22.06.17

Alle Vögel unter dem Himmel - Charlie Jane Anders



›Alle Vögel unter dem Himmel‹ von Charlie Jane Anders ist vieles: ein magischer Science-Fiction-Roman, eine unvergessliche Liebesgeschichte zwischen einer Hexe und einem Nerd – und eine feinsinnige Bestandsaufnahme des modernen Lebens.
Patricia Delfine merkt früh, dass sie eine Hexe ist. Schließlich kann sie mit den Vögeln sprechen – oder konnte es früher zumindest einmal (an jenem warmen Sommertag). Laurence Armstead ist ein Nerd: Schon als Highschool-Schüler erfindet er in seinem Kinderzimmer eine Zeitmaschine, die es ihm erlaubt, zwei Sekunden in die Zukunft zu reisen. Obwohl sie unterschiedlicher nicht sein könnten, werden sie schnell Freunde. 
Gegen Ende der Schulzeit verlieren sie sich aus den Augen, nur um sich einige Jahre später in San Francisco wiederzutreffen: Doch der Zeitpunkt ist denkbar ungünstig: Die Welt wird gerade von einer ökologischen Katastrophe heimgesucht: Ganze Regionen versinken im Meer, Flüchtlingsströme durchziehen die Welt. Wissenschaftler wie Hexen suchen nach einem Ausweg, können sich jedoch nicht einigen. Laurence und Patricia finden sich auf unterschiedlichen Seiten der Auseinandersetzung wieder und müssen sich fragen: Wem können wir trauen, wenn die Welt aus den Fugen gerät, dem Verstand oder dem Gefühl? (Text & Cover: © S. Fischerverlage; Foto: N. Eppner)

Whow! Nie im Leben hätte ich hinter Klappentext und Cover so eine fantasievolle, Ideenreiche und spannende Geschichte erwartet. Charlie Jane Anders hat mich so begeistert und gefesselt, dass ich richtig traurig darüber bin, das Buch bereits beendet zu haben.

Patricia und Laurence sind zwei Außenseiter. Sie Hexe, er Wissenschaftsnerd. Nicht gerade die Persönlichkeitsmerkmale, die in der High School zu großer Beliebtheit führen. Hänseleien und Gewalt ausgesetzt, finden sie zueinander, werden so etwas wie Freunde in der Not. Tiefschneidende Ereignisse führen dazu, dass die beiden sich aus den Augen verlieren.

Jahre später finden sie sich wieder. Beide haben versucht ihren Traum zu leben. Laurence als großer Wissenschaftler, Patricia als Hexe. In beiden brodeln nach wie vor die Ereignisse aus der Kindheit und Jugendzeit. Geringes Selbstbewusstsein, Minderwertigkeitskomplexe, der Wunsch es allen Recht zu machen und Menschen von Not und Angst zu heilen, sind die Gefühle mit denen sich beide auf ihre Art auseinandersetzen müssen. 

Während junge Menschen mit ihren privaten Problemen kämpfen, schippert die Welt dem Abgrund entgegen. Stürme, Unwetter und Naturkatastrophen nehmen zu. Die Welt scheint sich für das zu rächen zu wollen, was man ihr seit etlichen Jahren zumutet. Ein Ausweg muss her. Doch welcher ist der richtige? Und ist die Welt überhaupt noch zu retten?

Charlie Jane Anders zeigt auf ganz beeindruckende Art, was die phantastische Literatur zu leisten vermag. AutorenInnen haben in diesem Genre die Option ihrer Fantasie freien Lauf, Ideen sprudeln zu lassen, mit Farben, Worten und Bildern zu spielen und das Unmögliche möglich zu machen. Charlie Jane Anders macht sich all diese Möglichkeiten zu Nutze und wählt ein Setting, das sehr nah an der Realität ist.

Mit fabelhaft bissigem, ironischem Unterton erzählt sie eine Geschichte, die gleichfalls unterhaltsam und kritisch ist. Prototypen stehen extrem individuellen Charakteren gegenüber, verflechten sich zum Kampf zwischen Dummheit und Cleverness und ganz nebenbei geht die Welt zugrunde. Viele Ideen perfekt verwoben. 

Besonderes Augenmerk liegt a) auf dem Verhalten der Menschen, dass - wie in der Realität auch - nicht immer nachvollziehbar ist und b) auf dem verschwenderischen Umgang mit unserem Planeten, so als sei er ein nachwachsendes Etwas, unerschütterlich bis in die Grundfeste. Nach uns die Sinnflut.

Trotz deutlich phantastischen Elementen wie Zauber und Zeitreisen, fühle ich mich von mehr Realität umgeben, als in manchem Sachbuch. Die zum Teil überzogene Darstellung einiger Problematiken, die nicht Naturgegeben sind, sondern deshalb verursacht werden, weil wir Menschen uns über die Dinge stellen, sorgt dafür, dass ich als Leser diese Probleme klar und deutlich vor Augen habe. Deutlicher kann ein Wink mit dem Zaunpfahl kaum sein und doch ist es kein erhobener Zeigefinger, sondern eher nach dem Motto:"Merkste selbst, dass es nicht so gut läuft". Nicht nur im Bereich Umweltschutz, sondern auch oder vor allem, auf Zwischenmenschlicher Ebene.

Du siehst - ich bin begeistert. Restlos! "Alle Vögel unter dem Himmel" ist nicht nur ausgesprochen klug, sondern auch extrem unterhaltsam. Lässig geschrieben, tiefgründig, und so voller Überraschungen, dass niemals Spannung verloren geht. Ich hoffe, dass Autorin Charlie Jane Anders noch mehr solch tolle Romane liefern wird.

Buchinfo:

S. Fischerverlage TOR (März 2017)
416 Seiten
Klappenbroschur
14,99 €
ÜBERSETZUNG: Sophie Zeitz

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20.06.17

[#JdKöki] Zwillingssterne - Cristina Moracho



Seit ihrem sechsten Lebensjahr sind sie unzertrennlich. Spielen zusammen. Fallen die Kellertreppe runter. Erst Oliver, dann Althea. Sie zelten im Garten, schwimmen im Atlantik, betrinken sich an Halloween. Küssen sich das erste Mal unter einem Ahornbaum. Er sie; sie ihn. Im Juni. Und als Oliver das nächste Mal aufwacht, ist es August. Während er schläft, fängt Althea an zu rauchen und färbt sich die Haare. Während er schläft, verändert sich alles zwischen ihnen. Und als er aufwacht, ist nichts mehr wie es einmal war. (Text & Cover: © Carlsen; Foto: © N. Eppner)
Schnell war ich in "Zwillingssterne" versunken. Die Schreibe Morachos gefällt mir gut, denn sie lässt die intensiven Gefühle, die zwischen Oliver und Althea pulsieren, aber auch ihre tiefe Vertrautheit, zu Bildern werden. 

