Goldmarie auf Wolke 7 - Gabriella Engelmann

Klappentext:


Marie schwebt auf Wolke 7, als sie einen Job im Laden Traumzeit ergattert. Traumhaft ist vor allem auch der Ire Dylan, den sie dort kennen lernt. Dann geschehen plötzlich viele magische Dinge, die Marie sich nicht erklären kann. Die mysteriöse Nives spinnt ihre Schicksalsfäden und im Leben von Marie und ihrer Stiefschwester Lykke ist bald nichts mehr, wie es einmal war.

Autorin: (Quelle: Arena)


Die gebürtige Münchnerin Gabriella Engelmann entdeckte in Hamburg ihre Freude am Schreiben. Nach Tätigkeiten als Buchhändlerin, Lektorin und Verlagsleiterin genießt sie die Freiheit des Daseins als Autorin von Romanen, Kinder- und Jugendbüchern. Märchen stand sie bisher skeptisch gegenüber – was sich mit "Weiß wie Schnee, rot wie Blut, grün vor Neid" schlagartig geändert hat.

Eigene Meinung:


Schon lange liebäugelte ich mit den Märchenromanen der überaus sympathischen Autorin Gabriella Engelmann. Ich liebe Märchen und finde es eine tolle Idee, diese in „moderne“ Romane einfließen zu lassen.

„Goldmarie auf Wolke 7“ ist nun mein erster Versuch Gabriellas Märchenversion zu testen und bleibt definitiv nicht mein letzter. Inhaltlich ist es nichts super Neues, aber die Verpackung ist einfach traumhaft schön. Frau Holle ist das Märchen, das Gabrielle auf ihre eigene, himmlische Art um- oder eigentlich neu-erzählt.

Die Figuren wirken vor allem durch die Schreibe so authentisch, wie Gabriella selbst auch wirkt, die dank Facebook in engem Kontakt zu Lesern und Fans steht. Die Goldmarie ist eine Liebesgeschichte für Jugendliche, die einfach Freude bereitet. Ich empfehle sie allerdings nicht so wie ich im Sommer, sondern in der Jahreszeit zu lesen, in der sie auch spielt. Ich glaube, dann wirkt sie einfach noch mehr.


FAZIT:


„Goldmarie auf Wolke 7“ ist eine himmlisch unterhaltsame Märchenadaption, die liebevoll geschrieben ist und mit sympathischen Charakteren, die ein wenig eigensinnig und vor allem sehr märchenhaft sind, zu begeistern weiß.

[Rezept] Herzhafte Quarkbällchen

Gestern habe ich auf der Fantasie und Träumerei Facebookseite ein Foto von einer kleinen Leckerei gepostet, die ich für meinen Freund gebacken habe. Da die Rufe nach dem Rezept so laut waren, werde ich es heute ausnahmsweise mal zwischen die Bücherberichte schieben ;)

ZUTATEN:
250 gr Quark oder Naturjoghurt 
1 Schuss Öl
300 gr Mehl
1 P. Backpulver
1 TL Salz
Füllung nach belieben. Alles ist möglich. Ich hab sie mit Paprika und Käse gefüllt, weil die Paprika eh weg mussten, habe meinem Bruder aber  versprochen sie mal mit Zwiebeln und Speck zu machen. Außerdem würde ich gerne mal eine Käse-Kräuter Variante ausprobieren. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt ;)

ZUBEREITUNG:
Alle Zutaten verrühren, Teig zu Tischtennisball großen Kugeln formen (bei mir waren sie zunächst etwas zu trocken und wollten nicht richtig kleben, also habe ich noch mal Öl nachgeschüttet) und bei 180° ca. 30 Minuten backen. Aus dem Ofen holen, abkühlen lassen, genießen :)

[Gemeinsam lesen] #23

    1.Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?
„Gleis 4“ von Franz Hohler, S.29

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

„Es gab an diesem Tag drei Beerdigungen auf dem Friedhof Nordheim.“

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

Ich lese „Gleis 4“ als Gastrezensentin für den Blog „Bibliophilin“. Es standen drei oder vier Bücher zur Auswahl. Ich habe mich aufgrund folgenden Abschnittes auf der ersten Seite für dieses beworben:
„ `Darf ich ihnen den Koffer tragen?´ Hätte sie geahnt, was dieser Satz für Folgen hatte, sie hätte abgelehnt, höflich, aber entschieden, sie wäre ihrer kleinen Stimme, die sie zu hören glaubte und die ihr zuraunte: `Nicht!´gefolgt, hätte rechtsum kehrtgemacht und schnellen Schrittes ihren Rollkoffer hinter sich hergezogen, bis ins Bahnhofscafé, um der unerwarteten Freundlichkeit eines fremden Mannes zu entgehen. Hinterher lässt sich so etwas gut denken, aber im Moment sprach nichts gegen die Annahme dieser Hilfe.“

4. Was weißt du über die/den Autor/in deines aktuellen Buches? Kennst du weitere Bücher von ihm/ihr? Kannst du sie empfehlen oder willst du sie noch lesen?

Also ich die Bewerbung zum Buch absandte, dachte ich, ich hätte es mit einem Debütautor zu tun. Franz Hohler … der Name ist mir bis dato noch nie untergekommen. Jetzt weiß ich: dem ist nicht so!! Franz Hohler ist ein bekannter, in 1943 geborener schweizer Autor, der schon mit vielen Preisen ausgezeichnet wurde. Unter anderem dem Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor. Das kann ich nachvollziehen. Irgendwie ist sein Roman „Gleis 4“ ernst und gleichzeitig wohnt ihm eine ganz eigene Form von Humor inne. Irgendwie eine Mischung aus Satire und schwarzem Humor, eigensinnig und verblüffend zugleich. Vor allem intelligent und spannend konzipiert. Mir gefällt`s. Ich werde mich definitiv auch an andere Werke von ihm wagen.

Das Buch der Schatten 07: Schwarze Seelen - Cate Tiernan

ACHTUNG!!
Dies ist der 7 Band der Serie „Das Buch der Schatten“. Die Rezi dazu kann also Spoiler zu vorangegangenen Bänden enthalten.

