17.02.18

Reiseproviant 2 | 18




Geplauder:


Auf Instagram habe ich es letzte Woche schon erzählt, heute möchte ich es auch hier offiziell machen: die Räubertochter bekommt im Sommer ein Geschwisterchen (manchen ist nicht klar, dass wir nicht mehr in der Planung sind. Sind wir nicht. Es ist schon unterwegs ;)).

Wir freuen uns riesig, denn Eltern zu sein ist einfach ein unfassbar großes Glück. Wie groß hätte ich im Vorfeld niemals geglaubt. Beschreiben lässt es sich nicht. Es sind einfach viel zu viele Gefühle von Freude über Stärke bis hin - ja auch das - zu Ängsten. Je stärker die Liebe, desto größer die Angst um einen Verlust.

Neben all den schönen Gefühlen, der Vorfreude und dem bereits bestehenden Mutterglück, gibt es natürlich auch Kehrseiten - wir wollen hier nichts beschönigen. Am Anfang der Schwangerschaft hatte ich ziemlich stark mit Übelkeit zu kämpfen, ich schlief während des nachmittäglichen Spiels mit der Räubertochter ein, die im letzten Jahr erarbeiteten zwei Kleidergrößen weniger, scheinen sich sehr darüber zu freuen endlich wieder ihren Platz zu finden. 

In der zweiten Schwangerschaft beginnt alles früher (ich sag nur Ischias!!), ist alles anstrengender und ich muss gestehen, dass ich mir diesmal auch mehr Sorgen um mein Ungeborenes mache. Eben weil ich weiß wie großartig es ist ein Kind zu haben. 

Warum schwanger auch ein bisschen krank sein ist, könnt ihr in diesem ehrlichen Beitrag über die ersten Wochen der Schwangerschaft nachlesen. Keine Angst - es gibt während einer Schwangerschaft auch ganz, ganz viele tolle Momente. Den ersten Herzschlag des Babys sehen, das erste Mal spüren wie es sich bewegt, etc.



(Foto by Babysmile; © privat)




Literarische Reise:


Bisher habe ich im Februar nicht mal halb so viele Bücher gelesen wie im Januar, bin aber sehr gut unterhalten worden.

So richtig Freude machte mir das Lesen von "Animant Crumbs Staubchroniken" und "Mr Griswolds Bücherjagd". Ersteres, weil Autorin Lin Rina, die seit Jahren auf Wattpad schreibt einen ziemlich flüssigen Schreibstil hat, der sich locker wegliest und weil sie eine extrem sympathische Protagonistin erschaffen hat, letzteres, weil es ein spannendes Abenteuer rund um das Thema Bücher ist. Zu "Mr Griswolds Bücherjagd" gab es eine Aktion auf Lovelybooks. In verschiedenen Städten wurden Exemplare des Kinderbuchs versteckt. Schau hier nach, ob deine Stadt auch dabei ist. Vielleicht ist das dortige Exemplar ja noch nicht gefunden.






So richtig fesselnd sind "Die Geschichte der getrennten Wege" und "Die Chroniken von Azuhr". 
Sowohl Elena Ferrante, als auch Bernhard Hennen können mit ihrer Schreibe solch einen Sog auf mich ausüben, dass ich mich am liebsten mit dem entsprechenden Buch irgendwo verkrochen hätte, um ausschließlich Zeit mit lesen zu verbringen. Der Abschluss der neapolitanischen Saga steht bereits im Regal, aber ich schiebe das Lesen noch ein bisschen heraus, weil ich einfach nicht möchte, dass es endet. Leidest du auch am Ferrante Fever?







Shopping Reise:


Ich bin ein klein wenig eskaliert. Zuerst ein Besuch in der Buchhandlung, dann eine Bestellung bei Medimops. 

"Melnitz" wurde in einer Facebook Gruppe von Autorin Charlie Lyne (Charlotte Roth) empfohlen und da ich ihre Bücher und ihren Blick auf das beschriebene Zeitalter sehr schätze, musste ich mir den Roman näher anschauen. Da ich denke, dass er genau meinen Geschmack trifft, musste ich ihn einfach kaufen. 

"Vom Ende der Einsamkeit" steht schon sehr lange auf meiner Wunschliste. Ich habe von Benedict Wells bereits "Becks letzter Sommer" gelesen und gemocht. 