Die aufgeladene Energie zwischen den beiden Jugendlichen, ist nicht die einzige Emotion mit der sowohl Oliver, als auch Althea zu kämpfen haben. Vieles hat sich angestaut. Über Jahre.

Oliver hat mit dem Verlust seines Vaters zu kämpfen, Althea ist ein Scheidungskind. Die Eltern kümmern sich so gut wie es ihnen auf ihre jeweilige Art möglich ist. Mit Liebe umgehen können sie nicht. Sie an ihre Kinder vermitteln stellt eine Herausforderung dar.

Althea sucht nach Liebe. Mal hier, mal da, doch alles, was sie findet, ist eine unbändige Wut, der sie irgendwann nachgibt und Coby das Nasenbein bricht. Bisher war Oliver ihre größte Stütze. Der hatte bis dato mit nichts zu kämpfen. Steckt alle Widrigkeiten des Lebens mühelos weg. So hat es zumindest den Anschein.

Doch nun verschwindet er. Immer häufiger. Immer längere Zeit. Schläft einfach ein und lässt Althea, die sich bisher zu sehr auf das "beste-Freunde-Konstrukt" verlassen hat, einsam und verlassen zurück.

Im Großen und Ganzen hat mir der Roman ganz gut gefallen. Die Grundidee ist gut und die Schreibe holt mich dort ab, wo ich es nicht vermutet hatte. Eine kleine Kritik habe ich aber doch. Ab und an habe ich das Gefühl, dass sich die Autorin verzettelt. Weniger ist mehr. Hier und dort ein paar Szenen eingespart und die eigentliche Situation, die Schwierigkeiten, die Althea und Oliver belasten, ihr Leben zu einem Vulkan kurz vor dem Ausbruch werden lassen, mehr auf den Punkt gebracht. Das hätte ich mir gewünscht.

Letztendlich bin ich mit der Geschichte ausgesöhnt. Althea mochte ich richtig gern. Ihre Art, ihre Charakterzüge und Handlungen sind sehr menschlich. Olli verblasst daneben ein wenig. Das Ende ist genau so wie es mir gewünscht habe - passend zu einer Geschichte wie dieser.

Biblio:

432 Seiten
14,99 €
ÜBERSETZUNG: Anette von der Weppen
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18.06.17

Lass die Leute reden ... - zu viel Liebe!

"Seit die Backenzähne der Räubertochter ihren Weg ins freie suchen, schläft sie sehr schlecht und will häufig auf den Arm. Ich trage sie nun wieder vermehrt in der Babytrage (Ergobaby)."
"Oh, oh, da musst du aber auch aufpassen, dass sie sich daran nicht gewöhnt."

An was bitte, liebe Mitmenschen, soll sich mein Kind nicht gewöhnen?

An das Bedürfnis nach Nähe?
An das Bedürfnis nach Geborgenheit?
An den Wunsch Körperkontakt zu Mutter / Vater zu haben?
Oder daran, dass ich versuche die kindlichen Bedürfnisse zu erfüllen?
Meine Tochter ist 15 Monate alt. Ein kleines Menschlein, das zumindest ein paar Dinge kennt, die es nicht möchte.

"Nein" ist ein ziemlich doofes Wort. Deshalb versucht sie auch erstmal sich darüber hinweg zu setzen. Die Welt ist gerade auch so extrem spannend, dass Verbote eine Erkundung nur einschränken.

Gerade in unserem Beispiel lässt sich schon ganz klar herauskristallisieren, wovor wir die Augen nicht verschließen können: die Tochter hat den Dickkopf der Mutter geerbt.

Es gibt Wünsche, die möchte sie durchsetzen. Notfalls mit wütendem Geschrei.

Ist der Moment, in dem sie mir ihre Ärmchen entgegen streckt und "Am" sagt, wirklich einer dieser Zeitpunkte?

Oder ist es nicht einfach nur das ganz natürliche Bedürfnis eines kleinen Wesens, das Evolutionsbedingt die ersten Jahre seines Lebens getragen werden möchte? Diesen Wunsch soll ich abschlagen? Ja besser sogar noch abgewöhnen?



Ich würde sagen meine Tochter und ich haben eine starke Bindung. Sie ist für ihr Alter recht selbstbewusst und scheut sich nicht davor auf Menschen zuzugehen. Sie probiert gerne Neues aus, ist neugierig und möchte am liebsten alles selbst machen.

Ich bin stolz darauf Teil dieses Entwicklungsprozesses zu sein, in dem ich ganz bestimmt nicht alles richtig mache. Aber ich bin mir sehr sicher, dass ich richtig damit liege, das Bedürfnis meines Kindes nach Nähe, unter anderem durch Tragen zu erfüllen.


Gut gemeinte Ratschläge nehme ich sehr gerne an, aber dieses "Achtung! Verwöhn dein Kind nicht mit zu viel Liebe!" ist einfach nur schrecklich. Oder sagt dein Mann / Frau / PartnerIn abends zu dir:"Bitte küss mich nicht, denn dann möchte ich das womöglich immer?"

Der Wunsch nach Nähe und Geborgenheit, nach Nestwärme und der Interaktion zwischen Kind und vertrauten Menschen ist nichts Schlimmes. Ganz im Gegenteil. Wie viele erwachsene Menschen kennst du, die von sich selbst behaupten, nicht Bindungsfähig zu sein? Nicht in der Lage zu sein eine gleichmäßige, langanhaltende Beziehung - sei es zu Familie, PartnerIn oder Freunden - einzugehen? Oder immer wieder Beziehungen eingehen, weil sie den dringenden Wunsch verspüren, einen Menschen zu haben, der ihnen all das gibt, was ich gerade eben angesprochen habe.

Der Ursprung dafür liegt in den meisten Fällen in der Kindheit. Unerfüllte Wünsche, denen aus unterschiedlichen Gründen nicht Genüge getan wurde. Manchmal aus Unwissenheit, manchmal aus Faulheit, manchmal aus mangelnder Beziehungsfähigkeit, aber manchmal eben auch, weil die Eltern von anderen in ihrem instinktiven Handeln nicht bestärkt, sondern untergraben wurden.