Klappentext:

Als Morgan von einer prophetischen Vision heimgesucht wird, brechen sie und Hunter nach New York auf. Dort scheint ein dunkler Hexenclan Böses zu planen und der Anführer ist niemand Geringeren als Ciaran – der Seelenverwandte und Mörder von Morgans leiblicher Mutter. Auf wen hat er es diesmal abgesehen? Ein Wolfsjunges war in Morgans Vision das Opfer – ein Symbol für ein Kind? Morgan und Hunter setzen alles daran, dieses Kind zu beschützen …

Autorin:
(Quelle: cbt)

Cate Tiernan wuchs in New Orleans auf und studierte Russische Literatur an der New York University. Sie arbeitete zunächst in einem renommierten Verlag in New York, bevor sie beschloss, selbst Schriftstellerin zu werden. Ihre Hexenserie "Das Buch der Schatten" ist ein riesiger Erfolg und wurde in mehrere Länder verkauft; ein Kinofilm ist in Arbeit. Heute lebt Cate Tiernan mit ihrem Mann, zwei Töchtern und zwei Stiefsöhnen, einem Pudel und vielen Katzen in North Carolina.

Eigene Meinung:

Wieder einmal war es mir eine Freude zu Morgan, ihren Freunden und dem Hexenkult zurück zu kehren, denn Cate Tiernan gelingt es immer wieder mich mit neuen Wendungen und interessanten Handlungen zum Thema Wicca zu unterhalten.

Was schreibt man jedoch in einer Rezi zu dem nun mehr siebten Band einer Reihe? Ist nicht bereits alles gesagt? Natürlich nicht, denn Cate Tiernan wäre keine gute Schriftstellerin, wenn es ihr nicht gelingen würde immer mal wieder was Neues einzubauen.

Was hat sich als verändert? In erster Linie ist es Morgan, die mir reifer denn je erscheint. Sie lernt nun mit ihren Kräften umzugehen, aber auch diese gezielt einzusetzen. Damit steht sie vor einer Verantwortung, der sicher nicht jede Magierin, die gerade erst weiß, dass sie üerhaupt besondere Fähigkeiten hat, gewachsen ist. Neben den Schwierigkeiten, denen eine Junex ausgesetzt ist, steht sie aber auch noch vor denen, die jede Jugendliche so mit sich rum trägt. Zum Einen ist das die schwierige Suche nach der eigenen Identität, zum Anderen ist es die nach der großen Liebe. Ob Hunter nch der großen Enttäuschung mit Cal nun der Richtige für sie ist?

Die Schreibe der Autorin ist nach wie vor leicht und flüssig zu lesen. Da gibt es keinerlei Veränderungen und das ist auch gut so. Ich mag es auf so einfache und doch spannende und sympathische Weise unterhalten zu werden.

Fazit:


Ich fasse mich kurz, da die Gefahr etwas unpassendes zum Inhalt des wieder sehr gelungenen siebten Bands zu verraten doch recht groß ist. Ich kann nur sagen: Wer den ersten Teil der Reihe mochte, sollte diese unbedingt weiter lesen. Wer mal von etwas anderem als Vampiren, Werwölfen oder Feen unterhalten werden möchte, der sollte dringend mit der „Das Buch der Schatten“ - Reihe beginnen.

Buchinfo:

cbt (Juni 2013)
256 Seiten
7,99 €
Originaltitel: Sweep 07-The Calling 

Reiheninfo:

07) Schwarze Seelen
08) Verwandte Geister (erscheint Nov. 2013)

[Wochenrückblick] Unverhofft kommt oft ...

Bücherträume:


In dieser Woche sind einige neue Bücher (darunter eins auf das ich mich schon seit Jahresbeginn freue) bei mir eingezogen und ich habe endlich mal wieder so richtig fleißig gelesen :)
Neu eingezogen sind: "Angelfall" von Susanne Ee, auf das ich schon sehr gespannt bin, da es von einigen befreundeten Bloggerinnen derzeit heiß empfohlen wird. Wenn ihr mehr darüber wissen möchtet, dann schaut bei Damaris und Asaviel vorbei, denn dort gab es gerade in der letzten Woche eine tolle Blogtour dazu. "Die Geschichte von Zoe und Will" von Kristin Halbrook ist ein Jugend-Roadmovie. Solche Bücher mag ich ja einfach. "Orangenmond" ist nun schon der zweite Roman von Stefanie Gerstenberg, der in mein Regal findet und ich erhoffe mir genau so nette und leichte Unterhaltung wie vom Vorgänger "Oleanderregen". Mein ganz besonderes Highlight ist "Die wundersame Geschichte der Faye Archer" von Christoph Marzi, einem meiner allerliebsten Lieblingsschriftsteller, der mich immer wieder mit seinen wundervollen und tiefgründigen Worten begeistern kann. Ich freue mich schon sehr darauf dieses Buch bald zu lesen. Zu guter Letzt haben mich noch zwei Bücher aus dem Fischer Kinderbuchprogramm erreicht. "Munkel Trogg 02", das neue Abenteuer des kleinsten Riesen der Welt, der mich schon in seinem ersten Buch zum lachen bringen konnte, und "Joshua Schreck", ein Superhelden Roman, der eigentlich aus dem Programm  für Jungs stammt, der aber nach einem spannenden Abenteuer klingt, das sicher auch Mädchen *hüstel* wie mir gefallen wird ;)
Gelesen habe ich in dieser Woche "Das Vermächtnis der Montignacs", ein Roman mit dem mich John Boyne mal wieder sehr gut unterhalten hat und "Vergiss den Sommer nicht", dem neuen Jugendroman von Morgan Matson, der einfach wunderbar, traurig und schön ist. Außerdem habe ich den siebten Band der "Das Buch der Schatten" - Reihe "Schwarze Seelen" fast durch und den Roman "Gleis 4" von Franz Hohler begonnen, der bisher einen vielversprechenden Eindruck macht. Scheint sich eine sehr interessante Geschichte zu entwickeln ...
   