"Die Hochzeit der Chani Kaufmann" ist eine Empfehlung meiner lieben Alexandra aus dem BücherKaffee. Ihre Buchtipps haben mich noch nie enttäuscht. 

Band vier der napoleonischen Saga von Elena Ferrante war ein Pflichtkauf (siehe weiter oben).

"Die goldene Stadt" steht seit erscheinen auf meiner Kaufliste. Sabrina Janesch ist eine meiner Lieblingsautorinnen. Ich habe alle ihre Bücher gelesen (große Empfehlung für "Katzenberge") und schätze ihre Fähigkeit sehr unterschiedliche Geschichten erzählen zu können.

Welches Buch / Bücher hast du zuletzt gekauft?



Netzreise:


Der neue Roman von Haruki Murakami hat zum Erscheinen einen ziemlich fulminanten Netzauftritt bekommen. Eine vom Verlag ins Leben gerufenen Aktion zum gemeinsamen Lesen, Rezensionen wie z. B. die von Pinkfisch, reichlich Fotos in den Sozialen Netzwerken, (Vor-) Freude gefühlt überall. Besonders gut gefallen hat mir der Beitrag im BücherKaffee. Gemeinsam haben Alex und der neuste BücherKaffee Mitarbeiter Flo "Die Ermordung des Commendattore I" gelesen und darüber berichtet. Sehr lesenswert.

Viele tolle Büchertipps findest du in Paper and Poetrys Beitrag "Lost Generation - Bücher aus und in den 1920ern". Eine Zeitspanne, die mich gerade sehr interessiert.

Große Kochbuchliebe bei Petzi. XXL Kochbuchvorschau aus dem Frühjahrsprogramm 2018

Tobi von Lesestunden hat sich mal wieder ganz viel Mühe gemacht, um eine Statistik + Grafik zu erstellen. Diesmal geht es um das Thema "Worüber schreiben Buchblogger?"

Kürzlich habe ich diesen Beitrag über den Bildungskanon gelesen. Ich selbst lese wenig Klassiker, setze mich aber gerne auf literarischem Wege mit Geschichte und Politik auseinander. Nicht nur in der Unterhaltungsliteratur, sondern vor allem in tiefgründigen Romanen, die auf wahren Begebenheiten beruhen. Trotzdem stimmt mich dieser Beitrag sehr nachdenklich und ich überlege in welcher Form ich mein Leseverhalten noch verändern könnte. 



Kulinarische Reise:


Das kulinarische Highlight des Monats Februar kommt diesmal nicht von mir, sondern von meiner lieben Schwägerin, die der Räubertochter diesen tollen Pferdekuchen zm Geburtstag gebacken hat. 




Ich wünsche dir ein entspanntes Wochenende.


Text & Fotos: © 2018, Nanni Eppner

07.02.18

Lockwood & Co. 05: Das grauenvolle Grab | Jonathan Stroud




In ihrem letzten Abenteuer begeben sich die Agenten von Lockwood & Co. auf eine lebensgefährliche Mission: Sie brechen in das mit Sprengfallen gesicherte Mausoleum ein, in dem die legendäre Agentin Marissa Fittes ruht. Doch tut sie das wirklich?
Und das ist nur eine der alles entscheidenden Fragen, deren Antwort die blutjungen Agenten ergründen müssen. Erst dann können sich Lockwood & Co. ihren Widersachern, seien sie lebendig oder aus dem Reich der Toten, in einer letzten gewaltigen Auseinandersetzung stellen. Damit ihnen dies gelingt, müssen sie sich auf die Hilfe einiger völlig unerwarteter und ungeheuer unheimlicher Verbündeter einlassen. Grusel, Gänsehaut und Grabgelächter garantiert!
(Text & Cover: © Randomhouse; Foto: © N. Eppner)

Das letzte Lockwood Abenteuer. Ich bin wirklich traurig, dass mit genau diesem Buch eine meiner Lieblingsreihen endet. Mit Lucie, George, Lockwood & Co. hat Jonathan Stroud Protagonisten erschaffen, die sich weit aus der Masse der Jugendbuchhelden herausheben. Sie alle haben ihre Ecken und Kanten, ihre kleinen Fehler, aber sie sind mutig, blicken den gruseligen Gestalten Nacht für Nacht ins Auge und vor allem sind sie extremst liebenswert.

