18.08.17

[Kurz gesagt] Perfect. Willst du die perfekte Welt? - Cecilia Ahern






Celestine wurde als „fehlerhaft“ gebrandmarkt, sie gehört nun zu den Menschen zweiter Klasse. Doch statt sich den strikten Regeln des Systems zu unterwerfen, flieht sie. Denn Celestine ist auch ein Symbol der Hoffnung für alle anderen Fehlerhaften.
Gelingt es ihr, den grausamen Richter Crevan zu überführen? Das wäre die Chance auf einen Neuanfang für die Fehlerhaften. Aber gibt es auch für ihre große Liebe eine neue Chance?
Für Celestine geht es um alles – um Gerechtigkeit für sich selbst und alle anderen und um eine lebenswerte Zukunft. (Text & Cover: © S. Fischer; Foto: © N. Eppner)



  • "Perfect" ist der zweite Band und damit Abschluss von Cecilia Aherns Ausflug in das Jugendbuchgenre. Die Geschichte spielt in einem dystopischen Setting, das mit seinem Zwang nach Perfektion keinesfalls fiktiv ist, sondern sehr stark an Nationalsozialistische Vorgaben aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs erinnert. Dass Ahern diese Grundlage nutzt, finde ich sehr gelungen.
  • Band 1 "Flawed. Wie perfekt willst du sein?" hat mir so richtig gut gefallen. Pageturner durch und durch. So waren meine Erwartungen an "Perfect" ziemlich hoch. Ahern ist es leider nicht gelungen die Spannung aus "Flawed" mitzunehmen und so habe ich mich durch eher langatmige Handlungen durchgeackert, während ich den ersten Teil verschlungen habe. Von der Actiongeladenen Rasanz ist nichts mehr zu spüren, dafür wirkt der Tonfall plappernd und gehetzt.
  • Celestine, die in "Flawed" noch sehr heldenhaft wirkt, weil sie Mitgefühl zeigt und sich von Drohungen und Gewalt nicht abschrecken lässt, büßt in "Perfect" ihren Mut und ihr emanzipiertes, sowie empathisches Auftreten ein. Von der starken jungen Frau wird sie zum naiven Mädchen, das mir mehr und mehr auf die Nerven geht.
  • Ich finde es richtig schade, dass Aherns Dystopie so sehr an Qualität und Spannung verloren hat. Ich hätte das Finale gerne so sehr gemocht wie den Einstieg. Trotzdem hoffe ich, dass Ahern, die einfach sehr unterhaltsam und gefühlvoll schreiben kann, weitere Ausflüge in das Jugendbuchgenre wagt.


Buchinfo:

S. Fischer FJB (November 2016)
480 Seiten
Hardcover mit Schutzumschlag
18,99 €
ÜBERSETZUNG: Christine und Anna Julia Strüh

Reiheninfo:

2. Perfect. Willst du die perfekte Welt?

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16.08.17

[Kinder Traumstube] Entdecken - 3 Buchtipps für Kinder ab 18 Monaten



Schäfchen, Hund und Eselkind

Wer lebt auf dem Bauernhof?
Große Fühlelemente und ein kleines Suchspiel auf jeder Seite laden zum Entdecken der Welt ein. (Text & Cover: Coppenrath)

"Schäfchen, Hund und Eselkind" begeistert durch liebevolle Zeichnungen und eingängige Reime, die von den Kleinen schnell erkannt und mitgesprochen werden können. Jedes Tier ist mit einem Stückchen Stoff ausgestattet, das dem Fell des Tieres nahe kommt und die taktile Wahrnehmung anspricht. Aus diesem Stoff wurden Lesezeichen in den Buchschnitt geklebt, so dass die Kleinen, sobald sie das Fell ihres Lieblingstieres verinnerlicht haben, dieses auch mit einem Griff wiederfinden. Später können mit diesem Buch außerdem Farben erklärt und mit den Kindern eingeübt werden, das erfühlte zu beschreiben. 

Die Größe des Buches (13 x 13 cm) ist besonders gefällig für die kleinen Händchen und passt prima in Wickeltasche und co.

Coppenrath | Illustration: Sabine Kraushaar | 9,99 € | hier kaufen





Versteckt? Entdeckt!


Was ist denn das? Ein Wollknäuel mit Mütze oder doch ein Schaf? Was siehst man dort? Einen bunten Hut auf vier Beinen oder doch eine Schildkröte? Auf jeder Seite verändern sich die Bilder im Handumdrehen mit dem Schieber und es kommen lustige bunte Tiere zum Vorschein. Mit dem originelle Spieleffekt auf jeder Seite wird das Buch zum Tier-Rate-Spaß mit vielen Überraschungen! (Text & Cover: Sauerländer)
Kurze Sätze, mit denen kleine Leser von ihren Vorlesern angesprochen werden, gleichzeitig aber auch das Gefühl bekommen, die Tiere hervorzulocken, die sich hinter den Türchen verstecken. Ob Känguru, Schaf oder Schildkröte - einmal an der Lasche ziehen und schon haben wir die witzig gezeichneten Tiere entdeckt. Dadurch, dass nur wenig Text vorhanden ist, bleibt Raum für die eigene Fantasie. Gespräche über die aufgezeigten Tiere, ihren Lebensraum, ihre Mimik und das, was sie gerade machen, bringen Eltern und Kind in Kontakt und regen die Fantasie an.

Das Buch ist aus fester Pappe und zeigt auch nach mehrmaliger Benutzung kaum Gebrauchsspuren.

Sauerländer | Illustration: Nastja Holtfreter | 8,99 € | hier kaufen




Fühl mal, such mal! - Wo ist Pipo Pinguin?


Abwechslungsreiche und fröhliche Illustrationen animieren in diesem von Yayo Kawamura gestalteten Pappbilderbuch zum genauen Hinsehen und Fühlen: Der kleine Pipo ist kuschelweich beflockt und auf jeder Seite versteckt. Kleine Spurensucher fühlen und merken sofort: Hier ist Pipo! Ein altersgerechter Suchspaß. Mit Flocking auf dem Cover sowie auf allen Innenseiten. (Text & Cover: Coppenrath)

Am Südpol ist ganz schön was los. Ständig schlüpfen neue Pinguinkinder. In all dem Gewusel ist es gar nicht leicht den Überblick zu behalten. Obwohl Pipo aussieht wie alle Pinguine, ist er ganz leicht von den anderen zu unterscheiden. Während sie sich glatt anfühlen, ist Pipo weich.

"Wo ist Pipo Pinguin?" ist auf die Förderung der taktilen Wahrnehmung ausgerichtet. Fröhliche, bunte Bilder und kindgerechte Texte, laden zum lesen ein. Streichen die kleinen Leser über die Buchseiten, können sie Pipo erfühlen. Am Anfang nicht ganz einfach, aber schon schnell finden sie große Freude daran immer und immer wieder nach Pipo zu suchen. Noch ein paar Wochen weiter und das Buch kann als Wimmelbuch genutzt werden. Auf jeder Seite gibt es ordentlich was zu entdecken. 