Musikträume:


Mein erster Musikpost auf dem neuen Blog. Ich hoffe, er gelingt mir ;)
Auf die Ohren gibt es an diesem Wochenende "Volbeat". Hab gerade das neue Album bekommen und höre es mal wieder rauf und runter ;)   



Lebensträume:


Ja, ich hab es ja gestern schon kurz berichtet: wir haben Nachwuchs!! Ganz unverhofft ist gestern ein kleines Fohlen bei uns geboren. Das war überhaupt nicht geplant. Jetzt fragt ihr euch sicher, wie das passieren konnte und wie es passieren konnte, dass wir nichts bemerkt haben. Vorne angefangen: der Übeltäter ist Chocolate Cracker, unser 3-jähriger Junghengst, der sich irgendwann unbemerkt zur Stute geschlichen haben muss. Vor zwei Wochen sag ich dann zu meiner Mutter"Guck mal, es sieht aus, als würde Ginas Euter dicker!" Antwortet sie: "Ja bestimmt, weil sie in diesem Sommer schon wieder so dick ist wie jedes Jahr" ... 
Zuerst war es ein ganz schöner Schock, aber nun freuen wir uns wie Bolle. Wichtig ist, die Kleine und ihre Mama sind gesund und munter. Gina ist zum Glück eine erfahrene Zuchtstute und so hat sie es ganz ohne unsere Hilfe geschafft die kleine Maus auf die Welt zu bringen. Heute sollten die beiden eigentlich wieder auf die Wiese, aber es regnet ununterbrochen. Heute morgen wurde ich schon gefragt, ob sie denn noch nicht wasserdicht sei, musste ich leider antworten: "Noch nicht so richtig." Das Fell ist noch sehr weich und dünn und eine Erkältung wollen wir keinesfalls riskieren. Ich hoffe, dass das Wetter morgen wieder besser wird, denn für Fohlen ist es sehr wichtig in den ersten Tagen ausreichend Möglichkeiten haben zu rennen. Die Knochen müssen sich festigen und auch Koordination und Balance erlernt werden.



Euch allen einen wunderschönen Sonntag :)

[Geplauder] wegen Nachwuchs geschlossen ...

Eigentlich sollte hier heute der "Gemeinsam lesen" Post kommen, aber dann ist heute morgen unverhofft Nachwuchs geboren. Dieses Wochenende bin ich also so zu sagen in Kinderurlaub ;)
 
Aber ich will euch die kleine Chocolates Clementine ("Clementine") nicht vorenthalten :)
 
 



 

Vergiss den Sommer nicht - Morgan Matson

Klappentext:

Immer wenn es brenzlig wird, hat Taylor genau eine Lösung: Sie rennt weg. Doch jetzt ist es die Zeit, die ihr davonläuft. Ihr Vater hat nur noch wenige Wochen zu leben und einen Wunsch: Diesen letzten gemeinsamen Sommer soll die Familie in Lake Phoenix verbringen - so wie früher. Taylor liebt den funkelnden See mit seinen duftenden Wäldern, den Abenden am Strand ... doch vor 5 Jahren, hat sie dort nicht nur ihre beste Freundin, sondern auch ihre erste Liebe enttäuscht. Nun versucht Taylor, all das wiedergutzumachen - und diesen Sommer festzuhalten, die letzten Tage mit ihrem Dad, die unwiederbringlich schwinden ...


Autorin:
(Quelle: cbj)

Morgan Matson studierte Schreiben für junge Leser an der New School. Road-Trips quer durchs Land sind ihre große Leidenschaft und sie hat schon drei Mal die USA durchreist ... bis jetzt. Zurzeit lebt sie in Los Angeles.

Eigene Meinung:

Gerührt, bewegt und mit Tränen in den Augen beende ich ein Buch, das es danke seiner Leichtigkeit und vielen Emotionen geschafft hat, mich mitten ins Herz zu treffen. „Vergiss den Sommer nicht“ ist bereits der zweite Roman der Autorin Morgan Matson, den ich regelrecht verschlungen habe, weil er mich mit einer tiefgründigen und berührenden Geschichte in seinen Bann ziehen konnte.

An Charles Dickens angelehnt benennt die Autorin einen Abschnitt des Buches „Die beste und die schlimmste Zeit“. Eine Eigenschaft, die sich durch den ganzen Roman zieht und ihn damit so authentisch und lesenswert macht. Denn so ist es nun mal, das Leben. Es gibt immer wieder Zeiten in denen die Sonne scheint und jeder Moment strahlend und glücklich ist, aber ebenso ist das Leben geprägt von Tagen, an denen nichts so läuft wie geplant und an denen das Schicksal uns scheinbar eins auswischen will. Wir müssen Ängste überstehen, gewinnen und verlieren Menschen. Wir leben.

So ergeht es auch Taylor, der etwas introvertierten Protagonistin, der mittlersten von drei Geschwistern. Schmerzlich erlebt sie am eigenen Körper wie es ist dem Vater dabei zusehen zu müssen, wie er nach und nach aus dem Leben verschwindet. Er hat Krebs und wünscht sich seinen letzten Sommer am Lake Phoenix zu verbringen. In dem Ferienhaus, mit dem sie so viele Erinnerungen teilen. Denn dort ist die Familie immer gewesen, als Taylor und ihre Geschwister Warren und Gelsey noch klein waren. Dort hatte Taylor alles, was den Sommer perfekt macht: Spaß, eine allerbeste Freundin und die erste zarte Liebe. Doch dann ist etwas geschehen, was ihr Angst gemacht hat und sie hat etwas getan, was sie nach wie vor tut, wenn es brenzlig wird … sie ist weggelaufen.

Morgan Matson hat ihren Roman „Vergiss den Sommer nicht“ gekonnt aufgebaut. Erst nach und nach erfahren wir, was in dem Sommer, als Taylor zwölf war, wirklich passiert ist. Und ich kann euch sagen, es brennt einem unter den Nägeln endlich raus zu bekommen, was das sein könnte. Die Autoprin schreibt so authentisch, dass man als Leser das Gefühl hat Taylors Entwicklung hautnah zu erleben. Gekonnt streifen wir durch Momente voller Unsicherheit, Glück und Angst. Momente, die berührend sind und den Leser ergreifen. Doch nicht nur die Handlung wächst einem ans Herz. Auch die Charaktere, die so vielschichtig und lebendig gezeichnet sind, wie es für einen Jugendroman eher ungewöhnlich ist. Seit ich „Amy on the Summerroad“ gelesen habe, bin ich ein Fan der Autorin, aber mit „Vergiss den Sommer nicht“ hat sie sich noch tiefer in mein Herz geschrieben.

Fazit:

„Vergiss den Sommer nicht“ ist einfach der perfekte Sommerroman. Voller Tiefgang und Wärme erzählt Autorin Morgan Matson die Geschichte von Taylor, die sich nach und nach von ihrem kranken Vater verabschieden muss und dabei nicht nur ihn, sondern auch sich selbst besser kennen lernt. Sie lernt das Leben aus einem neuen Blickwinkel zu betrachten, ihren Ängsten entgegen zu treten und wahre Freundschaften zu führen. Und trotz des traurigen Anlasses erlebt sie den schönsten Sommer ihres Lebens ….