Vom ersten bis zum letzten Band gelingt es Stroud immer wieder neue Fälle zu kreieren und diese mit großer Spannung zu erzählen. Einen Lieblingsband kann ich daher nicht nennen. 

Allerdings ist es so, dass die Figuren sich von Band zu Band entwickeln, so dass dadurch die Freude an der Reihe mit jedem Buch gesteigert wird. Zwischenmenschlich Beziehungen verändern sich. Und Stroud, dieser ausgebuffte Kerl, zieht uns dadurch so richtig mit hinein ins Geschehen. Wir fühlen uns als Teil des Teams, zugehörig zu dem Kreis aus Freunden, die immer zueinanderstehen und dich aus jeder Notlage retten.

Im letzten Teil "Das grauenvolle Grab" haben die Geisterjäger ihre schwerste Aufgabe zu bestehen. 
Das Geheimnis um Marissa Fittes Tod oder deren Leben - man weiß nicht so genau was es ist - soll aufgedeckt werden und das bedeutet für Lockwood und sein Team nicht nur in die Welt der Toten zurückzukehren, sondern vor allem ganz viel Obacht, denn Marissa ist der härteste Gegner aller Zeiten. 

Mit Marissas Geheimnis kommen wir auch dem des sprechenden Schädels näher. Eine der Figuren, die nicht zum Team und auch nicht zur Riege der Protagonisten gehört, aber trotzdem einer meiner Lieblinge ist. Denn neben Spannung, Atmosphäre und scharfzüngigen Dialogen kann Stroud vor allem eins richtig gut: Figuren entwerfen. Selbst die kleinste Nebenrolle hat Charakter. 

Schlussendlich bleibt mir nur zu sagen: "Lockwood & Co." ist eine der besten Reihen im Jugendbuchgenre. Ich kann sie Jugendlichen wie Erwachsenen Lesern wärmstens empfehlen und hoffe sehr, dass es in Strouds kreativer Ader bereits gehörig brodelt und wir nicht allzu lange auf ein weiteres großartiges Buch aus seiner Feder warten müssen.


Buchinfo:

cbj Jugendbücher (November 2017)
512 Seiten
Hardcover mit Schutzumschlag
19,99 €
ÜBERSETZUNG: Katharina Orgaß, Gerald Jung

Reiheninfo:

5. Das grauenvolle Grab

Weitere Rezensionen:


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Rezensionen: © 2018, Nanni Eppner

05.02.18

Die Legende von Shikanoko 01: Die Herrscher der acht Inseln | Lian Hearn




Shikanoko ist eigentlich nur der Sohn eines einfachen Vasallen. Doch als er von einem Magier eine übernatürliche Maske vermacht bekommt, wird aus ihm das Kind des Hirsches, und er verfügt fortan über magische Fähigkeiten und besonderes Kampfgeschick. Als der alte Kaiser stirbt, gerät Shikanoko in die Fänge des Fürstabts, der alles daransetzt, die höchste Macht im Land – den Lotusthron – an sich zu reißen. Shikanoko muss fliehen und entkommt dabei mehr als einmal nur knapp dem Tod. Doch er muss unbedingt Aki finden, die Herbstprinzessin, die er liebt, und die ein großes Geheimnis verbirgt. Denn in ihrer Obhut befindet sich niemand anderes als der rechtmäßige Nachfolger für den legendären Lotusthron.
Mystisch und martialisch – der erste Teil des großen neuen Fantasy-Epos von Bestsellerautorin Lian Hearn, das dem ›Otori‹-Zyklus um nichts nachsteht: ebenso brachial, ebenso brillant!
(Text & Cover: © Fischerverlage; Foto: © N. Eppner)


Vor vielen Jahren bin ich auf die Autorin Lian Hearn gestoßen. Ihre Reihe "Der Clan der Otori" hat mich sofort begeistert und auf eine gewisse Art gefesselt. So anders war das Settting, angesiedelt in japanischer Kultur. Keine kitschverliebten jungen Paare, kein Weltschmerz, keine Fabelwesen à la Werwolf und trotzdem eine ganz magische Atmosphäre. 