Coppenrath | Illustration: Yayo Kawamura | 9,99 € | hier kaufen


14.08.17

Tessa 01. Entscheidung des Herzens - Antje Szillat



Gerade hat Tessa mit ihrem Pony Carlos am Kreislehrgang teilgenommen, da passiert das Unglück: Carlos wird bei einem Reitunfall verletzt. So schwer, dass er nicht mehr reitbar ist. Für Tessa bricht eine Welt zusammen. Doch dann trifft sie durch Zufall auf die junge Hannoveraner Stute Ronja und ist sofort hin und weg. Aber Ronja hat schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht, ist schreckhaft und unnahbar. Wird Tessa es trotzdem schaffen, Ronjas Vertrauen zu gewinnen? Tessa auf dem Weg zum Erfolg – Pferdebuch voller großer Gefühle, Wagnisse und echter Pferdeliebe! Mit einem Vorwort von Nicole Uphoff, der mehrfachen Olympiasiegerin und Weltmeisterin im Dressurreiten. (Text & Cover: © Coppenrath; Foto: © N. Eppner)


Einmal Pferdemädchen, immer Pferdemädchen - daher kann ich an Pferderomanen nicht vorbei gehen, ohne einen zweiten Blick darauf zu werfen. Egal für welches Alter sie bestimmt sind. Ist es dann auch noch von einer*m Autor*in geschrieben, mit deren / dessen Büchern ich gute Erfahrungen gemacht habe, darf das Buch sehr gerne bei mir einziehen.

Den ersten Band der Tessa-Reihe habe ich - mit kurzer Unterbrechung - verschlungen. Nachdem ich die sehr bewegenden Worte der Schirmherrin Nicole Uphoff, erfolgreiche Dressurreiterin und Olympiasiegerin, gelesen habe und die ersten Tränchen kullerten, da sie mir mit ihrer Einstellung zum Reiten wahrlich aus der Seele spricht.

Antje Szillat ist ebenfalls der Meinung, dass ein Pferd kein Sportgerät, sondern ein Partner auf Lebenszeit ist. Diese Überzeugung setzt sie in ihrem Buch konsequent um. Kein mahnend erhobener Zeigefinger, sondern eine liebevolle Geschichte über ein Mädchen und seine Liebe zu Pferden.

Szillat kommt ganz ohne Kitsch und rosarote Ponyhofromantik aus. Erzählt eine Geschichte, die aus dem Leben gegriffen sein könnte. Die aus dem Leben gegriffen ist. Ihrem eigenen. Nur allzu gut kennt sie das Gefühl einem Pferd zu begegnen, dessen Anblick das Herz zum strahlen bringt. Die Chemie stimmt und trotzdem ist die Arbeit mit dem Pferd kein Spaziergang, denn es hat schlechte Erfahrungen gemacht, hat gelernt, dass der Mensch nicht nur Gutes mit sich bringt.

Tessas und Ronjas Geschichte ist die der beiden Szillat Töchter und ihrer Stute Ros de la Sol. Rosie und Merle zieren sogar das Cover. Auf Antje Szillats Instagram Kanal sind Fotos der beiden zu sehen, die nach einem langen und anstrengenden Weg zusammengewachsen und nun ein erfolgreiches Team sind, das bereits etliche Preise gewonnen hat. In einem sehr berührenden, bebilderten Nachwort geht Antje Szillat näher auf diesen Abschnitt ihres Lebens ein.

"Tessa. Entscheidung deines Herzens" hat mir richtig, richtig gut gefallen. Von meinen Eltern habe ich gelernt, dass Pferde mehr sind als Partner im Sport. Vor allem auch, dass wir viel von ihnen lernen können. Erst wenn ein*e Reiter*in das verstanden hat, kann er / sie mit seinem Pferd zusammenwachsen. In vielen Reitschulen wird dies nicht vermittelt. Deshalb freut es mich umso mehr, dass es "Tessa" gibt, ein Buch, aus dem viele kleine unerfahrene, aber auch große, fortgeschrittene Reiter*innen lernen können, was die Arbeit mit dem Pferd bedeutet. Ein Buch, das helfen kann den eigenen Blickwinkel zu verändern. 


Buchinfo:

Coppenrath (2017)
208 Seiten
Hardcover
9,99 €
ab 10 Jahren
hier kaufen

Reiheninfo:

Band 1: Tessa. Entscheidung deines Herzens
Band 2: Tessa. Aufbruch ins Glück (ET: 28. September 2017)

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Rezension: © 2017, Nanni Eppner

13.08.17

[Reiseproviant] #9|17





Literarische Reise:



Der Traum vom Fliegen

"Sturm über Windhaven" ist eine überarbeitete Neuauflage des Romans "Windhaven", den Tuttle 1981 gemeinsam mit G.R.R. Martin schrieb und der 1982 für den Locus Award nominiert wurde.
Schon nach wenigen Seiten fällt auf - diese beiden Autoren verstehen ihr Handwerk. Der Sog packt mich und die ersten Hundert werden fix inhaliert. Dies kann über das gesamte Buch gehalten werden und so habe ich es in kurzer Zeit weggelesen.





Unperfekt

"Perfect" ist der Abschlussband von Cecilia Aherns Dilogie, die ins Genre Dystopie für Jugendliche einzuordnen ist. Teil 1 "Flawed" hat mich ziemlich stark fesseln können und wahre Begeisterungsstürme hervorgerufen. "Perfect" ist leider nur noch ein lauwarmer Abklatsch.


Einmal Pferdemädchen, immer Pferdemädchen

Daher habe ich den ersten Band von Antje Szillats neuer Pferdebuchserie "Tessa" in Kürze verschlungen. Antje geht es in ihrem Buch darum, zu vermitteln, dass Pferde keine Sportgeräte, sondern Partner fürs Leben sind. Ihr Roman basiert auf der wahren Geschichte ihrer Tochter Merle und deren Stute Ros de la Sol, die beide das Cover zieren. Rosie war ein Problempferd, doch Familie Szillat hat nicht aufgegeben und nun sind Merle und ihre hübsche Stute ein tolles und erfolgreiches Team.


Jeder liebt, so gut er kann

"Sie schreiben über eine Mutter, die ihre Tochter liebt. Unvollkommen. Weil wir alle nur unvollkommen lieben können." (S. 114)
"Die Unvollkommenheit der Liebe" ist ein Buch der leisen Töne, das jedoch zwischen den Zeilen sehr laut klingt. Darin stecken Anklagen und Wehklagen, Verdruss und der Wunsch nach mehr, aber auch ganz viel Liebe. Denn jeder liebt, so gut er eben kann. Niemals vollkommen, aber orientiert an den eigenen Möglichkeiten. Dass dabei Wunsch und Wirklichkeit nicht immer konform laufen, kommt in guten wie in schlechten Familien vor.