Liebe Mütter (und natürlich Väter), lasst euch bitte nicht verunsichern.


1. habt ihr das feinste Gespür dafür, was euer Kind braucht. Ihr bemerkt auch schon die kleinsten Veränderungen im Verhalten eurer Kinder.

2. könnt ihr am besten einschätzen, ob euer Kind einen vermehrten Wunsch nach Nähe und Geborgenheit hat.

3. seid ihr diejenigen, die all die Liebe, die ihr eurem Kind entgegen bringt, auch wieder bekommt.

Bei Kleinkindern ist der vermehrte Wunsch nach Aufmerksamkeit, nach auf den Arm nehmen und herum tragen nun mal nicht das reine Anliegen aus Faulheit durch die Gegend getragen zu werden oder die Eltern mal ein bisschen zu nerven. Die Bedürfnisse des Kindes zu erfüllen ist anstrengend - keine Frage - aber dafür sind wir Eltern nun einmal da und alles, was wir im Kindesalter verpassen, können wir später nicht mehr nachholen.

Die kleinen Menschlein sind uns ausgeliefert, von uns abhängig. Aber das sind sie gerne. Und wenn sie häufiger auf den Arm wollen, dann eben genau aus dem Grund, weil sie uns lieb haben und zu diesem Zeitpunkt Liebe brauchen. Das ist mal mehr, mal weniger der Fall. Und ich kann euch versichern - wird dies nicht erfüllt, wird es auf lange, lange Sicht zu einer Zerreißprobe für euch alle.

Also, lasst die Leute reden (selbiges gilt übrigens auch für "Waaaas? Sie darf zu euch ins Bett? Da musst du aber wirklich aufpassen, dass sie nicht mit 20 noch bei euch schläft!"), handelt nach den Bedürfnissen eures Kindes und freut euch, dass sie die Nähe zu euch suchen. Oder habt ihr schon mal zu viel Liebe bekommen?



P.S.: Die kleine Räubertochter schläft seit vermehrtem Tragen übrigens wieder durch.

16.06.17

#JdKöKi - Abstimmung des Juli Titels + mega super tolles Gewinnspiel



Ein halbes Jahr #JdKöKi.

Ein halbes Jahr Geschichten, die außergewöhnlich sind.

Ein halbes Jahr zauberhafte Cover- / Buchumschlaggestaltung.

Ein halbes Jahr intensives fotografieren.

Ein halbes Jahr Unterstützung von dir, dir und dir.

Vielen, vielen Dank.

Um das halbe Jahr zu feiern und, um uns bei allen #JdKöKi Abstimmungsteilnehmern zu bedanken, gibt es diesmal nicht nur eine großartige Auswahl an Nominierten, sondern auch ein mega super tolles Gewinnspiel, bei dem du 6 (!!!!) Königskinderromane deiner Wahl gewinnen kannst.

HIER gelangst du zur Abstimmung + Gewinnspiel 

(Gewinnspielende und Ende der Abstimmung ist jeweils der 20. Juni 23:59 Uhr)





"Der Himmel über Appleton House" | S. E. Durrant | Nils von Bunteschwarzweisswelt


Ira und Zac müssen schon wieder umziehen – diesmal von einer Pflegefamilie ins Kinderheim. Es wird der erste Ort, an dem sie glücklich sind. Trotzdem: Ira sehnt sich nach dem Unmöglichen, nach einer richtigen Familie. Mit Mutter und Vater und einer eigenen Haustür. Aber die Geschwister sind nicht mehr klein und sie wollen zusammenbleiben. Keine guten Voraussetzungen. Am Ende finden sie dennoch ein Zuhause: in Martha, in Appleton House und in ihrem Garten. Und wenn der Abschied vom Kinderheim, von den Menschen dort, auch schwerfällt: Sie haben endlich ihr kleines Stück von Himmel gefunden. Für immer. (Quelle: Carlsen)

Das Buch hört sich sehr tiefgründig an, was nicht zuletzt daran liegt, dass es um Waisenkinder geht.
Gleichzeitig hört es sich aber auch sehr schön und hoffnungsvoll an, da die Geschwister ein Zuhause finden!
Für mich hört sich das Buch grandios an und ich bin mir sicher, dass es ebenso grandios ist, wie es klingt!


"Am tiefen Grund" | Diana Sweeney | Anni von Bücherstapel


Ein Mädchen namens Tom;
eine verheerende Flut, die sie ihrer gesamten Familie beraubt;
ein Typ namens Bill, der sie im Stich gelassen hat.
Ihre Nana, gütig und stark, die als Einzige ihr Geheimnis kennt. Ihr bester Freund Jonah und Annabel, die Meerjungfrau. Und ein ungeborenes Kind.
Voller Sehnsucht nach dem Verlorenen spricht Tom mit Oskar, dem Karpfen, mit Papa, der als Toter eine ganze andere Perspektive auf das Leben hat. Und mit ihrem ungeborenen Kind.

Eine traurige, ungewöhnliche und traumverlorene Geschichte von herzzerreißender Schönheit – so fließend und lebendig wie das Wasser. (Quelle: Carlsen)

Ich erwarte eine gefühlvolle, tiefgreifende und sehnsuchtsvolle Geschichte, worauf ich wirklich Lust habe. Australien mag ich gerne und Wasser auch. Das Cover finde ich wundervoll bunt und mir gefällt es, dass schon im Klappentext so viele Menschen erwähnt werden. Ich bin ganz neugierig!

"Jane & Miss Tennyson" | Emma Mills | Sandy von Nightingale's Blog


Devon würde eigentlich nichts an ihrem Leben ändern. Sie ist zufrieden damit, heimlich in ihren besten Freund verliebt zu sein und die Zukunft zu ignorieren. Aber das Leben macht nicht mit. Erst zieht ihr Cousin Foster, ein unverbesserlicher Sonderling mit einem überraschenden Talent für Football, bei ihnen ein. Dann taucht der unausstehliche, überhebliche und unerträglich attraktive Ezra auf. Devon hätte nie erwartet, dass Foster der Bruder wird, den sie nie haben wollte; oder dass Ezra ihre Lieblingsschriftstellerin Jane Austen liest, selbst wenn er Stolz und Vorurteil zunächst für die Fortsetzung von Verstand und Gefühl gehalten hat. (Quelle: Carlsen)

Ich möchte gerne "Jane & Miss Tennyson" von Emma Mills nominieren. Ein ganz zauberhaftes Buch, das überrascht und so viel mehr bietet, als der Klappentext verspricht. Unbedingt auch an begeistere Leser von Jane Austen-Romanen zu empfehlen. Lest es und verliebt euch!