Ein Lesehighlight mit Gänsehaut Faktor. Wunderschön und traurig zugleich. Empfehlung!!

Buchinfo:

cbj (Mai 2013)
480 Seiten
7,99 €

Das Vermächtnis der Montignacs - John Boyne

Klappentext:

London, 1936. Owen Montignac, der attraktive, charismatische Spross aus gutem Haus, erwartet bang die Testamentsverlesung seines unlängst verstorbenen Onkels. Doch Owen wird nicht berücksichtigt. Die Alleinerbin ist seine schöne Cousine Stella,
zu der er eine etwas fragwürdige Zuneigung empfindet. Zudem plagen ihn hohe Spielschulden – und so ersinnt Owen einen teuflischen Plan …



Autor:
(Quelle: Piper)

John Boyne, geboren 1971 in Dublin, wo er auch heute lebt, studierte Englische Literatur und Kreatives Schreiben. Seine Bücher wurden in mehr als 40 Sprachen übersetzt und mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Der internationale Durchbruch gelang ihm mit seinem Roman »Der Junge im gestreiften Pyjama«, der in vielen Ländern auf den Bestsellerlisten stand, für das Kino verfilmt und von der Kritik als »ein kleines Wunder« (The Guardian) gefeiert wurde.

Eigene Meinung:

John Boyne ist für mich einer der facettenreichsten Autoren, der sich ebenso zielsicher in den verschiedenen Epochen der deutschen Geschichte bewegt, wie in den verschiedenen Genres der Schriftstellerei.

Auch mit „Das geheime Vermächtnis der Montignacs“ ist ihm wieder ein Roman gelungen, der den Leser tief in die Geschichte hinein ziehen kann. Zunächst hat man das Gefühl einem Erzähler aus der moderne zu begegnen, doch schon recht zügig ist man gepackt vom Flair der 30er Jahre. Man hat das Gefühl mitten in einem schwarz-weiß Gangsterfilm zu landen und als einer der Figuren am Geschehen teilzunehmen.

Boyne hat in diesem Roman eine Gesellschaft gezeichnet, die vom politischen Einfluss und Machtspielchen abhängig ist und danach agiert, was Ansehen und Reichtum einbringt. Nur wenige von Ihnen handeln danach was Recht und Unrecht ist oder den einzelnen Personen wirklich gut tut. Immer geht es darum, was die anderen wohl von einem denken. Dabei werden solch dicke Mauern aufgebaut, dass es ein leichtes ist dahinter dunkle Geheimnisse zu verstecken. Und davon gibt es in dieser Geschichte mehr als ausreichend …

Obwohl man an manchen Stellen das Bedürfnis hat, die ein oder andere Handlung oder Beschreibung zu reduzieren, ist der Roman keineswegs langweilig. Dank seiner Erzählkunst, seiner Art zu schreiben, gelingt es Boyne immer wieder ausdrucksstarke Charaktere zu entwickeln und mit diesen die Geschichte mit Leben zu füllen.

Fazit:


Boyne gehört für mich zu den ganz großen Erzählern. Er ist facettenreich, tiefgründig und einfallsreich. Mit jedem neuen Roman hält er eine Überraschung bereit, der Leser weiß nie, was ihn darin erwartet und dennoch verfügt er über einen unverwechselbaren Stil. Eine Leseempfehlung für alle, die gerne John Boynes Erzählungen lauschen und all jene, die verwinkelte Geschichten voller Geheimnisse mögen.

Buchinfo:

Piper (Februar 2013)
512 Seiten
12,99 €

[Geplauder] Willkommen im neuen Heim

So, nun ist es doch passiert. Ich habe es gewagt und bin umgezogen. Und ich muss sagen: ich habe mich vom ersten Moment an wohl gefühlt. Es hat zwar ein bisschen gedauert bis ich die passenden Räumlichkeiten gefunden habe und hier und da stimmt die Inneneinrichtung noch nicht ganz, aber ich muss sagen, die örtlichen Begebenheiten sind doch sehr ansprechend.
Und die Leistungen, die ich hier geboten bekomme...ein Traum!! Wie mühselig war bisher doch das erstellen einzelner Posts, einfügen von Bildern und das alles ohne Extras und Sonderwünsche. Und jetzt...easy going!

Naja allzu easy auch nicht. Wie ihr seht haben die unterschiedlichen Posts teilweise noch unterschiedliche Outfits. Das wird evtl. auch noch ein bisschen so bleiben, denn ich muss jetzt erst mal für mich heraus finden, welches Post-Layout mir am besten gefällt. Ebenso die Sidebars, Navigation etc. Soll ja alles besser, schöner und einfacher werden. Leider gibt es jedoch auch ein Leben außerhalb der Bücher und des bloggens und daher werden auch die alten Rezensionen so nach und nach erst hier her rüber transportiert. Sie sind ja auch immer noch auf der alten Seite, also >hier< nachlesbar. Die neusten habe ich euch allerdings schon rüber geholt. Alles andere wird wie gesagt noch ein bisschen dauern. Ich muss hier und da noch rum probieren. Gut Ding will eben Weile haben. Da ich nun jedoch so heiß aufs bloggen bin, seid ihr herzlich dazu eingeladen schon bei mir vorbei zu schauen. Endlich heißt es wieder "Gemeinsam lesen"und "Wochenrückblick" und auch die Rezensionen sollen mal wieder aufgestockt werden. Das Leben geht wieder geordnete Bahnen, es kann also wieder gelesen werden.

Ich geh jetzt noch ein bisschen basteln. Vor allem den Blogroll möchte ich fertig bekommen, damit auch alle meine Lieblingsblogs um mich herum sind.