Zeitreise:


Wie ein fernes Lied

"Lange verdrängte Bilder stiegen unerwartet in ihr auf. Von johlenden Männern in Uniformen, die alte Leute schlugen, vom Mob, der leichtfertig den Parolen irgendwelcher Politiker folgte und den eigenen Missmut an hilflosen Menschen ausließ. Ihr war es in ihrem bisherigen, bald einundzwanzigjährigen Leben immer gelungen, sich der Nähe der Partei und ihren willfährigen Handlungen zu entziehen. [...] Und auch, weil sie als Swinggirl andere Wertvorstellungen besaß, als die meisten Mitglieder der Hitlerjugend."
Micaela Jary ist zu einer meiner Lieblingsautorinnen geworden. Spannend paart sie Geschichte und tragische, sowie schöne persönliche Schicksale. Immer eine Lesezeitreise wert.





Der Schatten meines Bruders

"Der Schatten meines Bruders" ist ein Roman mit viel Gefühl, poetisch geschrieben und sehr tiefgreifend. Nicht immer sind es schöne Gefühle, die der Leser während des Lesens in sich aufnimmt und dennoch ist es eine Geschichte, die man mag. Ich bin zwar etwas zwiegespalten, da es einige Elemente im Roman gibt, die ihm die Authentizität nehmen und dadurch meinen Lesefluss etwas hemmen, aber die berührende Geschichte dieses sympathischen Mädchens wiegt das Ganze wieder auf. Es sind nicht die Elemente, in denen Fantasie und Wirklichkeit verschwimmen, die mich stören, sondern die Art, wie der Autor sie herüber bringt. Einem Debütanten sei dies verziehen. Mit Recht wurde dieser bewegende Roman, der vom Verlag Beltz & Gelberg mit so viel Liebe gestaltet wurde, mit dem LUCHS ausgezeichnet und landete auf der Liste der 7 besten Bücher für junge Leser. Ein kleines Büchlein, das tief bewegt.

Die Mutter meiner Mutter

„Die Mutter meiner Mutter“ hat mich sehr bewegt, denn es zeigt, wie lange Gewalt nachwirkt. Wie viele noch heute an den Gräueltaten des zweiten Weltkriegs leiden, egal ob direkt oder indirekt betroffen. Aus meiner Arbeit weiß ich wie langwierig Traumata und Ängste bestehen, werde dort immer wieder damit konfrontiert, dass sich negative Erlebnisse wie Gewalt, Missbrauch, Alkoholkonsum über Generationen durchziehen, dass Verhaltensmuster von einer Generation zur Nächsten weiter gegeben werden. Sabine Rennefanz stellt diese Problematik in ihrem Roman so dar, dass sie auch für Psychologie Laien leicht verständlich ist. Verpackt sie zudem in einer Geschichte, die sich gut und gern lesen lässt, auch wenn sie teilweise bedrückend ist. Interessant geschrieben, ohne zu sehr in einen Sachbuchcharakter zu fallen. Lesenswert!







Netzrundreise:

Wie die Sterne stehen ...

Kennst du eigentlich schon das Bloghoroskop von Kunterbunte Flaschenpost?


#Juni 15x30

So lautet der Name einer Challenge, die The Organized Cardigan veranstaltet hat. Getreu der Capsule Wardrobe einen Monat lang mit nur 30 Bekleidungsstücken auskommen. Die Challenge habe ich leider verpasst, dennoch gibt es dort tolle Anregungen.


Motiviert arbeiten, Veränderungen angehen

Auf Blogchicks stellt dir Anne eine Liste mit Büchern vor, die dich genau dabei unterstützen können.


Granola

Ich liebe Granola. Diese knusprige und energiereiche 
Form des Müslis steht jeden Tag auf meinem Speiseplan. Eigentlich habe ich ein bewährtes Rezept, aber ich muss unbedingt auch das von Naturally Good ausprobieren, das mit Cashewnüssen und Orangensaft verfeinert wird.










Kulinarische Reise:


Manchmal will man einfach nur übrig gebliebene Lebensmittel verarbeiten und zack! Hat man ein Dessert, in dem man gerne baden würde. 

Für 3 Personen 
4 EL Mascarpone
2 EL Quark
1 Becher Joghurt (klein)
.
verrühren
.
Abrieb einer Zitrone hinzu
.
einen Schuss Rum (alkoholfrei Rumaroma)
.
2 EL Ahornsirup dazurühren.
.
Im Wechsel mit gefrorenen Himbeeren schichten und im Idealfall einen halben Tag ziehen lassen.
Vorm servieren Granola oder Quinoapops drüber geben.




11.08.17

#JdKöKi im Ausnahmezustand




Häh? Wie bitte? In diesem Monat gibt es keine Abstimmung?

Ja, du hast genau richtig gesehen. Wir gönnen euch und uns eine kleine Abstimmungspause. Lesen werden wir natürlich trotzdem. Ohne geht ja gar nicht.

Grund dafür ist die #JdKöKi Abstimmung aus dem Monat Juli. Dort habt ihr alle so fleißig für "Winger" und "Der Himmel über Appleton House" abgestimmt, dass beide Titel auf Platz eins gelandet sind. 





Ausnahmezustand. Was nun? Das #JdKöKi Team tagte und kam in Abstimmung mit Projektpartnerin Ramona vom Carlsen / Königskinderverlag zu dem Ergebnis, das "Winger" der Augusttitel wird und "Der Himmel über Appleton House" der Septembertitel.





Ihr könnt euch im August also entspannt zurücklehnen. Fleißig lesen und fotografieren (natürlich dürft ihre für all eure Posts in den Sozialen Netzwerken den #JdKöKi verwenden) dürft ihr natürlich trotzdem. 

Wer von euch kennt denn schon eins der beiden Bücher?
Wer liest mit?

09.08.17

Die Unvollkommenheit der Liebe - Elizabeth Strout




Als die Schriftstellerin Lucy Barton längere Zeit im Krankenhaus verbringen muss, erhält sie Besuch von ihrer Mutter, die sie jahrelang nicht mehr gesehen hat. Zunächst ist sie überglücklich. Doch mit den Gesprächen werden Erinnerungen an ihre Kindheit und Jugend wach, die sie längst hinter sich gelassen zu haben glaubte … (Text & Cover: © Randomhouse; Foto: © N. Eppner)


Lucy liegt im Krankenhaus, fühlt sich einsam. Ihr Mann geht einen Schritt, der ihn vermutlich viel Überwindung gekostet hat und ruft Lucys Mutter an, zu der ein schwacher Kontakt besteht, seit die Tochter beschlossen hat einen zu heiraten, der deutsche Wurzeln hat. Für den Vater, der im Krieg gedient hat, ein Schlag ins Gesicht.

Obwohl die Beziehung von Mutter und Tochter bisher in eisiger Stille verharrte, ist Lucy froh, dass die Mutter ihr nun die Zeit vertreibt. Sie kommt fast um vor Langeweile. Der Mann ist der einzige, der sie ihr nehmen könnte, doch der muss sich um Haushalt und Kinder kümmern. Als Erwachsene verspürt man nie mehr so stark die Sehnsucht nach der eigenen Mutter wie in der Zeit der Krankheit.