Nannis Rezension zu "Jane & Miss Tennyson"



"Barney Kettles bewegte Bilder" | Kate Di Goldi | Nanni von Fantasie und Träumerei


Der unnachahmliche Barney Kettle, Filmemacher, großer Bruder, Teilzeit-Diktator, wird ganz sicher eines Tages ein weltberühmter Regisseur. Bisher ist sein Werk ist nur seinen Freunden und den Bewohnern der Straße bekannt, doch der Weltruhm ist nicht mehr fern. Gerade hat er noch das Krippenspiel (mit Maria und Joseph auf einem Tandem) abgedreht – und dann das: Barney hat eine Schaffenskrise! Nicht einmal seine Schwester Ren, überaus klug und eine zwanghafte Listen-Macherin, kann ihm helfen. Bis den beiden klar wird, dass der neue Film genau vor ihrer Nase passiert. Dass ihre Straße die Geschichte ist. (Quelle: Carlsen)

Ich nominiere "Barney Kettles bewegte Bilder", weil ich finde, dass es nach einem fantastischen und ein klein wenig verrückten Abenteuer klingt. Die Beschreibung des Protagonisten im Klappentext lässt mich vermuten, dass hier viel Liebe in die Figuren und Ausarbeitung der Geschichte gesteckt wurden.




"Mein Name ist nicht Freitag" | Jon Walter | Ina von Ina's Little Bakery


Samuel ist bei Gott. Seltsam nur, dass es im Himmel stockdunkel ist, die Vögel trotzdem singen und dass er gefesselt ist. Als er vor Gottes Angesicht tritt, sieht der eher aus wie Der Teufel. Und Der Teufel nennt ihn Freitag und verkauft ihn als Sklaven an einen weißen Jungen, der gerade mal so alt ist wie Samuel. Für 600 Dollar. Er kommt auf eine Plantage in Mississippi, wo es keinen interessiert, wer er ist, dass er lesen kann, dass er zu seinem kleinen Bruder muss. Aber der Bürgerkrieg rückt immer näher – und damit auch die Hoffnung auf Freiheit. (Quelle: Carlsen)

Das Buch war und ist neben dem Koffer mein absoluter Favorit im Programm "Zweisamkeit" und ich werde immer neugieriger darauf, je länger ich es vor mir herschiebe. Ich erwarte eine ergreifende Lektüre, die unter die Haut geht, weil ihre Themen, obwohl das Buch zu einer ganz anderen Zeit spielt ( auf die wir einen, durch die Filmwelt geprägten, sehr verklärten Blick haben ) nach wie vor LEIDER brandaktuell sind und denen man genau deshalb unbedingt immer wieder mehr Aufmerksamkeit schenken muss !

"Winger" | Andrew Smith | Dani von Brösels Bücherregal


Wenn man Ryan Dean West heißt, Klassenbester und dazu noch zwei Jahre jünger als alle anderen ist, wird einem der Kopf manchmal ins Klo gehängt. Aber Ryan Dean hat größere Sorgen: Wie soll er verhindern, dass sein neuer Zimmergenosse im Internat ihn nachts erwürgt? Noch wichtiger: Wie soll er Annie, die er wahnsinnig liebt, davon überzeugen, dass er nicht zu jung für sie ist? Ohne seinen Freund Joey aus dem Rugby-Team wäre dieses Schuljahr die Hölle. Dass Joey schwul ist, ist Ryan Dean völlig egal. Schließlich liebt er Joey. Auf total unschwule Art, versteht sich. Dann passiert das Undenkbare. Und Ryan Dean West begreift, was wirklich wichtig ist. (Quelle: Carlsen)

Es geht unter den Königskindern ja nicht immer nur bewegend und traurig zu. Dieser Titel verspricht lustig zu werden, erzählt die Geschichte von zwei Jungs, die sich gegenseitig lieben - der eine ist schwul, der andere... nicht so. Mal wieder so richtig schmunzeln, mitfiebern bei einem besonderen Jugendroman über Freundschaft und ... ja, vielleicht auch mehr.




"Ein Glück für immer" | Ruta Sepetys | Anja von Der Bücherblog


New Orleans in den Fünfzigerjahren: zwielichtige Gestalten, dunkle Gassen. Josie Moraine, Tochter einer Prostituierten, ist früh selbstständig geworden. Über dem Buchladen, den sie mit ihrem besten Freund Patrick zusammen führt, hat sie ein kleines Zimmer. Doch insgeheim träumt sie vom Smith College und einer Studentinnen-Freundschaft mit Charlotte. Und auch wenn das unerreichbar scheint für eine junge Frau ihrer Herkunft, will Josie sich nicht von ihren Plänen abbringen lassen.
Dann taucht der Gangster Cincinnati in der Stadt auf. Ein Mann wird ermordet. Und Josie muss Entscheidungen treffen, die ihr Schicksal bestimmen. (Quelle: Carlsen)

Ich möchte für Juli "Ein Glück für immer" nominieren. Mit "Salz für die See" hat mich die Autorin Ruta Sepetys sehr beeindruckt und ich möchte unbedingt auch ihre anderen Werke lesen. Dass die Handlung im New Orleans der 50er spielt, gefällt mir auf Anhieb sehr gut. Ich verspreche mir eine spannende Lektüre, die hoffentlich nicht ganz so tragisch endet wie im letzten Buch.

Nannis Rezension zu "Ein Glück für immer"




Bisher gelesene Bücher:


JANUAR | "Salz für die See" von R. Sepetys


Ich habe viele Tränen geweint. Tränen der Trauer, der Wut und Tränen der Hoffnung in Hoffnungslosen Situationen. Ich bin mir nicht sicher, ob ich jemals ein Buch gelesen habe, das mich so bewegt hat.

"Salz für die See" ist ein außergewöhnliches Buch. Nicht in seiner Thematik, aber in seiner Umsetzung. Gefühlt geht jedes einzelne Wort tief unter die Haut. Brennt in den Kopf was einmal war und nie mehr so sein soll. Es ist ein Buch, das absolut jeder lesen sollte.