Aber noch eine Frage: Wie gefällt euch das neue Fantasie und Traeumerei?
(Ich hoffe, ich hab die Kommentar Funktion schon frei geschaltet...^^)

Silber: Das erste Buch der Träume - Kerstin Gier

KLAPPENTEXT:

Geheimnisvolle Türen mit Eidechsenknäufen, sprechende Steinfiguren und ein wildgewordenes Kindermädchen mit einem Beil … Liv Silbers Träume sind in der letzten Zeit ziemlich unheimlich. Besonders einer von ihnen beschäftigt sie sehr. In diesem Traum war sie auf einem Friedhof, bei Nacht, und hat vier Jungs bei einem düsteren magischen Ritual beobachtet.
Zumindest die Jungs stellen aber eine ganz reale Verbindung zu Livs Leben dar, denn Grayson und seine drei besten Freunde gibt es wirklich. Seit kurzem geht Liv auf dieselbe Schule wie die vier. Eigentlich sind sie ganz nett. 
Wirklich unheimlich – noch viel unheimlicher als jeder Friedhof bei Nacht – ist jedoch, dass die Jungs Dinge über sie wissen, die sie tagsüber nie preisgegeben hat – wohl aber im Traum. Kann das wirklich sein? Wie sie das hinbekommen, ist ihr absolut rätselhaft, aber einem guten Rätsel konnte Liv noch nie widerstehen … 

AUTORIN:
(Quelle: Fischerverlage)

Kerstin Gier, Jahrgang 1966, hat als mehr oder weniger arbeitslose Diplompädagogin 1995 ihr erstes Buch veröffentlicht. Mit riesigem Erfolg: Ihre Romane wie die »Müttermafia« oder »Auf der anderen Seite ist das Gras viel grüner« sind längst Kult und auf allen Bestenlisten zu finden, genauso wie »Rubinrot«, »Saphirblau« und »Smaragdgrün«, die auch international zu Bestsellern wurden. Im März 2013 kam mit »Rubinrot« bereits die zweite Verfilmung eines ihrer Bücher mit Starbesetzung in die Kinos. »Silber - Das erste Buch der Träume« ist der Auftakt zu ihrer neuen phantastischen Trilogie. Die Autorin lebt mit ihrer Familie und zwei Katzen in der Nähe von Köln. 

EIGENE MEINUNG:

Es ist immer wieder eine große Freude in eins der wunderbaren Bücher der sehr sympathischen Autorin Kerstin Gier einzutauchen. Seit erscheinen des Verlagsprogramms habe ich mich drauf gefreut „Silber: Das erste Buch der Träume“ lesen zu können. Nun war es endlich soweit und ich kann nur voller Wärme sagen: Es war wie nach Hause kommen. Kerstin Giers Schreibstil ist unverkennbar und definitiv immer wieder als Lesevergnügen deklarierbar.

Ein Grund dafür sind die wundervollen Charaktere, die Kerstin Gier auch hier wieder mit gewohnter Lässigkeit aus dem Ärmel geschüttelt hat. Liv ist ein wortgewandtes, pfiffiges junges Mädchen, das nicht mit der breiten Masse schwimmt und trotz oder gerade wegen der Tatsache, dass sie nicht glatt und perfekt ist, eine Protagonistin, die soviel mehr auslöst als Sympathien. Ich denke, ich bin nicht die Einzige, die sich vorstellen könnte mit Liv befreundet zu sein. Und das nicht nur, weil sie nun bei den wohlhabenden Spencers einzieht und die wohlerzogene Florence und der sportliche Grayson so zu sagen ihre neuen Halbgeschwister sind. Ganz besonders ins Herz geschlossen habe ich Livs kleine Schwester Mia, die leidenschaftliche Detektivin, und Lottie, das deutsche Au Pair Mädchen und gute Seele des Hauses.

Ein weiterer Grund, warum Kerstin Giers Bücher uneingeschränkt zu empfehlen sind, ist ihr wundervoller Humor. Wie auch schon in ihren vorherigen Romanen habe ich mich köstlich amüsiert. Oftmals folgt ein Lacher dem nächsten, wobei es ihr immer gelingt diese auf einem guten Niveau zu halten und nicht abgedroschen zu klingen. Es ist vor allem auch die Kombi aus Abenteuer und Witz, die dafür verantwortlich sind, dass man, sobald man eins ihrer Bücher beginnt, einer Art Rausch verfällt, dem man nur schwer entkommen kann. Ich hab in letzter Zeit schon lange kein Buch mehr in solch einer Geschwindigkeit gelesen und hätte gerne auch schon den zweiten und dritten Band in Händen, aber da muss ich mich leider etwas gedulden,

Die Idee, die Protagonisten durchs Traumland wandern zu lassen finde ich sehr gut. Kerstin Gier hat damit ein Thema aufgegriffen, das eine besondere Faszination ausübt. Wer würde nicht gern mal durch seine eigene Traumtür treten oder das Traumland eines anderen besuchen? Verflochten werden diese abenteuerlichen Ideen in das aufregende Leben einer Jugendlichen, die nicht nur viel umherreist, sondern immer wieder die Freunde wechseln muss. Nun ist sie mit ihrer Familie in London angekommen und muss sich nicht nur mit der Wahl eines geeigneten Ballkleides herumschlagen, sondern auch mit einer geheimnisvollen Beobachterin, die auf einem Blog namens Tittle Tattle Gerüchte und Nachrichten über die Schüler der Frognal Academy verbreitet. Ob sie jedoch in Gesellschaft der vier Basketballer Henry, Jasper, Artur und Grayson, mit ihrem seltsamen Verhalten und Vorliebe zu lateinischen Sprüchen besser aufgehoben ist kann vermutlich nur ein Ausflug ins Land der Träume beantworten …

Trotz des vielen Lobs und der Tatsache, dass ich das Buch verschlungen und dabei jede Menge Spaß hatte, gibt es für mich einen kleinen Kritikpunkt. Das ist der Verlauf des Spannungsbogens. Dieser macht manchmal den Eindruck in die Höhe schießen zu wollen, flacht dann jedoch schon vorher ab, um dann wieder seinen Aufenthalt auf Parterre zu genießen. Sprich: Es fehlt mir ein bisschen die Spannung und wenn dann etwas unheimliches passiert, dann wird diese Situation für mein Empfinden einfach zu schnell wieder aufgelöst. Das Augenmerk liegt für mich mehr auf Charakteren und dem humorvollen Part, was der Freude am Lesen jedoch keinerlei Abbruch tut.

FAZIT:

Lange Rede, kurzer Sinn: „Silber: Das erste Buch der Träume“ ist 
  • ein typischer Kerstin Gier Roman,
  • ein gelungenes Flechtwerk aus Geheimnissen, Romantik und Fantasie,
  • ist so humorvoll wie seine Autorin und damit mehr als sympathisch und authentisch
  • ein Buch das unheimlich viel Spaß macht
  • und damit eine Leseempfehlung für Buchliebhaber jeden Alters.