Für Lucy bedeutet dies aber nicht nur Glück. Der Anblick der Mutter bedeutet auch Konfrontation mit der eigenen Kindheit, die aus Lucys Augen nicht gerade so war, wie sie es gewünscht, wie sie es bedurft hätte.

Ihre Eltern waren arm. Allein von der Oberfläche her, hat Lucy sich von anderen Kindern unterschieden. Sie ist schmutzig zur Schule gegangen, hatte alte, zu klein gewordene Kleidung, wurde als stinkend empfunden. Die Familie konnte sich nichts leisten. Wollte es nach Lucys Ansicht auch gar nicht. Gewalt steht immer wieder im Raum. Die Wut, die der Vater als Kriegsheimkehrer in sich trägt und die sich hin und wieder ihren Weg an die Oberfläche bahnen muss.

"Sie schreiben über eine Mutter, die ihre Tochter liebt. Unvollkommen. Weil wir alle nur unvollkommen lieben können." (S. 114)

Lucy hat ihr Leben lang Probleme mit dem eigenen Selbstwertgefühl, braucht lange, um sich selbst zu finden. Obwohl sie sich in ein neues Leben gekämpft hat, bildet sie sich immer ein, dort nicht hinzugehören, dies nicht zu verdienen. Als Schrifstellerin muss sie sich mit Vielem auseinandersetzen. An vorderster Front mit sich selbst.

Erst im Nachhinein, nach Gespräch und Verlust der eigenen Mutter, nach dem Scheitern der Ehe und einer gewissen Scham bei den eigenen Kindern, versteht sie, das die Eltern sie geliebt haben, so gut sie eben konnten. Lucy weiß nicht, seit wie vielen Generationen es sich schon durchzieht, dass die Eltern nicht in der Lage sind ihre Gefühle auszudrücken, dass sie in ihrem Kokon aus Müssen, um zu halbwegs Zurecht zu kommen, aus dem Wunsch heraus nicht aufzufallen, ein Leben führen, dass sie überleben, aber nicht leben lässt. 

"Die Unvollkommenheit der Liebe" ist ein Buch der leisen Töne, das jedoch zwischen den Zeilen sehr laut klingt. Darin stecken Anklagen und Wehklagen, Verdruss und der Wunsch nach mehr, aber auch ganz viel Liebe. Denn jeder liebt, so gut er eben kann. Niemals vollkommen, aber orientiert an den eigenen Möglichkeiten. Dass dabei Wunsch und Wirklichkeit nicht immer konform laufen, kommt in guten wie in schlechten Familien vor. Ich glaube es ist das Verstehen, dass uns im Endeffekt milde stimmt und dafür sorgt, dass wir vergeben und nicht so hart mit anderen und uns selbst ins Gericht gehen. Strout setzt Gedankengänge an, die sicher viele von uns in irgendeiner Form bewegen und zum nachdenken anregen. Ein guter Roman. Leseempfehlung.



Buchinfo:

Luchterhand (2016)
208 Seiten
Hardcover mit Schutzumschlag
18,- €
ÜBERSETZUNG: Sabine Roth
hier kaufen

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Rezensionen: © 2017, Nanni Eppner

07.08.17

Sturm über Windhaven - Lisa Tuttle & George R.R. Martin



Windhaven – eine wunderschöne Wasserwelt, doch geplagt von gewaltigen Stürmen. Die Menschen leben verstreut auf vielen kleinen Inseln, und es ist fast unmöglich, Kontakt zueinander aufzunehmen. Dennoch – oder deswegen – ist auf Windhaven ein alter Traum wahr geworden: Menschen können fliegen. Doch die Flügel sind kostbar, und die Gilde der Flieger ist eine streng abgeschottete Elite. Trotzdem will sich Maris von Amberly ihren Traum vom Fliegen nicht nehmen lassen … (Text & Cover: © Randomhouse; Foto: © N. Eppner)


"Sturm über Windhaven" ist eine überarbeitete Neuauflage des Romans "Windhaven", den Tuttle 1981 gemeinsam mit G.R.R. Martin schrieb und der 1982 für den Locus Award nominiert wurde.

Schon nach wenigen Seiten fällt auf - diese beiden Autoren verstehen ihr Handwerk. Der Sog packt mich und die ersten Hundert werden fix inhaliert. Dies kann über das gesamte Buch gehalten werden und so habe ich es in kurzer Zeit weggelesen. Schade, denn Protagonistin Maris ist mir schnell ans Herz gewachsen.

Tuttle und Martin gelingt es eine Faszination für die Welt der Flieger aufzubauen, der auch Protagnistin Maris unterliegt. Sie wünscht sich nichts sehnlicher, als eine von ihnen zu sein. Dies gestaltet sich als etwas schwierig, denn das Recht Flügel zu tragen, wird von Generation zu Generation weiter gegeben. Ein erster Blick hinter die Fassade lässt mich erahnen, dass der Schein trügt und die Flieger nicht durchweg gute Menschen sind, die sich ihren Status redlich verdient haben.

Schaut man genauer hin lässt sich eine gewisse Oberflächlichkeit in den Fliegerfamilien erkennen. Eine Art Kastensystem, das mit Arroganz auf andere herabschaut. Tuttle und Martin bauen dies sehr geschickt auf, sorgen zunächst für Bewunderung und dann dafür, dass ich mein eigenes Hirn einschalte und darüber nachdenke, ob es nicht Systeme gibt, die zwar schon seit ewigen Zeiten bestehen, aber doch längst überholt sind.

Maris möchte sich von bestehenden Regeln und Konventionen nicht abhalten lassen. Sie kämpft für ihren Traum, wird zur Rebellin, zum Vorbild einer ganzen Generation. Doch dann gerät auch sie in einen Gewissenskonflikt.

"Sturm über Windhaven" liest sich sehr leicht, ist spannend aufgebaut und wäre mit Themen wie dem Wunsch, die eigenen Träume zu Verwirklichen, Ehrgeiz und Kritik an bestehenden Systemen, auch auf einen zeitgenössischen Roman übertragbar. In meinem Kopf läutete immer mal wieder die Glocke der Ungerechtigkeit, die auch im Feminismus bekannt ist. Hier aber weniger auf Frauen, als auf gleichgeschlechtliche Gruppen übertragbar, die durch ihre Geburt ihre Position in der Gesellschaft zugewiesen bekommen. Der Weltenbau ist nicht sehr komplex, aber sehr anmutig und daher auch gut für Fantasyeinsteiger geeignet.