FEBRUAR | "Alles, was ich sehe" von M.L. Curtis


"Alles, was ich sehe" lebt von seinen Protagonisten. Ob Maggie mit all ihrer Wut und Verzweiflung, der stille Mason oder die extrem optimistische Clarissa - sie alle tragen dazu bei, dass dieser Roman eine wundervolle Erzählung wird.

Ein ganz besonderer Protagonist ist Ben. Er ist Autorin Marci Lyn Curtis wirklich gut gelungen. Ein Mensch, den ich gerne einmal treffen würde.


MÄRZ | "Das Schloss in den Wolken" von L. M. Montgomery


"Das Schloss in den Wolken" ist ein zeitloser Roman über Träume und den Mut diese in die Tat umzusetzen. Ich selbst trage die Verantwortung für mein Glück. Protagonistin Valancy geht mit gutem Beispiel voran und zeigt mir, dass nichts unmöglich ist, scheint es auch noch so schwierig.




MAI | "Der Geruch von Häusern anderer Leute" von B.-S. Hitchcock



„Der Geruch von Häusern anderer Leute“ hat sehr viel in mir ausgelöst. Die Schicksale der Jugendlichen sind keine leichte Kost und nur schwer verdaulich. Immer dann, wenn ich am wenigsten damit gerechnet habe, haben sie wieder unter der vollen Härte des Lebens leiden müssen. Das hat mich emotional ziemlich aufgewühlt und immer wieder das Buch aus der Hand legen lassen, obwohl die darin konzipierte Spannung nach weiterlesen verlangte.








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(Gewinnspielende und Ende der Abstimmung ist jeweils der 20. Juni 23:59 Uhr)



13.06.17

[Kurz gesagt] Kasimir Karton. Mein Leben als unsichtbarer Freund - Michelle Cuevas



"Man ist nur so unsichtbar, wie man sich fühlt ..."
Manchmal wundert Kasimir sich schon, warum ihn niemand beachtet. Im Sportunterricht wird er nicht als Letzter ins Team gewählt, er wird gar nicht gewählt. Der Busfahrer schließt die Tür vor seiner Nase, und seine Eltern vergessen, ihm bei den Mahlzeiten einen Teller hinzustellen. Nur seine Zwillingsschwester Fleur hält zu ihm. Doch eines Tages macht Kasimir eine schockierende Entdeckung: Er ist unsichtbar! Fleur hat sich ihn ausgedacht! Mit dem Wunsch, ein echter Junge zu werden, begibt sich Kasimir auf eine lange Reise …(Text & Cover: S. Fischerverlage; Foto: N. Eppner)

3 gute Gründe warum es sich lohnt "Kasimir Karton" zu lesen:

  1. Kasimirs Geschichte gibt es ja eigentlich gar nicht, denn Kasimir ist der Erzähler der Geschichte und Kasimir gibt es ja eigentlich gar nicht. Anders, als erwartet, ist er nicht Fleurs Bruder, sondern ihr unsichtbarer Freund und unsichtbare Freunde gibt es ja nicht wirklich. Klingt verwirrend? Ist es aber nicht. Michelle Cuevas hat eine ganz tolle Idee zu einem herzigen Roman gehabt und diese ziemlich pfiffig und mit viel Feingefühl aufs Papier gebracht.
  2. Der Erzählton ist witzig, lebhaft und mitreissend. Kasimirs ausgeprägte Emotionen werden auch für kleinere Leser deutlich sichtbar. Die leicht ironische Dramatik, ausgelöst durch die Situation, in der Kasimir sich befindet, sorgt für Mitgefühl, aber auch etliche Lacher.
  3. Zu etwas besonderem wird Kasimir Karton auch durch den Erzählton Cuevas, aber ganz besonders durch die Fantasievollen Gedankengänge, die dazu einladen selbst einmal wieder der Fantasie freien Lauf zu lassen. Mit einem Augenzwinkern zeigt uns Kunstpädagogin Cuevas wie viel in uns steckt, wenn wir unserer Fantasie vertrauen und ihr hin und wieder ein bisschen mehr Freiraum eingestehen. Egal wie alt wir sind.

Buchinfo:

208 Seiten
Hardcover
12,99 €
ÜBERSETZUNG: Uwe-Michael Gutzschahn


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11.06.17

[Reiseproviant] #5 | 17



Lesereise:


#JdKöKi

Der Jahr der Königskinder Titel des Monats Juni ist "Zwillingssterne" / Cristina Moracho / Königskinderverlag. Ich habe es gelesen, die Sprache der Autorin sehr gemocht, aber stellenweise hat sie sich etwas verloren. Die aufkeimenden Funken der Enttäuschung wurden durch sehr starke Episoden und ein richtig gutes Ende, gelöscht.

Wann wird es hier denn spannend?

Apropos Hörbuch. Ich höre seit Anfang Mai oder sogar Ende April "Das Reich der sieben Höfe: Dornen und Rosen" / S. J. Maas / DAV. Nachdem ich etwa die Hälfte gehört habe, habe ich nochmals von vorn begonnen, weil ich das Gefühl hatte, etwas verpasst zu haben. War aber nicht so. Nun habe ich die erste CD zu etwa zwei Dritteln durch (das Fest beginnt) und ich frage mich "Wann wird es denn nun endlich spannend?" Am Anfang war es ja noch ganz nett, aber langsam habe ich auf das Geplänkel keine Lust mehr und wenn nicht bald was drastisches passiert, dann werde ich das Hörbuch wohl oder übel abbrechen.

SuB-Leiche 

Ich habe den Monat mit "Die Lügen des Locke Lamora" / Scott Lynch / Heyne begonnen, das zunächst selbst in tiefen Dornröschenschlaf verfallen war und dann mich hinein versetzte. Ganz so drastisch war es nicht, aber fesseln konnte mich der werte Mr. Lynch leider auch nicht. Da ich den Protagonisten Locke sehr interessant finde, bin ich umgestiegen aufs Hörbuch.




Kulinarische Reise:


Superfood Energy

Als kleinen Snack für ordentlich Energie zwischen den Mahlzeiten, habe ich die Superfood Riegel aus dem Buch "Gesund backen" von Carrots for Claire hergestellt. Nicht nur für mich, sondern auch als Geburtstagsgeschenk für meine Freundin, die total begeistert war. Nicht mit im Rezept: der Überzug aus dunkler Schokolade (hergestellt aus Schokolade mit 80% Kakaoanteil).