Als ich dann im FISCHER Sauerländer Programm entdeckt habe, dass eine weitere Reihe von ihr veröffentlicht wird, die ebenfalls in Japan (oder einer fiktiven Kopie davon) spielt, habe ich mich sehr gefreut. Gemeinsam mit Damaris vom Blog Damaris liest, habe ich mich der Aufgabe gestellt den über 500 Seiten dicken Epos zu lesen, der tatsächlich eine Herausforderung darstellt.

Dies ist keinesfalls negativ gemeint und doch kann ich verstehen, dass es Leser gibt, die mit der Geschichte um Shikanoko, den Sohn des Hirschs, der alles verloren und vieles gefunden hat, nicht so richtig klar kommen. Lian Hearn schreibt fesselnd, schreibt schlicht, aber eindringlich und drückt sich gekonnt aus und trotzdem ist es nicht ganz leicht sich auf ihre Schreibe und ihre Gedankengänge einzulassen.

Vieles ist fremd. Und wie wir wissen, ist es für uns oft schwierig uns auf fremdes einzulassen. Ob wir wollen oder nicht - oft gibt es eine Sperre im Kopf, die einen Riegel vorschiebt, bevor wir schnell genug sind das Fremde einzulassen. Gegen diesen Riegel musste ich tatsächlich hin und wieder ankämpfen. Auch deshalb, weil ich keine Vorkenntnisse habe, was japanische Kultur betrifft. 

Da wäre z.B. die Verehrung von Geistern. Tierischer sowie menschlicher Art. Sie werden hochgelobt, sind allwissend, können beratend und stärkend zur Seite stehen, aber sie können dich auch in eine Falle locken. Können hinterlistig und gemein sein. Manchmal kommt es zur sexuellen Vereinigung mit Geistern (menschlicher und tierischer Natur - was mich wohl am meisten verstört hat). Geister bleiben. Sie sterben zunächst nicht, sondern nur ihre leibliche Hülle, und können in neue Körper schlüpfen. Hätte ich all das vorher gewusst, hätte ich mir manche Irritation erspart. Letztendlich bin ich dadurch aber nicht dümmer geworden. Ganz im Gegenteil. Dank Lian Hearn habe ich einiges gelernt.





Unter anderem auch wie die Machtverhältnisse verteilt sind. Ein Diener dient. Bis in den Tod, würde lieber für den Herrn sterben, als ohne ihn weiterzuleben. Eine Schande wäre es, wenn man sich nicht für den Herrn oder die Herrin opfert. Oftmals ist der Freitod der einzige Weg, um Schande zu entgehen. Glaubensdinge, die so anders sind, als in unserer westlichen Kultur.

Angesiedelt ist die Geschichte in einer historischen Zeit. Sie ist sehr mystisch und geheimnisvoll. Ich folgte vielen verschlungenen Pfaden, die mir mitunter sinnlos erschienen, sich später aber als wichtig entpuppten. Einige Gedankengänge sind noch unaufgeklärt. Es folgt noch eine Fortsetzung, die bei Fischer Sauerländer unter dem Titel "Die Legende von Shikanoko. Fürst des schwarzen Waldes" am 22. Februar 2018 erscheinen wird. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich darin vielen Lösungen begegnen werde.

Diese sind nicht immer klar ersichtlich. Lian Hearn denkt in verschlungenen, klugen Pfaden und erwartet das auch von ihren Lesern. Auch das mögen manche nicht so gerne, ich finde es toll, wenn mich einE AutorIn so herausfordert. Wenn ich nicht einem simplen Weg folge, sondern mich auch mal auf (in diesem Fall) ihre Denkweise einlassen muss. Nur so können wir den eigenen Horizont erweitern. 

"Die Legende von Shikanoko" ist kein 0815 Buch für jedermann. Es ist eigensinnig und hat einiges zu bieten. Der mystische Teil erinnert mich sehr an die Werke von Marion Zimmer Bradley, aber handwerklich gefällt mir Hearn noch ein bisschen besser. Ich wünsche dem Buch Leser, die bereit sind sich auf eine Geschichte einzulassen, die sich von einer breiten Masse Jugendbücher abhebt, die Blickwinkel und Wissensschatz erweitert. 