Buchinfo:

Penhaligon (Juli 2017)
Klappenbroschur
448 Seiten
15,00 €
ÜBERSETZUNG: Angelika Fuchs

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Rezensionen: ©2017, Nanni Eppner

04.08.17

The Hate U Give - Angie Thomas



Die 16-jährige Starr lebt in zwei Welten: in dem verarmten Viertel, in dem sie wohnt, und in der Privatschule, an der sie fast die einzige Schwarze ist. Als Starrs bester Freund Khalil vor ihren Augen von einem Polizisten erschossen wird, rückt sie ins Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit. Khalil war unbewaffnet. Bald wird landesweit über seinen Tod berichtet; viele stempeln Khalil als Gangmitglied ab, andere gehen in seinem Namen auf die Straße. Die Polizei und ein Drogenboss setzen Starr und ihre Familie unter Druck. Was geschah an jenem Abend wirklich? Die Einzige, die das beantworten kann, ist Starr. Doch ihre Antwort würde ihr Leben in Gefahr bringen... (Text & Cover: © Randomhouse; Foto: © N. Eppner)

Seit ich Denken kann sind Gleichberechtigung und Rassismus ein Thema. In meinem privaten Umfeld und für mich. Ich engagiere mich hier und da, übe einen sozialen Beruf aus, um zu helfen, interessiere mich für Politik, lese fiktive und nicht fiktive Romane über die Historie der Sklaverei und verfolge, was in der Welt geschieht. Und trotzdem war mir nicht bewusst, dass es in den USA nach wie vor so eine krasse Unterscheidung zwischen Menschen unterschiedlicher Hautfarben gibt. Ich schäme mich dafür und bin froh, dass Angie Thomas ein Buch geschrieben hat, das mir und hoffentlich auch vielen anderen, die Augen öffnet.

Starr ist anwesend, als ihr Freund Khalil ohne ersichtlichen Grund von einem weißen Polizisten erschossen wird. Warum ist nicht klar und letztendlich zählt nur, dass er einen Jugendlichen umgebracht hat. Schreie nach Gerechtigkeit werden laut. Das ist Mord und der darf nicht ungestraft bleiben.

Dass es einen Unterschied macht, welche Hautfarbe das Opfer hat, welcher ethnischen Gruppierung es angehört, ist sowohl Starr, als auch mir nicht klar, bis wir Bekanntschaft machen mit der Ungerechtigkeit, mit der Khalil behandelt wird. Es tauchen so viele Fragen über Recht und Unrecht auf, dass ich nicht in der Lage bin, diese alle in Worte zu fassen. Der Klos in meinem Hals sitzt zu fest, wenn ich daran denke, was in Starrs Leben alles passiert.

Khalil ist schon der zweite Mensch, dem Starr beim Sterben zuschaut. Als sie 10 Jahre alt ist, wird ihre Freundin Natasha auf offener Straße erschossen. Ein Kind, das zwischen die Kugeln der sich bekämpfenden Banden gerät.

Diese Bandengeschichten sind eine grausame Tradition. War das vielleicht auch dein Gedanke? Hier solltest du unter die Deckschicht aus Coolness und Zusammenhalt schauen. Warum gibt es den Zusammenschluss einzelner Gruppen? Warum herrscht so viel Gewalt? Warum müssen Jugendliche Drogen verkaufen?

Es ist der Wunsch, den wir alle in uns tragen, der sie dazu treibt. Der Wunsch zu überleben. Denn dort wo Starr und ihre Familie leben, gibt es keine Gerechtigkeit, keine Gleichberechtigung. Menschen bekommen aufgrund ihrer Hautfarbe, ihrer ethnischen Zugehörigkeit keine angemessene Schulbildung. Keinen Job. Keine angemessene Bezahlung. Sie werden in Schubladen gesteckt und abgestempelt. Nur wenige schaffen den Weg hinaus, denn er ist unberechenbar.

Angie Thomas hat all diese Ungerechtigkeiten mit denen Schwarze auch heute - über 50 Jahre nachdem gesetzlich festgelegt wurde, dass sie vollwertige Mitglieder der Gesellschaft sind (es schmerzt mich diesen Satz zu schreiben, denn es ist tragisch, dass dies überhaupt in Gesetzen verankert werden muss) - noch zu kämpfen haben, in einen spannenden Roman geschrieben, der hoffentlich ganz viel Gehör findet. Ganz ohne belehrend erhobenen Zeigefinger. Eine Geschichte, die für sich selbst spricht.

Etwas kritisch betrachte ich die Darstellung der Polizei. Ich hoffe, dass diese durch den Roman nicht in die Schublade gedrängt wird, aus der Thomas' Protagonisten heraus wollen. Dass die Jugendlichen auch durch die Figur des Onkel Carlos verstehen, dass man Menschen nie wegen ihres Berufs, ihrer Hautfarbe, ihres Glaubens - whatever - über einen Kamm scheren sollte.

"The Hate U Give" ist nicht nur ein extrem spannendes, bewegendes Buch, sondern vor allem ein wichtiges Buch, das von ganz, ganz vielen Menschen gelesen werden sollte, um deren Horizont ebenso zu erweitern wie meinen. Nur so können wir etwas verändern.

Buchinfo:

cbt (Juli 2017)
512 Seiten
Hardcover mit Schutzumschlag
17,99 €
ÜBERSETZUNG: Henriette Zeltner
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Rezension: © 2017, Nanni Eppner

02.08.17

Mit jedem Jahr - Simon van Booy



Ein kleines Mädchen, das seine Eltern zu früh verloren hat. Ein Mann, gebrandmarkt vom Leben und zurückgezogen. Als Jason seine Nichte Harvey bei sich aufnimmt, wissen beide nicht, wie ihr Alltag zu zweit aussehen wird. Doch die Freude, die mit dem Mädchen einkehrt, lässt Jason ahnen, dass er seinem Leben vielleicht doch eine Wendung geben kann – gemeinsam mit Harvey. (Text & Cover: © Insel; Foto: © N. Eppner)


"Mit jedem Jahr" ist ein kleiner, feiner Roman, der ganz unaufgeregt und ehrlich die Geschichte zweier Menschen erzählt, die verdeutlicht, dass es ganz egal ist, wer oder was du bist, solange du dein Herz öffnest, um einen Menschen dort hinein zu lassen. Die Menschen, die wir lieben, sind das, was im Leben wirklich zählt.

Jason ist Ex-Knacki, hatte einen Alkoholiker-Vater, lebt von eBay Verkäufen, die er in seiner Garage sammelt, hat Alkohol getrunken und Drogen konsumiert und ist tätowiert. Eines Tages steht diese penetrante Sozialarbeiterin vor seiner Tür, um ihm dieses kleine Mädchen vorzustellen, dass seine Nichte sein soll und angeblich bei den Großeltern aufwachsen soll, weil Jasons Bruder und dessen Frau bei einem Autounfall ums Leben gekommen sind. 

Doch dann äußert Harvey den Wunsch bei Jason leben zu wollen, was eigentlich gar nicht sein kann, nicht sein darf, denn was hat er ihr schon zu bieten?

Wie sehr sind mir Harvey und Jason ans Herz gewachsen. Zwei sympathische Menschen, die Autor Simon van Booy aus dem Leben gegriffen hat. 