Soja Geschnetzeltes

Weil ich immer gerne Produkte auf Vorrat habe, um nicht so häufig einkaufen gehen zu müssen (ich hasse einkaufen!), habe ich mir Soja angeschafft, dass nicht nur von der Form ausschaut wie Geschnetzeltes, sondern auch recht ähnlich schmeckt. Der Vorteil: die kleine Räubertochter kann es auch mit ihren wenigen Zähnen essen, der Nachteil: es ist halt eben Soja (warum Soja gar nicht so gesund ist, könnt ihr hier nachlesen). Gewürzt wie Geschnetzeltes, kam es dem sehr ähnlich (der Mann dachte es seien Pilze). Soja wird die Fleischprodukte in unserem Haushalt nicht ersetzen, aber als Vorratsprodukt ist es ganz okay.



Zeitreise:


Interview

Aktuell gibt es "Blut ist im Schuh", den Jugendthriller von Anna Schneider im Kindle Angebot für nur 2,99 €. "Blut ist im Schuh" hat ebenso wie "Bald wird es Nacht, Prinzessin" (neuer Titel: "Cool Girls can't die") ein neues Outfit bekommen und bis zum Sommer erscheit auch der neuste Jugendroman "Von Liebe und Lügen". Hier findet ihr ein Interview mit der sympathischen Autorin.

Hörbuch

"Die Geschwister Gadsby" / Natascha Ferrant / Silberfisch sind eine turbulente und sehr herzige Familie. Das Hörbuch - gelesen von Sascha Icks - ist sehr liebenswert und eine große Empfehlung.

Blogrundreise:


Zero Waste II.

Passend zum gestrigen Zero Waste Thema (s.u.), habe ich auf Asaviels Blog tolle Beutel für den Plastikfreien Einkauf von Obst gefunden.

Blogartikel schneller schreiben

Der Reiseproviant Beitrag kostet mich in der Regel zwei Stunden Zeit. Bilder aussuchen, bearbeiten, Texte schreiben, Links zusammensuchen ... tolle Tipps wie man Artikel strukturiert vorbereiten kann, um Zeit zu sparen, habe ich auf Pinkbiz gefunden.

Interview II.

Blogger interviewt Autorin. Schon häufig gelesen. Neu auf der Autorenseite von Monika Loerchner: Autorin interviewt Blogger. Im Gespräch Henrik von zu ende gelesen

In eigener Sache

Derzeit kannst du dich für die Wanderbuch Aktion zu "Der Geruch von Häusern anderer Leute" bewerben. Ein Buch, das nichts beschönigt. Ich freue mich, wenn du dabei bist.


Ich auf Reise:


Lit.Blog Convention

Am Samstag war ich in Köln. Genauer gesagt im Verlagshaus von Bastei Lübbe, denn dort fand die zweite Lit.Blog Convention statt. Neben Lübbe gehörten Diogenes, KiWi und DuMont Kalenderverlag zu den Veranstaltern und jeder einzelne Verlag hat sich so sehr ins Zeug gelegt, den Tag so ansprechend und interessant wie möglich zu gestalten, dass es eine rundum gelungene Veranstaltung wurde.

Dank inspirierender Gespräche und spannender Sessions bin ich mit viel neuem Wissen, einer ordentlichen Portion Motivation und einem wirklich tollen Goodie Bag, zufrieden wieder nach Hause gefahren.

Ganz besonders gut hat mir der Vortrag von Milena Glimbovski gefallen. Eine zielstrebige und sehr sympathische Frau, die mit viel Erfolg versucht die Welt ein kleines bisschen zu verbessern. Gerade vorgestern war Vivienne Westwood als Kundin in Milenas Zero Waste Kaufhaus Original Unverpackt in Berlin und im Herbst erscheint ihr erstes Sachbuch "Ohne Wenn und Abfall. Wie ich dem Verpackungswahn entkam", das sofort auf meiner Wunschliste landete.

Als sehr sympathisch und inspirierend habe ich auch Enja und Sandra von Moka empfunden. Die beiden netten Ladies haben tolle Tipps zum Thema Instagram gegeben und mir damit echt ein bisschen weitergeholfen.

Womit ich nicht so richtig klarkomme ist die Generation YouTube bzw. diejenigen, die sich "YouTube Stars" nennen (BooktuberInnen ausgenommen) und mit dem vorspielen eines gefakten Lebens Höhenflüge bekommen. Besonders schockiert hat mich der Satz "einfach mal ein bisschen weinen. Das gibt viele Likes" WTF?? Sorry, aber das ist nicht meine Art mich in den sozialen Netzwerken zu präsentieren. Mit dem Vortrag von Sarah Liz haben die Veranstalter leider ins Klo gegriffen.

Ich möchte mich ganz herzlich bei all den netten Bloggern und BloggerInnen bedanken, die den Tag so reich gemacht haben - allen voran Alex und Petzi -, sowie den Verlagen DuMont, KiWi, Diogenes und Lübbe und ihren extrem netten und hilfsbereiten MitarbeiterInnen. Es war ein fantastisches Erlebnis. Sollte es eine Lit.Blog Convention 2018 geben - ich bin dabei!







09.06.17

[Wanderbuchaktion] "Der Geruch von Häusern anderer Leute" / Bonnie-Sue Hitchcock

WANDERBUCH AKTION:

Da mir "Der Geruch von Häusern anderer Leute" so sehr gefallen hat, möchte ich das Buch gerne mit euch teilen und eine Wanderbuchaktion ins Leben rufen.