Buchinfo:

592 Seiten
Hardcover mit Schutzumschlag
19,99 € 
ÜBERSETZUNG: Sibylle Schmidt

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Rezension & Fotos: © 2018, Nanni Eppner

02.02.18

[Monatsrückblick] Leseliebe im Januar '18



Geplauder:


So ein Monatsrückblick beginnt ja irgendwie immer ein klein wenig pathetisch.
Schon wieder ein Monat vorbei... Die Zeit rennt... Ich schaffe nie das, was ich mir vornehme... usw. Du kennst das.

Vielleicht ist es der Wunsch die Zeit kontrollieren zu können, vielleicht die Angst davor Zeit zu vergeuden, vielleicht aber auch einfach nur die Unfähigkeit einen Beitrag einzuleiten. Ich ziehe alle Antwortmöglichkeiten in Betracht.

Mein Januar war auf jeden Fall ganz gut (#putyourpositivepantson).
Ich war nicht krank, habe erstaunlich viel gelesen, tolle Bücher entdeckt und mich darüber gefreut, dass sich die Sonne endlich mal wieder blicken lässt. Die Tage werden minütlich länger, die Räubertochter immer wilder und mein SuB wächst beständig (schön, wenn manche Dinge einfach zuverlässig sind. Das gibt Sicherheit).

Auf Twitter gibt es den Hashtag #3guteDingedesTages und ich würde mich sehr freuen, wenn wir auch ein bisschen positives Denken verbreiten könnten. Also, welches waren deine 3 schönsten Momente im ersten Monat des neuen Jahres?





Leseliste:



JANUAR:

1) "Ein grundzufriedener Mann" | Richard Russo | DuMont
2) "Die Dominium Saga 01: Die Eiskriegerin" | Licia Troisi | Heyne
3) "Mister Franks fabelhaftes Talent für Harmonie" | Rachel Joyce | Fischer Krüger
4) "Die souveräne Leserin" | Alan Bennett | Wagenbach
5) "Die Ungehörigkeit des Glücks" | Jenny Downham | C. Bertelsmann 
6) "Die Abschaffung der Mutter" | Alina Bronsky & Denise Wilk | DVA
7) "Lockwood & Co. 05: Das grauenvolle Grab" | Jonathan Stroud | cbj
8) "Die Legende von Shikanoko. Herrscher der acht Inseln" | Lian Hearn | Fischer Sauerländer
9) "Die Mitte der Welt" | Andreas Steinhöfel | Fischer (Originaltext: Carlsen)

[Hörbuch]
"Dein perfektes Jahr" | Charlotte Lucas | Sprecher: Devid Striesow & Anna Thalbach | Lübbe Audio
"Elfenwinter" | Bernhard Hennen | Hans Peter Hallwachs | Der Hörverlag

Nicht mit im Bild: "Die Abschaffung der Mutter"


Ich werde einige der Titel nicht rezensieren. Meine Meinung dazu teile ich aber trotzdem. Du findest diese entweder auf Instagram und im Reiseproviant Beitrag.

Meine Lesehighlights waren "Die souveräne Leserin" und "Die Mitte der Welt". Beide Bücher tragen den Chrakter "All-time-Favorit", sind zeitlos intelligent und können wieder und wieder gelesen werden, ohne zu langweilen. Andreas Steinhöfel zählt für mich zu den Autoren mit der besonderen Beobachtungsgabe. Ich glaube, dass er einer der Menschen ist, der andere Menschen wirklich sieht und der versucht Menschen und ihre Leben aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten. Seinen Königskinderroman "Anders" kann ich ebenfalls sehr empfehlen.



Weitere Beiträge:


#JdKöKi - Das war unser Jahr mit den Königskindern ist der Abschlussbeitrag der Königskinderaktion, die über ein Jahr hinweg meine sechs Mitstreiter und mich, sowie den Königskinderverlag begleitet hat. Ein Jahr, in dem ich wundervolle Bücher entdecken durfte.

Der erste Reiseproviant Beitrag im neuen Jahr ist vollgepackt mit fröhlicher Lesezeit bzw. begeisterter Buchkritik.