Ein Teelöffel Land und Meer - Dina Nayeri

KLAPPENTEXT:

Saba ist elf Jahre alt, als zwei einschneidende Ereignisse ihr Leben verändern. Die Islamische Revolution zwingt Sabas wohlhabende christliche Familie dazu, Teheran zu verlassen und sich - fern von den prüfenden Blicken der Mullahs - auf ihre Ländereien in der Gilan-Provinz zurückzuziehen. Kurz darauf verschwinden ihre Mutter und ihre Zwillingsschwester Mahtab spurlos. Ihr Vater und die Nachbarn im Dorf behaupten, Mahtab sei bei einem nächtlichen Bad im Kaspischen Meer ertrunken und die Mutter sei bei dem Versuch, den Iran zu verlassen, festgenommen worden. Doch Saba glaubt an eine ganz andere Geschichte: Immer wieder erzählt sie ihrer besten Freundin Ponneh und dem Jungen Reza, den sie liebt, Episoden aus dem filmreifen Leben, das die beiden Vermissten inzwischen in den USA führen. 

Als Saba erwachsen wird, muss sie sich jedoch immer drängenderen Fragen stellen: Was ist Wahrheit und was ist Lüge? Darf Liebe ein Grund sein, sich selbst zu verleugnen? Und wann ist es an der Zeit, eigene Entscheidungen zu treffen und sein Schicksal in die Hand zu nehmen? Ein kraftvolles, berührendes Debüt über Freundschaft, Treue und die Macht des Geschichtenerzählens.  

AUTORIN:
(Quelle: mare)

Dina Nayeri wurde während der Islamischen Revolution im Iran geboren und emigrierte als Zehnjährige nach Oklahoma. In Harvard absolvierte sie ihren MBA und Master of Education, in Princeton ihren BA. Ihr Debütroman Ein Teelöffel Land und Meer wurde bereits in dreizehn Sprachen übersetzt und als "Barnes and Noble Discover Great New Writers book" ausgewählt.
Inzwischen arbeitet sie an ihrem zweiten Roman (der sich ebenfalls um eine Familie im Iran dreht). 

EIGENE MEINUNG:
„Ein Teelöffel Land und Meer“ ist aktuell eines der hochgelobtesten Bücher im Bereich Belletristik.  „All-you-can-read-Erzählung“, „ambitioniertes und vielschichtiges Debüt“ und „eine Hommage an die arabische Erzählfreude“ sind nur einige wenige der begeisterten Bezeichnungen für einen Roman, der nicht nur verschiedene Emotionen aufwühlt, sondern auch sehr vielfältig auf den Leser wirkt und damit bei jedem Leser mit einem anderen Schwerpunkt im Gedächtnis bleiben wird.

Sabas Geschichte ist kongruent mit dem Erzählstil der Autorin. Schrittchenweise wird aufgebaut, was den Leser am Ende so berührt und schockiert. Beginnend mit der Naivität der Unwissenheit, mit der Saba ihren Traum vom locker leichten und modernen Leben festhält, bis hin zur Aufklärung, die sich ein bisschen wie aufwachen gestaltet. Plötzlich ist Saba in der Lage, die Dinge zu sehen, wie sie wirklich sind. Mit all der nüchternen Brutalität der Wirklichkeit.

„Aber in der Verschwiegenheit unserer Herzen dürfen wir lieben wen wir wollen.“

Saba und ihre Freunde sind Jugendliche, wie es sie überall auf der Welt gibt. Sie haben ihre eigenen Vorstellungen vom Leben, haben Ziele oder auch einfach nur absurde Träume. Und dennoch gibt es im Iran in der Zeit nach der Revolution ganz klare Unterschiede zu anderen Ländern. Denn in dem was Saba, Reza und Ponneh tun, sind sie oftmals eingeschränkt. Vor allem die Mädchen werden verfolgt von Ungerechtigkeit und der Pflicht dem nachzukommen, was sich allgemein für schicklich hält. Sanktioniert werden sie von denen, die es sich leisten können. Die durch Geld oder höhere Positionen die Macht zu ihren Gunsten nutzen können und oft willkürlich oder in dem für ihr Verständnis richtigen Sinn handeln.

„Ich rief ihm in Erinnerung, dass im Iran nur sehr wenig als Vergewaltigung gilt. Zu wenig.“

FAZIT:

„Ein Teelöffel Land und Meer“ ist eins dieser Bücher, die noch lange nachhallen. Es ist ein hochwertuges Konstrukt aus dem Glanz, dem Zauber eines sicherlich wunderschönen Landes, in dem Familie zusammenhält und Geschichten noch einen hohen Wert haben, aber auch aus der Düsternis der Ungerechtigkeit von politischen Machtspielchen und einer Religion deren Leitgedanken nicht immer mit dem wahren Leben vereinbar sind. Ein Roman, der nicht nur Wärme und Freude ausstrahlt, sondern auch aufklärt und schockiert. Ich kann den begeisterten Pressestimmen nur Recht geben und sagen: Dieser Roman ist für mich eins der Must-Reads des Jahres.

SABAS SOUNDTRACK:


1. Tracy Chapman - Fast Car
2. Otis Redding - [Sittin' On] The Dock Of The Bay
3. Bill Withers - Grandma's Hands
4. Death Cab For Cutie - Talking Bird
5. Simon & Garfunkel - Homeward Bound
6. Yves Montand - Le Temps Des Cerises
7. Townes Van Zandt - If I Needed You
8. Kourosh Yaghmaee - Gole Yakh
9. Googoosh - Nafas
10. Viguen - Mara Beboos
11. Aref - Soltane Ghalbha
12. Enrico Macias - Le Mendiant De L'Amour 

Das geheime Lied - Andres Pascual

KLAPPENTEXT:

Paris, 2010. Der Violinist Michael Steiner verlässt die Bühne, ohne eine Note gespielt zu haben. Nur Fabien Rocher, dem Operndirektor, vertraut er sich an: Auf ihrem Sterbebett versprach er seiner Frau, die Melodie, die er für sie allein komponiert hatte, noch einmal zu spielen, aber es ist ihm nie wieder gelungen. Daraufhin gibt ihm Rocher ein Manuskript, das Ludwig XIV. verfasst haben soll. Es erzählt von einem mysteriösen »Komponisten der Stürme«, der einst nach dem allmächtigen Lied der Seele suchte, das sich nur wahren Liebenden offenbart. Doch dafür muss man einen hohen Preis zahlen … 

AUTOR:
(Quelle: blanvalet)

Andrés Pascual, geboren 1969 in Logroño, ist Anwalt. In seinen Bestseller Das geheime Liedlässt er zwei seiner Leidenschaften mit einfließen, die Musik und Reisen in exotische Länder. Mit diesem Roman gelangte er 2009 in die Endauswahl des hochdotierten Premio de Novela Ciudad de Torrevieja. 