Ablauf:

  • Es gehen drei Bücher auf Wanderschaft. Eins davon ist mein eigenes, das bereits mit Kommentaren und Notizen versehen ist, zwei gehen vom Verlag aus auf Reise.
  • Ihr bewerbt euch unter diesem Beitrag im Kommentarfeld, warum ihr gerne an der Aktion teilnehmen, bzw. das Buch lesen möchtet (ein "weil das Buch so schön aussieht" reicht leider nicht aus). Adressen tauschen wir später via eMail. Eure eMail Adresse bitte mit angeben.
  • Nach erhalten des Buches habt ihr vier Wochen Zeit zum Lesen und zwei Wochen Zeit, um euren Eindruck zum Buch schriftlich zu verfassen. Es muss keine ausführliche Rezension in der Art wie ich sie geschrieben habe sein. Es kann einfach eine Zusammenfassung eurer Empfindungen beim Lesen, eurer Emotionen, eine Art Lesetagebuch etc. sein. Wichtig ist, dass ihr nicht spoilert.
  • Ihr müsst keinen eigenen Blog haben, um teilnehmen zu können. Wer keinen hat, der kann mir den Beitrag einfach als Dokument via eMail zusenden.
  • Ihr dürft, nein ihr müsst sogar, im Buch herum schreiben. Notiert darin eure Gedanken, unterstreicht Sätze, die ihr mögt. Stellt Fragen an Nachleser, kommentiert, schreibt Notizen und und und. 
  • Es wäre schön, wenn ihr Bilder und Kommentare auf Twitter / Instagram / Facebook veröffentlicht. Gerne unter den #königskinderreise und #JdKöKi
  • Mit Teilnahme gebt ihr euch damit einverstanden, dass ihr das Buch auf eure Kosten an den nächsten Leser weitersendet.
  • Am Ende kommen erstmal alle Bücher zu mir zurück. Ich werde dann nochmal einen Bericht dazu veröffentlichen.
  • Die zwei Reisebücher vom Verlag werden unter allen Teilnehmern verlost + ein neues, ungelesenes Exemplar von "Der Geruch von Häusern anderer Leute".
  • Ihr verpflichtet euch mit Zusage zur Teilnahme oben genannte Anforderungen zu erfüllen.
  • Mit Zusage zur Teilnahme gebt ihr euch einverstanden, dass ich eure Adresse an den / die nachfolgendeN LeserIn weitergeben darf.
  • Die Teilnehmer Zahl ist auf 5 Leser pro Buch begrenzt.
  • Der Bewerbungszeitraum läuft vom 09.06. - 18.06.2017 | 23:59 Uhr ACHTUNG!!!! verlängert bis Mittwoch 21.06.2017
  • Bei hoher Teilnehmerzahl wird ausgelost.
  • Noch Fragen? Schreibt sie ins Kommentarfeld oder per eMail an nannimax@gmx.net
Teilnehmerliste (in chronologischer Reihenfolge):
  1. Julia 
  2. Janine
  3. Ricarda

07.06.17

Water & Air - Laura Kneidl



Seit dem Anstieg der Meeresspiegel leben die Menschen in Kuppeln unter Wasser oder in der Luft. Mit ihren achtzehn Jahren hat Kenzie noch nie die Sonne gesehen und ihr Leben in der Wasserkolonie unterliegt strengen Normen. Schließlich hält sie es nicht mehr aus und flieht in eine Luftkolonie, um dort einen Neuanfang zu wagen. Doch dann wird sie zur Hauptverdächtigen in einer mysteriösen Mordserie und nur Callum mit dem geheimnisvollen Lächeln hält zu ihr. Aber nicht nur den beiden droht Gefahr, auch das Schicksal der gesamten Kolonie steht auf dem Spiel. (Text & Cover: © Carlsen; Foto: © N. Eppner)

"Water & Air" ist das erste Buch aus der Feder der sympathischen Autorin Laura Kneidl, das ich gelesen habe. Aber ganz sicher nicht mein letztes. Schreibe, Idee und fesselnde Spannung haben mich positiv überrascht.

Kenzie ist eine mutige junge Frau, die in der Wasserkolonie lebt und sich bestehenden Konventionen widersetzt. Entgegen der von der Historie festgelegten Regeln, möchte sie nicht Mutter werden, sondern wissenschaftlich tätig werden. Sie interessiert sich sehr für das Leben außerhalb der Wasserkolonie und erkennt die Mängel der dort herrschenden Gesetze. Sie packt die Gelegenheit am Schopfe und flieht in dei Luftkolonie. Als dort ein Mord geschieht, gerät sie schon schnell ins Fadenkreuz.

"Water & Air" hat typische Dystopie Elemente. Das ist zum Einen natürlich die Naturkatastrophe, durch die eine Gesellschaft dazu getrieben wird umzudenken und ihr Leben umzustrukturieren, zum anderen aber auch eine gewisse Kritik an der Gesellschaft. Hier geht es sowohl um die Themen Selbstverwirklichung und Gleichberechtigung, aber auch um Toleranz und Skepsis gegenüber Fremden. 

Mir hat es sehr gut gefallen wie Laura Kneidl all diese Themen in eine Geschichte packt, die neben dystopischen Elementen auch noch ein bisschen etwas von einem Kriminalroman hat. Ihre Schreibe liest sich locker und flüssig. Anfangs gelingt es ihr mühelos Spannung aufzubauen, in der Mitte gibt es einen kleinen Durchhänger, aber das Ende gelingt ihr wieder ausgesprochen gut und so wird "Water & Air" zu einer runden Sache, einer lesenswerten Dystopie, die mir gut gefallen hat.


Buchinfo:

Carlsen (2017)
480 Seiten
Softcover
12,99 €
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05.06.17

Mein Freund Pax - Sara Pennypacker mit Illustrationen von Jonathan Klassen


Peter hat den Fuchswelpen Pax vor dem sicheren Tod gerettet und aufgezogen – seitdem sind die beiden unzertrennlich. Peter und Pax verstehen sich ohne Worte, und nur zusammen fühlen sie sich ganz. Aber dann kommt der Krieg und reißt die beiden auseinander. Zwischen ihnen liegen Hunderte von Kilometern und warten tausend Gefahren, doch von ihrer Sehnsucht getrieben, kennen die beiden nur einen Gedanken: den anderen wiederzufinden … (Cover & Text: © S. Fischerverlage; Foto: © N. Eppner) 

"Mein Freund Pax" ist eins jener klugen Bücher, die ich gut verwahre. Ich möchte, dass meine Tochter dieses Buch liest, wenn sie alt genug ist zu verstehen, was Menschlichkeit bedeutet. Wie wichtig es ist für andere da zu sein. Ganz besonders in Zeichen der Not.

Dass der Vater Peter dazu drängt seinen Fuchs Pax im Wald auszusetzen, hat mir fast das Herz zerrissen. Die beiden sind so eng befreundet, wie Mensch und Tier es sein können. Sie sind so eng befreundet, wie nur Mensch und Tier es sein können. Denn Tiere haben diesen feinen Sinn, dieses Gespür dafür, wann es uns Menschen schlecht geht.