Mit dem neuen Jahr kommen die Neuerscheinungen. Hier mein vierteljährlicher Beitrag über die Fantasybücher, die mich besonders interessieren.




Fotos & Text: © 2018, N. Eppner

31.01.18

[Abgebrochen] Die Chroniken von Amber Teil I & II | Roger Zelazny




Inhalt Teil I:
Nach einem Autounfall wacht Corwin, seiner Erinnerungen beraubt, in einer obskuren Klinik im Staate New York auf – er ist auf der Erde gestrandet, die zu den Schattenwelten gehört. Schnell findet Corwin heraus, dass er Teil der großen Königsfamilie von Amber ist, und er unternimmt alles, um in sein Reich zurückzukehren und seinen Bruder Eric vom Thron zu stürzen.

Prinz Corwin lebte nach einem Gedächtnisverlust auf der Erde, ohne zu wissen, wer er ist. Als eines Tages ein Mitglied seiner Familie versucht, ihn zu töten, beginnt er, nach seiner Vergangenheit zu forschen.

Und so setzt er alles daran, in das Königreich Amber zurückzukehren. Bald schon erfährt er, dass seine Verwandtschaft über einige sehr ungewöhnliche Kräfte verfügt. Alle Nachfahren des Königshauses können zwischen Amber, den Schattenwelten und dem Chaos hin- und herreisen, indem sie die Realität manipulieren. Sie benutzen magische Spielkarten, um zu kommunizieren und sich an andere Orte zu versetzen. Aber vor allem sind sie alle in einen erbarmungslosen Kampf um den Thron verstrickt. Und nicht zuletzt muss das Geheimnis um das Verschwinden ihres königlichen Vaters Oberon aufgedeckt werden.
(Text & Cover: © Klett Cotta Hobbit Presse; Foto: © N. Eppner)

"Die Chroniken von Amber" ist eine Reihe, die in den 70ern des letzten Jahrhunderts erstmalig veröffentlicht wurde. Eine Geschichte in zwei Zyklen, die ursprünglich aus zehn Bänden besteht, von denen fünf seit Herbst 2017 in monatlichem Rhythmus im Klett Cotta Verlag neu veröffentlicht wurden.

Im Mittelpunkt steht Amber, eine Stadt, die sinnbildlich für jede mögliche Stadt steht, und Hauptregierungssitz von König Oberon ist. Um Amber herum herrscht Chaos. Außerdem gibt es einige Duplikate Ambers, die sich in einer Art Schatten wiederspiegeln.

Als Prinz Corwin, einer der neun Nachkommen Oberons, nach jahrelanger Gefangenschaft endlich wieder auf freiem Fuß ist, hat sich Amber verändert. Sein brutaler Bruder Eric ist dort nun an der Macht, Amber entfernt sich mehr und mehr vom Chaos und wird selbst immer mehr zum Schatten. 

So weit die Idee hinter der Reihe, die zunächst auch wirklich spannend beginnt und einiges Mitdenken fordert. Zelazny skizziert ein Amber, das nicht nur jede x-beliebige Stadt in der Fantasie der Leser, sondern auch in der Realität darstellen kann. Was wäre, wenn die Machthaber beliebig austauschbar wären? Wenn sie jederzeit nur darauf warten würden den regierenden Posten zu stürzen? Wenn man keinem trauen könnte? Klingt gar nicht so abwegig.

Was nach einem Spiegel Ambers klingt, ist ein Spiegel der Realität. Überzogen, überdreht und damit eigentlich genau so, dass es zum Nachdenken anregt. 

In Band I "Die neun Prinzen von Amber" ist es mir auch noch recht gut gelungen der Sache zu folgen. Zum Ende hin ließ es jedoch schon nach und in Band II "Die Gewehre von Avalon" habe ich dann leider gänzlich den Faden verloren. 

Mangelt es mir an der Fähigkeit Realität und Fantasie zu verbinden? Oder spielen die physikalischen Gesetze des Chaos gegen mich? Ich weiß es nicht. Letztendlich hatte ich das Gefühl, dass ich nicht mehr verstehe worüber Roger Zelazny nun eigentlich genau redet und deshalb habe ich mich dazu entschieden die Reihe abzubrechen. Ich hoffe, dass Zelazny für seinen mutigen Weg des Denkens und Schreibens trotzdem belohnt wird (auch in unserer aktuellen Zeit) und Leser findet, die seinen Weg mitgehen. 


