Wohlfühlküche mit heimischen Superfoods - Stefanie Hiekmann



Es müssen nicht immer Chiasamen und Gojibeeren sein. Die Exoten liegen zwar im Trend und sind aus den Schüsseln rund um die Welt nicht mehr wegzudenken. Doch es gibt auch einige verkannte Superfoods, die regional erhältlich sind und sich zum Kochen eignen. Mit ihnen tut man sich und dem ökologischen Fußabdruck etwas Gutes. Stefanie Hiekmann hat die hiesigen Kraftpakete unter die Lupe genommen und in 60 Rezepten auf spannende Weise neu kombiniert. Herausgekommen sind bunte, aromatische Gerichte, die gesund sind und der Seele guttun. Bei rotem Kürbiscurry, Couscous-Salat, Fenchelgemüse und anderem saisonalen Essen kommt Wohlfühlstimmung auf. Hintergrundinformationen zu den verwendeten Gemüsesorten zeigen, was in ihnen steckt.
(Cover & Text: EMF, Foto: N. Eppner)

Wenn mich jemand nach dem Kochbuch fragt, das ich bisher am meisten verschenkt habe, dann antworte ich:"Wohlfühküche mit heimischen Superfoods". Warum? Die Rezepte darin sind regional, saisonal, leicht nachzukochen und einfach unglaublich lecker.

Das rote Herbst-Curry oder das grüne Winter-Curry ist längst fester Bestandteil der heimischen Küche und wird so oft wie möglich gekocht. Ich könnte mich reinsetzen so lecker sind diese Gerichte, die ganz fix zubereitet sind. Und das aus Zutaten, die es in jedem Supermarkt zu kaufen gibt und die außerdem über jede Menge positiver Eigenschaften verfügen. 


Wer nicht weiß wann Fenchel Saison hat oder wann man am besten rote Beete kaufen kann, der bekommt von Autorin und Bloggerin Stefanie Hiekmann zunächst eine kleine Einführung mit Wissenswertem aus dem heimischen Garten (auch für diejenigen geeignet, die ihr Gemüse aus dem Supermarkt beziehen und nicht im eigenen Garten ernten). 

Drei-Sterne-Koch Thomas Bündner gibt Kochtipps und erklärt, wie man Gemüse am besten verarbeitet. Er plaudert aus dem Nähkästchen und gibt hilfreiche Tipps für Anfänger und Fortgeschrittene. Um die Gerichte aus der Wohlfühlküche nachzukochen muss man übrigens kein erfahrener Koch sein.

Die Rezepte, die wunderschön bebildert sind, wurden von Stefanie Hiekmann in Jahreszeiten gegliedert, so dass man fix ein passendes Rezept findet. Da ich eine Ökokiste vom Bauernhof beziehe, in der saisonales Obst und Gemüse geliefert wird, passt die Aufteilung für mich genau. Alle, die ihr Gemüse bisher nach Lust und Laune gekauft haben, können dadurch einen schnellen Überblick bekommen, auf welche Sorten sie vermehrt zurückgreifen können. Saisonal essen ist nicht nur gesünder, weil die Produkte dann keine Nährstoffe durch lange Lagerzeiten verlieren, sondern schont auch den Geldbeutel, denn Saisonware ist in der Regel billiger und häufig sogar im Angebot.


Durch die Kombination aus "Wohlfühlküche mit heimischen Superfoods" und meiner Ökokiste, habe ich für mich neue Gemüsesorten entdeckt, die es schon sehr lange gibt, die aber durch andere, neuere, zum größten Teil nicht regionale Gemüsesorten ersetzt wurden und eigentlich viel gesünder sind, weil sie noch ihre Ursprungsform haben und nicht genetisch verändert wurden. 

Altbekannte Rezepte wurden aufgepeppt bzw. bekommen durch andere Zubereitung einen ganz neuen Geschmack. So gibt es bei uns nun nicht mehr den klassischen Rotkohl, der mehrere Stunden mit Apfel (zer-)kocht wird, sondern geschmorten Rotkohl aus dem Ofen oder statt Gulasch nur mit Fleisch, Wintergulasch aus Fleisch und Knollengemüse

Da ich das Buch im Herbst bekommen habe, habe ich mich bisher tatsächlich nur durch Herbst und Winter gekocht. Allerdings habe ich die Rezepte von Frühjahr und Sommer schon mehrfach durchgeblättert. Ich kann es kaum erwarten auch diese nachzukochen.

BUCHINFO:

EMF (2016)
176 Seiten
Hardcover
19,99 €

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WEITERE REZENSIONEN:

Kommentare:

  1. Das klingt nach einem passenden Kochbuch für mich, da ich auch vorwiegend saisonal und regional einzukaufen versuche. Leider habe ich nicht den Eindruck, dass das den Geldbeutel schont - im Gegenteil. Meine Erfahrung ist eher, dass man gern mal den Salat aus Spanien oder die Trauben aus Südamerika nachgeschmissen bekommt, während man für Pastinaken, Sellerie oder Steckrüben ganz schön tief in den Geldbeutel greifen muss. :-(
    Vielleicht ist das in Biosupermärkten besser, aber in meiner aktuellen Wohnung ist der nächste zwanzig Minuten mit den Öffis entfernt. *seufz*

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    1. Ach echt? Das ist aber blöd :(
      Gibt es bei euch so was wie eine Ökokiste noch nicht?

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  2. Das Buch klingt echt total interessant. Ich finde es ja schön, dass in letzter Zeit auch wieder etwas in Vergessenheit geratene Gemüsesorten ihre Aufmerksamkeit bekommen. Ich versuche ebenfalls regional und saisonal einzukaufen. Ich sehe es auch einfach nicht ein im Winter 5€ für 3 Erdbeeren zu bezahlen, wenn es die in der passenden Saison zum besseren Kurs gibt. Außerdem finde ich es auch schön, sich auf Jahreszeiten / Monate und ihre entsprechenden Leckereien zu freuen. Nach dem Buch werde ich mal in der Bibliothek schauen, denn neuer Input ist ja immer gut :)

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    1. Vor allem gibt es soooo leckere Gemüsesorten, die sich in zig Varianten zubereiten lassen. Ich weiß gar nicht in wie vielen verschiedenen Gerichten ich diesen Winter Kohl und rote Beete verarbeitet habe :D

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