Jason, der keinerlei Selbstbewusstsein, ja manchmal nicht einmal mehr Selbstachtung, aber ein großes Herz hat. Und Harvey, die sich einfach nur ein liebevolles Zuhause wünscht. Das Zusammenleben der beiden ist nicht leicht. Überall gibt es Ecken und Kanten, an denen die beiden sich stoßen können. Konventionen und Vorurteile, die es zu überwinden gilt. Aber wann ist das Leben schon einfach?

Simon van Booys Schreibstil ist klar, sanft und ehrlich. Er zeigt, dass es wichtig ist das eigene schwarz-weiß denken zu verlassen. Dass nicht immer alles perfekt sein muss, um zu funktionieren und dass es wichtig ist, die eigenen Grenzen zu überschreiten. Es lohnt sich.


Buchinfo:

Insel (März 2017)
310 Seiten
Hardcover mit Schutzumschlag
22,00 €
ÜBERSETZUNG: Claudia Feldmann
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Rezension: © 2017, Nanni Eppner

31.07.17

[Monatsrückblick] Leseliebe im Juli



Geplauder:


Der Juli. Wie war der so?
Verregnet.
Wir hatten Schnupfen.
Die Räubertochter hat zwei neue Zähne bekommen.
Wir haben - wie im Juni auch - viel gegrillt (sogar Möhrchen).
Viele unserer Freunde hatten Geburtstag.
Die Räubertochter ist aus ihren Gummistiefeln rausgewachsen.
Ich bin seit langem mal wieder mit beiden Pferden unterwegs gewesen. Nehme ich beide mit, reite ich Emma. Pepper läuft als Handpferd mit.
Wir haben den Film "Some like it hot" (dt. "Manche mögen's heiß") als Theaterversion auf der heimischen Freilichtbühne angeschaut und viel gelacht.
Ich bin ziemlich häufig von Mücken gestochen worden.

Wie war dein Juli?

Leseliste:




49) "Wédora" / M. Heitz / Droemer Knaur
50) "Das Spiel des Engels" / C. Ruiz Zafón / S. Fischer
51) "Hellwach" / H. T. Smith / S. Fischer FJB
52) "Fangirl" / R. Rowell / Hanser
53) "Weil sie das Leben liebten" / C. Roth / Droemer Knaur
54) "Schwarzer Horizont" / I. Pala / Droemer Knaur
55) "Mit jedem Jahr" / S. van Booy / Insel
56) "The Hate U Give" / A. Thomas / cbt

[Hörbuch]

  • "Die Clifton Saga 01: Spiel der Zeit" / J. Archer / Sprecher: E. Räuker, R. Barenberg, B. Steffenhagen / Randomhouse Audio
Lesetechnisch war der Juli ein richtig guter Monat. Ein spannendes Buch folgte dem nächsten. Lesenswerte Romane, die mich faszinierten, berührten und aufwühlten. 

"Wédora" ist (noch) der aktuelle Fantasyroman von Markus Heitz, dessen Bücher einfach immer gut geschrieben sind. Heitz hat Erfahrung und versteht sein Handwerk. Greife ich zu einem seiner Bücher, kann ich mir ziemlich sicher sein, dass es mir auch gefällt. "Wédora" ist weniger komplex, als bspw. die Drachentrilogie oder die Zwerge-Reihe, aber sehr unterhaltsam. Im August erscheint Band 2 "Schatten und Tod".

"Das Spiel des Engels" ist ein Roman von Carlos Ruiz Zafón, der schon viel zu lange in meinem Regal stand. Es ist die Rückkehr zum Friedhof der Vergessenen Bücher und so stark einnehmend, dass ich 800 Seiten im Nu verschlungen habe. Das Buch kann unabhängig von "Der Schatten des Windes" gelesen werde, ist aber besser verständlich, wenn man auch diesen Roman kennt, da einige Figuren wiederkehren und in "Der Schatten des Windes" der Grundstein für den Friedhof der Vergessenen Bücher gelegt wird. 



"Hellwach" ist eine sehr eigenwillige Geschichte. Ein junges Mädchen, wohlbehütet seit dem Tod der Schwester, die nicht wie angenommen starb und auch nicht das Leben führte, dass ihre kleine Schwester vermutete. Für Protagonistin Kiri ist das Herausfinden der Wahrheit ein Trigger, um ihr eigenes Leben auf den Kopf zu stellen.

Ein wirklich schlechtes Buch habe ich in diesem Monat nicht gelesen, aber von allen Büchern meiner Liste, hat mir "Fangirl" am wenigsten gefallen. Leider war es eher nett, als whow, wie ich es mir eigentlich erhofft hatte.

"Schwarzer Horizont" ist mein erster Roman des sympathischen deutschsprachigen Fantasyautors Ivo Pala und hat mich sehr gut unterhalten. Düster, Actiongeladen, rasant, mit ein wenig schwarzem Humor. Wirklich gute Unterhaltung. Band 2 "Schwarzer Sturm" ist bereits erschienen.

"Mit jedem Jahr" ist ein feines, leises Büchlein von großer Herzlichkeit. Harveys Eltern sterben bei einem Autounfall und lebt fortan bei ihrem Onkel Harvey, der vorbestraft ist, trockener Alkoholiker und von Tätowierungen übersäht. Und vor allem hat er ein ganz großes Herz. "Mit jedem Jahr" zeigt, das schwarz-weiß denken überholt ist und Liebe und Erziehung keine Frage des Geldes ist.

"The Hate U Give". Wem ist dieses Buch noch nicht über den Weg gelaufen? Überall in den Sozialen Netzwerken dreht es seine Runden. Wird in den höchsten Tönen gelobt. Zu Recht, denn es ist wirklich großartig. Nicht nett zu lesen. Wer seine Augen vor den schwierigen Dingen des Weltgeschehens verschließen möchte, der ist hier falsch. Mir hat es einige Denkanstöße verschafft, meinen Blickwinkel verändert und meinen Horizont erweitert.

Das Hörbuch zu Teil 1 der Clifton Saga "Spiel der Zeit" ist ein Re-hear. Ich habe den Roman Ende 2015 gelesen und möchte nun endlich die Reihe weiterlesen. Vorher muss ich meine Erinnerungen etwas auffrischen.

"Weil sie das Leben liebten" hat mich sehr aufgewühlt. Schnell habe ich sowohl die zwei-, als auch vierbeinigen Protagonisten liebgewonnen und mich in der heimeligen Atmosphäre des Berliner Tiergarten eingelebt. Zu wissen, dass die Menschen im Roman in ihre Verderben rennen, dass sie mehr oder weniger Opfer des Wahnsinns des zweiten Weltkriegs werden, dass der Tiergarten zerbombt wird - hat mich ziemlich mitgenommen. Es ist wichtig Bücher zum Thema zweiter Weltkrieg zu schreiben und zu lesen, denn schon bald gibt es keine Zeitzeugen mehr und wir Menschen neigen ja zur Verdrängung schrecklicher Dinge, was leider dazu führen kann, dass Fehler wiederholt werden.



Wie war dein Lesemonat Juli? Welche Bücher hast du gelesen? Welches hat dir besonders gut gefallen?