Buchinfo:

268 Seiten
Taschenbuch 
12,00 €
ÜBERSETZUNG: Thomas Schlück

Weitere Rezensionen:


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27.01.18

#JdKöKi - das war unser Jahr mit den Königskindern.




Ich habe überlegt, ob ich meinen Artikel mit "ein Abschied" benenne, denn nicht nur die Aktion #JdKöKi ist nun zu Ende, im Frühling erscheint das letzte wundervolle Königskinder Programm.
Aber nein - ein Abschied hat etwas endgültiges. Und das sollte mein Beitrag nicht haben.
Meine Liebe zu den Königskinderromanen ist gewachsen, hat sich vertieft und wird auch mit dem Ende der Aktion / des Imprints nicht vergehen. Ich wünsche mir, dass die Königskinder nicht von der Bildfläche verschwinden. Dass ihr die Bücher auch dann noch lest, wenn die Aktion schon längst verjährt ist.



Mein Highlight aus einem Jahr #JdKöKi ...

... ist "Cavaliersreise" von Mackenzie Lee. 
Das Buch ist sprachlich hochwertig und steckt voller Überraschungen. 
Zwei homosexuelle junge Männer und ein querdenkendes Mädchen stellen sich den enggespannten Konventionen ihres Jahrhunderts und geraten in ein spannendes Abenteuer. Eine Geschichte, die sich von der Masse abhebt und einfach ganz viel Lesefreude bereitet.





Am meisten überrascht hat mich...

"Winger" von Andrew Smith.
Ich hatte ehrlich gesagt nicht so wirklich Lust auf dieses Buch, weil der Klappentext gar nicht so aussagekräftig ist. Dann dieser Protagonist - so bekloppt und herzlich, diese richtigen fiesen Typen und ein Ende, das mir wirklich die Schuhe ausgezogen hat.






Geweint habe ich...

bei "Salz für die See" von Ruta Sepetys.
"Salz für die See" erzählt aus dem zweiten Weltkrieg, ist sprachlich wie inhaltlich das perfekte Buch und auch für die Leser geeignet, die sagen, dass sie für Jugendbücher schon zu alt sind.






Einen besonderen Platz in meinem Herzen...

hat "Der Himmel über Appleton House" von S. E. Durrant bekommen.
Weil es so deutlich und gleichzeitig sanftmütig erklärt, wie es in einsamen Kinderherzen aussieht und wie diese damit umgehen.





Gefreut habe ich mich...

darüber dass "Der Geruch von Häusern anderer Leute" von B.-S. Hitchcock den Deutschen Jugendliteraturpreis 2018 gewonnen hat. Keine leichte Kost mit eigenwilligen Schicksalen und so lesenswert.






Unbedingt lesen...

all die anderen Königskinder, die bereits erschienen sind, die im Frühjahr noch erscheinen werden. 




Das tolle an der Aktion war...

all die begeisterten, Literaturliebenden Menschen, die sich so sehr für die wundervollen Königskinder engagiert haben. Danke an dich für unermüdliches Abstimmen und Königskinderlesen, danke an Dani, die Initiatorin der Aktion und das kreative Team Sandy, Anja, Anni, Ina und Nils und danke an Königskinder Verlag / Carlsen für die Unterstützung.




20.01.18

Reiseproviant 1 | 18




Geplauder:

19 Tage ist das neue Jahr schon alt und nach anfänglichen Startschwierigkeiten läuft es nun ganz gut.
Nach einem Formtief habe ich nun wieder zu meinem Rhythmus gefunden und schaffe es, so einiges zu erledigen. Es wäre noch mehr bzw. wäre auch noch mehr Zeit für die Räubertochter da, wenn sie nicht die Fähigkeit besäße, ein Zimmer innerhalb von Minuten in allergrößtes Chaos zu verwandeln.

Dennoch gelingt es mir - momentan - bloggen und lesen auch noch ganz gut unterzubringen. Dabei hilft mir eine gut durchdachte Tagesstruktur, die MUTivationen von Karla Paul und mein diesjähriger Kalender von Moka.