EIGENE MEINUNG:

Nichts hat so viel Macht wie sie, die Musik. Mit ihrer Hilfe kann man nicht nur die eigenen Gefühle und Emotionen steuern und beeinflussen, sondern auch die anderer Menschen. Sie zaubert Freude auf unsre Gesichter, löscht Trauer in unseren Herzen und erinnert uns mit wenigen Tönen an eindrucksvolle Momente. Das Einzige, dass diese Macht noch zu überbieten vermag ist die Liebe. 

„Was sind wir denn, wie ich nun endlich begriffen habe, ohne die Liebe?“

Auch Violinist Michael Steiner muss diese Erfahrung machen. Auf schmerzliche Art und Weise, denn er hat seine Frau verloren. Gemeinsam mit ihr und den Gefühlen, die tief in ihnen und so klar zwischen ihnen liegen, hat er eine Melodie komponiert, die shier göttlich klingt. Eine Melodie wie man sie nur einmal im Leben hört, eine Melodie, die Opfer fordert …

So ist es schon immer gewesen. Also auch 400 Jahre zuvor, als Matthieu, ein junger Geiger und Komponist, zur Zeit des Sonnenkönigs Ludwig XIV.einen schrecklichen Mord mit ansieht und fortan von einer bösen Macht verfolgt wird. Sie trachtet nicht nur nach seinem Leben, sondern nimmt ihm auch die Kraft zu komponieren.

„Er war nirgendwo mehr zu spüren. Nicht einmal in der Stille, die doch eigentlich Platz für alles bot.“

Andrés Pascual ist etwas besonderes gelungen. Ein Roman, der klangvoll und gleichzeitig spannend ist und mit einer Geschichte begeistert, wie ich sie bisher noch nicht erlebt habe. Gedankengänge, die neu sind, aber auf alten Faszinationen aufbauen. Es sei so viel verraten: er spielt mit der Idee der Musik als Stein der Weisen …

Pascual  schreibt anders, als ich es erwartet hätte, unterscheidet sich sehr vom poetischen, aber auch ausufernden Stil anderer spanischer Autoren, hat aber dennoch eine ganz eigene und sehr ausdrucksstarke Art zu erzählen. Sein Roman gleicht einer Oper, einem hervorragenden klassischen Stück, das sanft, sehnsuchtsvoll und weich beginnt und dann zu einer eigenen Härte und eigendynamischen Dramatik ansteigt, um uns am Ende mit einer eindringlichen Sehnsucht zu hinterlassen. Und während des Lesens habe ich die Melodie dieser Oper stets im Ohr, so authentisch wirkt die Erzählung. Ein kleiner Kritikpunkt ist jedoch , dass der Roman auch über die Länge einer Oper verfügt und es Teile darin gibt, die meiner Meinung nach etwas ausschweifend sind. Dennoch verliert er niemals an Spannung, so dass ich das Buch innerhalb von zwei Tagen durchgelesen habe.

Im Roman lernen wir viel über Missgunst, Neid und Gier, aber vor allem geht es darin um die Liebe. Ohne Kitsch erleben wir die Leidenschaft der Musik, deren Ursprung aus der Liebe stammt und darauf aufbaut.

„ `Gibt es etwa eine tiefere Liebe als die eure? War diese Liebe denn nicht deine schönste Komposition? (…) ´ “

FAZIT:

„Das geheime Lied“ ist eine sehr klangvolle und eindringliche Geschichte voller Spannung, Leidenschaft, Musik, Gier und Liebe. Sie löst genau das aus, was Musik vermag: dass Fantasie und Wirklichkeit verwischen. Dass man nicht mehr zu unterscheiden vermag, was Realität ist und was nur in unseren Vorstellungen geschieht. Eine Leseempfehlung nicht nur für Musikliebhaber, sondern für all jene, die sich gern von besonderen Geschichten mitreißen lassen.

Das Geheimnis der Monduhr - Amanda Brooke


KLAPPENTEXT:

Das Geschenk der Monduhr ist ein Blick in die Zukunft – doch was, wenn du siehst, dass du dich zwischen deinem Leben und dem deines Kindes entscheiden musst?
Die Bildhauerin Holly und ihr Mann Tom sind von London in das malerische Städtchen Fincross gezogen und machen sich mit Feuereifer daran, sich in ihrem neuen Heim, dem Torhaus eines ehemals herrschaftlichen Landsitzes, einzurichten. Doch als sie in dem verwilderten Garten eine seltsame Vorrichtung finden, ändert sich für Holly alles. Die Monduhr ermöglicht ihr einen Blick in die Zukunft – und was sie sieht, stellt Holly vor eine furchtbare Entscheidung: Sie wird schwanger werden und eine kleine Tochter zur Welt bringen, das Kind, das Tom sich immer gewünscht hat. Doch der Preis ist hoch, denn das Gesetz der Monduhr fordert ein Leben für ein Leben …

AUTORIN:
(Quelle: Goldmann)

Amanda Brooke lebt mit ihrer Tochter in Liverpool, England. Der Ursprung ihrer Schriftstellerkarriere liegt in einer persönlichen Tragödie: Als bei ihrem kleinen Sohn Krebs diagnostiziert wurde, und er schließlich mit nur drei Jahren starb, stand für Amanda Brooke fest, dass diese schmerzliche Erfahrung eine Quelle der Inspiration, nicht der Verzweiflung, sein sollte. So erzählt sie in ihren Romanen berührende, aufrichtige Geschichten von der Liebe, dem Leben und der Kraft der Hoffnung, die stärker ist als der Tod. 

EIGENE MEINUNG:

Wie kann es sein, dass man ein Buch zuschlägt und Tränen vergießt, die gleichermaßen Glückstränen wie Tränen der Traurigkeit sind? Dieses Phänomen ist Amanda Brooks mit ihrem Roman „Das Geheimnis der Monduhr“ gelungen. Einem Roman, der vermutlich immer ihr persönlichster bleiben wird.