Weitere Beiträge:


Im Juli war ich zu Gast im Bücherkaffee und durfte der lieben Alex im Interviewformat "10x3..." Rede und Antwort stehen.

Neues Quartal, neue Fantasyneuerscheinungen. Hier könnt ihr die Bücher des Genres nachlesen, die in den Monaten Juli - September erscheinen und den Sprung auf meine Wunschliste geschafft haben. Ist was für dich dabei?

Reiseproviant #7 und #8





#JdKöKi Abstimmung des August Titels. Diesmal mit einer kleinen Besonderheit. Zwei Bücher haben es auf Platz 1 geschafft. Im August werden wir eins davon lesen - "Winger", im September das andere - "Der Himmel über Appleton House". Im August gönnen wir euch und uns eine Pause. Es wird keine Abstimmung geben. Gelesen wird trotzdem. Nicht vergessen: benutzt gerne den #JdKöKi wenn ihr einen Beitrag mit einem Königskinderroman veröffentlicht. 

Tipps für Urlaubslektüre findest du hier.

Ich habe einen ziemlich leckern, saftigen und fluffigen Buchweizen Himbeerkuchen gebacken. Hier findest du das Rezept dazu.




Challenges:


Die Juli Aufgaben der S. Fischer Challenge lautete:

Vor 2010 veröffentlicht: "Das Spiel des Engels" / C. Ruiz Zafón
Ein Sommerbuch: "Hellwach" / H. T. Smith

#JdKöKi

Der Königskindertitel im Juli war "Jane & Miss Tennyson" / E. Mills



28.07.17

Schwarzer Horizont - Ivo Pala



Seit dem Weltendonner herrscht überall ewige Nacht. Asche verdunkelt den Himmel, die Welt wird zunehmend eisiger. Äcker und Felder sind tot; nichts wächst mehr. Menschen verhungern auf den Straßen. Andere verschwinden spurlos auf mysteriöse Weise. Zwei Hochkulturen, Twyddyn und Milara, bekämpfen einander zu Land und See um die letzten Ressourcen und die Macht auf dem neu entdeckten, geheimnisvollen Kontinent Kutera. In einem Sturm aus Schlachten und Intrigen trotzen der Krieger Raymo, die Sklavin Lizia und der Mönch Ash ebenso der feindseligen Natur wie ihrem unbarmherzigen Schicksal. (Text & Cover: © Droemer Knaur; Foto: © N. Eppner)

Obwohl ich schon seit langem das Erscheinen von Ivo Palas Büchern verfolge, ist "Schwarzer Horizont" tatsächlich der erste Roman des sympathischen Autors, den ich lese. 

Pala hat eine Welt entwickelt, die düster und grausam ist. Seit ewigen Zeiten ist der Himmel verdunkelt, keine Sonne zu sehen. Die Nahrungsmittel werden weniger, nichts wächst mehr ohne Licht, Hunger und Dunkelheit schlagen den Menschen von Kutera aufs Gemüt und lassen sie Taten wirken, die nichts mehr mit menschlichen Wesen gemein haben.

Mitten in dieser Düsternis lässt Pala drei einzelne Schicksale aufleuchten. Spinnt deren Wunsch nach Veränderung zu roten Fäden, die sich hier und da begegnen. Mal erwartet, mal auf überraschende Weise, die für Verblüffung sorgt.

Vorhersehbar ist im Roman nichts. Wie auch bei diesem tollen Weltenkonzept und den Protagonisten, die zu allem bereit sind. Sehr genau zeigt Pala wie sehr Menschen in Notsituationen an ihre Grenzen gehen. Wie sie plötzlich dazu bereit sind, all ihre Werte und Konventionen über Bord zu werfen, wenn es ums eigene Leben geht. Pala zeigt deutlich die Dunkelheit, die in uns steckt und dann zum Vorschein kommt, wenn die niedrigsten Instinkte erwachen und ums Überleben kämpfen.

Helden gibt es natürlich auch. Einer von ihnen wird von seinem Gott begleitet, was vermuten lässt, dass er problemlos allen Gefahren trotzen kann, doch sein Gott hat einen Hang zur Ironie und für Waschlappen nichts übrig und so gerät er - wie alle anderen auch - von einer Gefahr in die nächste. 

Rasant und Actiongeladen, voller Spannung und Überraschungen, mit düsterer Atmosphäre und ein bisschen schwarzem Humor ausgestattet - das ist Ivo Palas Dark World Saga. Zumindest der erste Band "Schwarzer Horizont", mit dem er mich definitiv überzeugen konnte, weiterlesen zu wollen.


Buchinfo:

Droemer Knaur (Oktober 2016)
400 Seiten
Klappenbrooschur
14,99 €
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26.07.17

Weil sie das Leben liebten - Charlotte Roth


Berlin Ende der 1920er Jahre: Die junge Franka hat nur einen Wunsch – sie möchte Zoologie studieren. Ihre strengen Eltern und die Weltwirtschaftskrise machen ihren Traum zunichte, doch immerhin gelingt es ihr, eine Stelle als Tierpflegerin im Berliner Zoo zu bekommen. Die Arbeit mit den geliebten Tieren geht ihr über alles, ihnen schenkt sie ihre ganze Liebe – nicht den Menschen. Nur ganz allmählich fasst sie Zutrauen zu dem Tierarzt Carl, der vom Leben ähnlich gebeutelt wurde wie sie. Dann lernt sie den faszinierenden Adam kennen und lieben. Doch Adam ist Sinti, und inzwischen haben die Nazis die Macht in Deutschland ergriffen. Adams Leben ist in höchster Gefahr, und Franka ist bereit, für ihn zu kämpfen – und für ihre Tiere. Fortan weiß sie nicht mehr, wem sie trauen kann … (Text & Cover: © Droemer Knaur; Foto: © N. Eppner)

"Weil sie das Leben liebten" hat mich sehr aufgewühlt. 

Vom ersten Moment an mochte ich Franka, die durch ihre Erfahrungen im näheren Umfeld gelernt hat, dass Tiere die besseren Menschen sind. Nichts wünscht sie sich sehnlicher, als Zoologie zu studieren und ihr Leben den Tieren zu widmen und mit ihnen zu teilen. Für ihren Vater ist das ein Skandal, denn schließlich ist sie ja "nur" ein Mädchen. Mädchen fügen sich ihrem Schicksal und vor allem den Wünschen des Vaters. Sie sind still, leise - möglichst unsichtbar. Studieren kommt nicht in Frage.

Nach einigen gemeinsamen Erlebnissen mit Franka, wechselt das Setting. Ich lerne Carl, den etwas verschrobenen Tierarzt und Tokeli, den wilden und ehrgeizigen Sinti, kennen und verliere mein Herz an diese beiden männlichen Protagonisten, die unterschiedlicher kaum sein könnten.