Dort ist nicht viel Platz zum Notieren, aber eine kleine Wochen To-Do-List. Beides hilft dabei die wirklich wichtigen Aufgaben im Auge zu behalten. Ich neige dazu sehr viele Dinge auf meine Liste zu schreiben. Mehr, als ich überhaupt erledigen kann. Am Ende bleibt das Gefühl nichts geschafft zu haben. Das ist mit dieser übersichtlichen Liste anders und ich gehe abends mit einem positiven Gefühl aufs Sofa, schalte mein Handy aus bzw. den Flugmodus ein und konzentriere mich einzig und allein aufs Lesen.

Wie schon in den letzten Jahren, gibt es auch in 2018 eine Leseliste. Darauf befinden sich fünf gelesene Bücher und zwei, die ich gerade aktuell lese.





Literarische Reise:


Bereits gelesen und rezensiert habe ich den Auftakt der neuen Licia Troisi Trilogie. "Die Dominium Saga 01: Die Eiskriegerin" knüpft an das schriftstellerische Niveau an, das die junge Italienerin bei früheren Reihen wie "Die Drachenkämpferin" oder "Die Feuerkämpferin" bewiesen hat.

Eine große Sympathie hege ich für die herzerwärmende Geschichte von Mister Frank. In "Mister Franks fabelhaftem Talent für Harmonie"  von Rachel Joyce geht es darum wie wichtig es ist miteinander zu kommunizieren und das nicht jede Erneuerung zwangsläufig zur Verbesserung unseres Soziallebens führt.

Tiefgründiger als erwartet ist der Roman "Die Ungehörigkeit des Glücks" von Jenny Downham. Eine Geschichte über Schuld und Verlust und Gefühle, die von Generation zu Generation weiter gegeben werden.



Gelesen, aber unrezensiert sind "Die souveräne Leserin" von Alan Bennett, ein Roman, der mit wundervollem Humor am Beispiel der Queen aufzeichnet, was Lesen bewirken kann. Wie es hilft die Augen für uns und andere zu öffnen, wie es unseren Perspektiven verändern und unseren Horizont erweitern kann. Große Empfehlung für dieses kleine Buch.

Ebenfalls unrezensiert ist "Ein grundzufriedener Mann" von Richard Russo. Ein Blick in eine Kleinstadt und die Vorgärten ihrer schrulligen Bewohner. Protagonist Sully sorgt für Gesprächsstoff bei seinen Nachbarn, aber auch beim Leser, denn er ist so eigen, dass man ihm gerne all seine Fehler verzeihen möchte.





Netzreise:


Seit der FBM 17 überlege ich, ob ich "Illuminae" von Amy Kaufmann & Jay Kristoff lesen möchte. Das Buch hat ein ganz besonderes Layout und ich bin mir einfach nicht sicher, ob mich das beim Lesen stört. Nun war es schon mehrfach auf der Phantastik Bestenliste und Ramona hat auf ihrem Blog El Tragalibros so begeistert davon berichtet, dass es nun wohl doch auf meiner Wunschliste landen wird.

Die phantastische Akademie hat die Longlists des SERAPH 2018 bekannt gegeben. Ich glaube in diesem Jahr wird es nochmal richtig spannend.

Auf Herzpotenzial wurde "Die Bar Bibel" vorgestellt. Ein Must Have für Freunde des geschmackvollen Alkoholgenusses.

Auf Die Liebe zu den Büchern bekommt ihr einen Einblick in "Ohne Wenn und Abfall", das Buch der großartigen Milena Glimbovski, die ihr eigenes Verpackungsfrei-Kaufhaus gründete.

Karla Paul bietet auf ihrem Blog Buchkolumne fünf alternative, für einen Büchernerd genehme, Entsorgung der Bücher, die ihren Platz im Regal räumen müssen.



Kulinarische Reise:


Ich habe Knäckebrot gebacken. Nach diesem Rezept.
Es ist zwar nicht knackig, aber so lecker, dass ich es innerhalb kürzester Zeit aufgegessen habe.
Beim nächsten Mal werde ich versuchen es glutenfrei zu backen und statt Dinkelmehl Buchweizenmehl verwenden.


Ich wünsche dir ein fantastisches Wochenende. Hab's fein und lass es dir gut gehen.



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