Amanda Brooks Debütroman beginnt mit einem einschneidenden Prolog. Wir erleben eine junge Frau, die sich darauf vorbereitet ihr Kind zur Welt zu bringen und gleichzeitig Abschied nehmen zu müssen von eben dieser und allem, was sie liebt und zu wünschen gewagt hat. Schuld daran ist eine Verkettung des Schicksals, das sie in ein kleines Städtchen namens Fincross und auf einen ehemaligen Landsitz geführt hat. Dort gibt es einen verträumten, aber verwilderten Garten mit einer geheimnisvollen Skulptur. Was zunächst wie eine Sonnenuhr wirkt, entpuppt sich als magische Monduhr. Die Wege des Schicksals sind unergründlich und folgen ihrem ganz eigenen Lauf. So kommt es, dass Holly einen Blick in die Zukunft werfen kann und dort etwas entdeckt, das nicht nur ihr Leben umkrempelt, sondern dieses einfordert …

„Das Geheimnis der Monduhr“ ist ein auf und ab der Emotionen. Es gibt viele wunderbare Abschnitte, aber es ist auch von einer ganz eigenen Trauer durchzogen. Der Trauer des Verlusts eines geliebten Menschens, den Autorin Amanda Brookes selbst erlebt hat. Vermutlich ist das der Grund, warum es ihr so gut gelingt diese Gefühle in die Geschichte hinein zu legen. Als Leser saugt man sie förmlich heraus, nimmt sie auf und ich muss gestehen, sie bleiben lange an mir haften. Ein Gefühl der Wärme umgibt mich, denn es sind die Opfer der Liebe und Freundschaft, die das Leben lebenswert machen.

Was mich jedoch ein klein wenig gestört hat, ist der Erzählstil der Autorin. Ich hätte mir ein bisschen mehr Poesie, ein bisschen sanftere Wortwahl gewünscht. So ist es eher, als würde ich mit jemandem zusammen sitzen, der mir die Geschichte eines jungen Mädchens erzählt. Eine Geschichte, die fast wie ein Märchen klingt, in seinen Grundzügen aber fast so passiert sein könnte, denn oftmals muss man Opfer bringen, um die wahre Freude des Lebens erkennen zu können.

FAZIT:

„Das Geheimnis der Monduhr“ ist einer dieser Romane, die man lange im Herzen trägt. Eine wundervolle Geschichte voller Wärme, Emotionen, Freundschaft und Liebe, die nicht nur immer und immer wieder Gänsehaut auslöst, sondern den Leser zu Tränen rührt. Eine klare Empfehlung!!

Enders - Lissa Price

Klappentext:

Die 16-jährige Callie lebt in einer Welt, in der eine unheimliche Katastrophe alle getötet hat, die nicht schnell genug geimpft werden konnten – nur sehr junge und sehr alte Menschen haben überlebt. Während die Alten ihren Reichtum seitdem stetig mehren, verfallen die Jungen einer anscheinend ausweglosen Armut. Die einzige Möglichkeit für die jugendlichen Starters, an Geld zu kommen, war bislang die Body Bank. Dort konnten sie ihre Körper an alte Menschen vermieten, um so ihr Überleben zu sichern. Callie ist es gelungen, die Machenschaften des skrupellosen
Instituts zu stoppen. Doch nun sieht sie sich einer viel größeren Gefahr gegenüber: Der Old Man, der mysteriöse Leiter der Body Bank, ist entkommen und trachtet Callie nach dem Leben. In einer erbarmungslosen Jagd wird ihr klar, dass das Geheimnis des Old Man dunkler ist, als sie es jemals erahnen konnte. Denn der Schlüssel dazu liegt in ihrer eigenen Vergangenheit verborgen.


Autor:
(Quelle: Piper)

Lissa Price ist Drehbuchautorin und lebt nach mehreren Aufenthalten in Japan und Indien heute in Kalifornien. Ihr Roman »Starters« ist das höchstgehandelte Debüt der letzten Jahre.

Eigene Meinung:

Nachdem ich Band 1 der Debütduologie der amerikanischen Autorin Lissa Price „Starters“ in fast einem Rutsch verschlungen hatte, habe ich den zweiten Band und damit den Teil, der alle offenen Fragen auflösen soll, sehnsüchtig erwartet.

Schon nach den ersten Worten war es der Autorin gelungen mich wieder extrem zu fesseln. Ihre Schreibe ist einfach so unglaublich mitreißend, obwohl sie eigentlich eher knapp und schlicht ist, dass man Schwierigkeiten hat, sich wieder von dieser zu lösen. Doch dann der erste Einbruch: Ich konnte mich an fast nichts mehr aus „Starters“ erinnern. Ich weiß noch genau, wie ich auf der Bank in der Sonne vorm Haus gesessen und den Roman gelesen habe, aber ich wußte nicht mehr so genau was darin eigentlich passierte. Und da die Leserwelt momentan sowieso sehr von Dystopien überschüttet wird, vermischte ich schnell das, was ich in anderen Romanen gelesen hatte, mit der Story von Lissa Price. Ich brauchte gut 60 Seiten um mich im Geschehen zurecht zu finden.

Dann der nächste Dämüfer: Immer wieder geschahen Dinge, die ich leider vorhersehen konnte. Anhand kleiner Details war für mich schnell ersichtlich worauf die Autorin hinauswollte oder wie sich das Geheimnis mit der derzeit höchsten Priorität auflösen würde. Erst zum Ende hin ist es der Autorin gelungen mich nicht nur mit ihrer Schreibe zu begeistern, sondern auch wieder mit der Handlung zu fesseln.

Vermutlich hat „Enders“ nun auch einfach das Pech, dass ich a) sehr hohe Erwartungen an das Buch hatte und b) gerade neulich erst einen ähnlichen Roman gelesen habe, der jedoch später gescjrieben wurde. Nichts desto trotz fehlten mir einfach Spannung und überraschende Handlungen.

Fazit:


Lissa Price ist es zum zweiten Mal gelungen mich für ihre Schreibe zu begeistern, die Handlung ihres Romans „Enders“ konnte mich jedoch nicht wirklich einnehmen. Zu wenige Winkel und Ecken, in denen sie Geheimnisse verstecken kann, zu offensichtliche Wendungen, haben dem Ganzen leider etwas die Spannung genommen. Nichts desto trotz habe ich das Buch in kürzester Zeit durchgelesen und hatte trotz anfänglich enttäuschter Vorfreude Spaß beim Lesen. Ich lasse mich gern überraschen welche Geschichten die Autorin sonst noch so auf Lager hat und werde ihr definitiv noch eine Chance geben ihr Können unter Beweis zu stellen.

Buchinfo:

Piper Ivy (Mai 2013)
352 Seiten
15,99 €

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