rassel ist klar und einfach. Die kleine Kinderhand kann an jeder Stelle zugreifen, knautschen und drücken. Meine Kleine konnte sie trotzdem erst ab einem Alter von 5 Monaten packen. Vorher war sie ihr doch noch ein bisschen zu breit.




Was mir an den minimutz Produkten gefällt?


Das kann ich einfach beantworten: sie sind kinderfreundlich.

Die einfachen Formen und Farben sind für unsere kleinen Lieblinge einfach zu erkennen, gut wahrzunehmen und zu begreifen. Zwischen all den Produkten, die durch viel zu viele Farben und unklare Formen eher zu einer Reizüberflutung führen und eigentlich eher dem Auge der Erwachsenen entsprechen, als dem der Kinder, stechen die minimutz Produkte raus.

Weiches Material, an dem ich als Mutter mein Kind bedenkenlos herumkauen lassen kann, und das zum kuscheln und anfassen ebenso einlädt wie die klare Struktur. Durch benutzen der ergonomischen Figuren wird automatisch und spielerisch die Motorik gefördert.

Abgerundet werden die Figuren durch das ihnen gegebene Gesicht, das den Kleinen mit freundlichen, großen Augen entgegen lächelt.


Weitere Infos:


minimutz auf Facebook




* vom Hersteller kostenlos zur Verfügung gestellt