Tokeli möchte sein Leben nicht weiter in der Schublade verbringen, in die man ihn von Geburt an gesteckt hat. Er möchte Anwalt werden - eine Ungeheuerlichkeit für einen, der dem fahrenden Volk angehört. Doch Tokeli lässt sich nicht von Konventionen und Vorschriften abhalten. Dieser junge Mann, der das Leben liebt, macht das, was er möchte und nicht das, was von ihm erwartet. Er sprüht nur so vor Leben und es ist eine Freude ihn zu begleiten.

Immer im Hinterkopf: die historischen Ereignisse unseres Landes. Weder Tokeli, noch Franka, Carl oder der fröhliche Winnie wissen, was in naher Zukunft auf sie zukommt. Doch ich weiß es ganz genau. Ich weiß, was man mit Menschen macht, die nicht ins vorgeschriebene Raster passen. Die schwarz glänzendes Haar haben und Augen, die Feuer versprühen. Die sich nicht brav und still an den Herd stellen und sich für andere einsetzen, statt stillschweigend Ungerechtigkeiten hinzunehmen. Der Gedanke daran, dass diese wundervollen Protagonisten in den Wahnsinn des zweiten Weltkriegs geraten, hat mich Seite für Seite begleitet und ziemlich belastet.

"Hitler hatte die Welt mit Tod überzogen, und jetzt sah es so aus, als schlüge der Tod zurück und verschlinge sein eigenes Land." (S. 465)

Natürlich handelt es sich hier nur um fiktive Persönlichkeiten (einige der genannten Tiere hat es tatsächlich gegeben), aber genau solche Geschichten sind nun mal wirklich passiert. Menschen wurden umgebracht, weil ihre Hautfarbe, ihre Lebenseinstellung oder ihre Art zu wohnen nicht in ein Muster passten, das auf völlig absurden Behauptungen gegründet wurde. Um diesen Wahnsinn, der viele Millionen Menschen das Leben gekostet hat, nicht zu vergessen und damit auch dafür zu sorgen, dass er nicht wieder Fuß fassen kann, sind Bücher wie "Weil sie das Leben liebten" unglaublich wichtig.

Mir hat besonders gut gefallen, dass ein paar wenige Menschen im Fokus des Romans stehen. Dass ich als Leserin einige wenige Figuren sehr genau kennenlerne und dadurch einen engen Bezug zu ihnen aufbaue, der Grundlage dafür ist, dass ich den starken Wunsch verspüre, dass sie alle dem Wahn entkommen können. 

Als Tierliebhaberin freue ich mich sehr darüber, dass Charlotte Roth den Berliner Tiergarten als Setting für ihren Roman gewählt hat. Zudem verdeutlicht sie damit, wie viele Unschuldige, nicht nur Menschen, sondern auch Tiere, dem Zweiten Weltkrieg zum Opfer gefallen sind. 

"Weil sie das Leben liebten" bekommt von mir eine dicke Leseempfehlung, da Charlotte Roth in der Lage ist, großartige Figuren zu kreiieren, eine emotionale Atmosphäre aufzubauen und gleichzeitig mit ihrer Geschichte an historische Ereignisse zu erinnern, die nicht in Vergessenheit geraten dürfen.

Buchinfo:

Droemer Knaur (Juni 2016)
512 Seiten
Taschenbuch
9,99 €
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Charlotte Roth auf Fantasie und Träumerei:


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25.07.17

Fangirl - Rainbow Rowell




Die Zwillinge Cath und Wren sind unzertrennlich, bis Wren beschließt, dass ihr Jungen und Partys wichtiger sind als das gemeinsame College-Zimmer. Ein harter Schlag für Cath, die sich immer weiter in ihre Traumwelt zurückzieht: Beim Lesen und Schreiben von Fanfiction lebt sie ihre Vorstellungen von Liebesbeziehungen aus. Mit Erfolg – Tausende Leser folgen ihr. Doch als Cath dann Nick und Levi näher kennenlernt, muss sie sich fragen, ob sie nicht langsam bereit ist, ihr Herz echten Menschen zu öffnen und über Erfahrungen zu schreiben, die größer sind als ihre Fantasien. Ein mitreißendes Jugendbuch von Bestsellerautorin Rainbow Rowell über die erste Liebe – in der Fantasie und im echten Leben. (Text & Cover: © Hanser; Foto: © N. Eppner)

Rowells Debüt "Eleanor & Park" hat mich - und viele andere LeserInnen - sehr ergriffen. Es ist die gefühlvolle Geschichte zweier Außenseiter, einer ersten Liebe, aber auch die von Wut und Schmerz. Wie viele andere auch, habe ich gespannt auf weitere übersetzte Romane der Autorin gewartet. Endlich hielt ich "Fangirl" in Händen. Lang ersehnt, mit stetig wachsenden Erwartungen und der sehr berechtigten Frage, ob eine Autorin a) nochmal solch einen Roman erschaffen kann wie "Eleanor & Park", der so zart und zerbrechlich und gleichzeitig voller Härte ist, denn dort steht immer wieder häusliche Gewalt zwischen den Zeilen und b) ob das die Autorin das überhaupt möchte.

Tatsächlich habe ich das Gefühl, dass Rowell keineswegs auf den altbekannten Zug aufspringen möchte. Sie findet ihre Freude am Ausprobieren, am Experimentieren, daran beweglich zu sein und nicht in eine Schublade gesperrt zu werden. Eine positive Eigenschaft, die ich mir bei viel mehr SchriftstellerInnen wünschen würde. 

Gleichbleibend ist ihre Fähigkeit gefühlsbetonte, emotionale Szenen zu schreiben. Sie findet immer die richtigen Worte, um ihre Leser ganz unaufdringlich im tiefsten Innern zu berühren. Sie nutzt schöne Worte und feinfühlige Sätze, um meine Augen zu öffnen und mich dazu zu bewegen zwischen den Zeilen zu lesen. Sie spricht das Offensichtliche nicht aus, um dem Tiefgründigen Platz zu lassen sich zu entfalten.

Ihre Figuren sind ganz große Klasse. Haben "Beste Freunde" - Potential, sind Figuren mit Ecken und Kanten und Charakter. Ich glaube nicht nur ich war von Anfang an begeistert von Levi. Er ist so wunderbar durchschaubar und damit zuverlässig und treu in seiner Freundschaft und zeitgleich steckt er voller Überraschungen. Obwohl die Zwillinge Cath und Wren durch ihre familiären Probleme oft so handeln, wie ich es von ihnen erwarte, konnten auch sie meine Sympathie gewinnen. Ebenso die mürrische Reagan.

Neben dem Entwerfen all der tollen Charaktere und Finden all der schönen Worte, hat Rowell die Handlung und damit auch die Spannung etwas aus den Augen verloren. Es gibt einige Stellen, die seicht dahin plätschern und so bleibt "Fangirl" am Ende nicht als umwerfende Story zweier junger Mädchen, die zu sich selbst finden, im Bücherregal, sondern lediglich als nette Unterhaltung für einen entspannten Sommertag.

Buchinfo:

Hanser (Juli 2017)
480 Seiten
Hardcover mit Schutzumschlag
18,00 €
ÜBERSETZUNG: Brigitte Jakobeit
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