Ohne Pax fühlt sich Peter nur als halbe Portion. Sie beide waren eine Einheit und nun streift Pax durch die Wälder, ohne zu wissen, wie er sich dort verhalten, wie er dort Futter finden soll. Er kämpft ums nackte Überleben, denn bisher hat er nur mit Menschen zusammen gelebt. In einem behüteten Umfeld, in dem er das Futter immer vor die Nase gestellt bekam. 

Doch auch das Leben der Menschen hat sich verändert. Nichts ist mehr sicher. Der Krieg steht vor der Tür. Der Krieg, der die Seele der Menschen frisst und sie zu leeren Körpern werden lässt. 

Während der Krieg immer größere Kreise zieht, begibt sich Peter auf die Suche nach Pax. Stürzt sich mitten hinein in die Gefahren, die in der weiten Welt, in einer Welt, in der Gewalt in der Luft liegt, herrschen. 

Peter macht sich auf die Suche nach seinem besten Freund und findet sich selbst. Lernt seine Gefühle besser kennen, lernt damit umzugehen, die Trauer über den Tod seiner Mutter zu verarbeiten und begegnet einer Persönlichkeit, die ihn in großem Maße beeindruckt und prägt.

Wie dumm sind wir Menschen, wenn wir glauben, dass Gewalt eine Lösung ist und dass wir dem Ruf von Gewalt folgen müssen. Es sind die Schwachen, die darunter leiden müssen. Und wie klug sind Tiere. Ihren Instinkten folgend, stehen sie für ihr Rudel / Herde / Familie ein und nehmen sich nur das von der Natur, was sie zum Überleben brauchen. Ohne Berechnung. Ohne Ausbeutung.

"Mein Freund Pax" ist ein sehr kluges Buch, aus dem wir alle etwas lernen können. Es ist ein tief berührender Roman über Freundschaft und Menschlichkeit, über die Sinnlosigkeit des Krieges und wer es zulässt, der wird nach dem Lesen ein bisschen mehr seines eigenen Selbst gefunden haben.

Buchinfo:

Hardcover mit Schutzumschlag
304 Seiten
ab 10 Jahren
16,99 €
ÜBERSETZUNG: Birgitt Kollmann

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03.06.17

[Monatsrückblick] Leseliebe im Mai



Geplauder:


Der Mai ist einfach der schönste Monat des Jahres. In der Natur finden viele großartige Prozesse statt, Wildtiere bekommen Nachwuchs, der Flieder blüht und duftet wundervoll und und und. In diesem Jahr ist der Mai allerdings viiiiiiel schneller vorüber gegangen, als in den letzten Jahren. Da bin ich mir sehr sicher. Es ist mir, als hätten wir erst letzte Woche Opas 90. gefeiert. Tatsächlich war das am 5. Mai und der ist nun ja schon fast vier Wochen her. Ich bin ein bisschen traurig, hätte gerne noch ein paar Tage länger im schönen Mai verweilt und blicke dem Juni mit einem lachenden und einem weinenden Auge entgegen.

Mit viel Freude sehne ich den 10. Juni herbei, denn an diesem Tag werde ich nach Köln zur LitBlog Convention reisen und endlich meine lieben Bloggerkolleginnen Petzi und Alex wiedertreffen, sowie Mara und viele andere BloggerInnen persönlich kennenlernen. Ich bin schon sehr gespannt, was mich dort erwarten wird und hoffe auf sehr viel Inspiration und Input


Leseliste:


Obwohl mir der Mai schneller durch die Finger geglitten ist, als ich zuschnappen konnte, habe ich ziemlich viel gelesen. Zeitmanagement - läuft!

"Liebe Ijeawele..." fehlt auf dem Foto. Das ist verliehen.

30) "Das Hotel New Hampshire" / J. Irving / Diogenes
31) "Black Blade 02: Das dunkle Herz der Magie" / J. Estep / Piper Ivi
32) "Gesundheit ist kein Zufall" / P. Spork / DVA
33) "Mein Freund Pax" / S. Pennypacker / Sauerländer
34) "Der Prinz der Elfen" / H. Black / cbt
35) "Hier musst du glücklich sein" / L. Heathfield / Carlsen
36) "Die verbotene Zeit" / C. Winter / Diana
37) "Die Schattenschrift" / D. Carpenter / Heyne
38) "Die Geheimnisse der Küche des mittleren Westens" / J. Ryan Stradal / Diogenes
39) "Liebe Ijeawela ..." / C. N. Adichie / S. Fischerverlage
40) "Hexenherz" / M. Loerchner / Acabus
41) "Der kleine Stadtgärtner" / K. M. Thiel / S. Fischerverlage Sauerländer
42) "Zimt und weg" / D. Bach / S. Fischerverlage KJB

[Hörbuch]
  • "Die Geschichte eines neuen Namens" / E. Ferrante / Sprecherin: E. Mattes / Der Hörverlag


Da ich mit Rezensionen etwas hinterher hänge, kurz (ha,ha) ein paar Worte zu den gelesenen Büchern:

"Das Hotel New Hampshire" habe ich gelesen, weil die supertolle Mia von Paper and Poetry zu einem Irving Leseclub aufgerufen hat. Ich habe dort leider noch nicht sehr viel mitdiskutiert, aber ich habe endlich mal wieder einen Irving gelesen. Warum ich schon mal einen angefangen und wieder weggelegt habe, weiß ich jetzt wieder. Der Einstieg in Irvings Geschichten ist nicht leicht, da man ziemlich schnell auf ziemlich viele, sehr komplexe Figuren und Handlungsstränge trifft. Diesmal war ich allerdings motiviert durchzuhalten und das macht sich bei Irving am Ende doch immer bezahlt. Keiner denkt wie er. Mein neues Lieblingsbuch wird "Das Hotel New Hampshire" allerdings nicht. Es gab hier und da ein paar Stellen, die mir nicht so zusagten. Aber zum Glück hat der gute Mann ja noch mehr Bücher geschrieben.



"Black Blade 02" ist schon rezensiert und deshalb reicht es mir zu sagen, dass mich der zweite Teil ebenso gut unterhalten hat wie der erste und ich mich schon darauf freue bald den Dritten zu lesen, der schon im Regal auf mich wartet.

"Gesundheit ist kein Zufall" ist ein sehr interessantes Buch über das Thema Epigenetik. Im speziellen darüber wie es uns gelingt mit Hilfe neuster wissenschaftlicher Erkenntnisse zur Epigenetik unsere Gesundheit und die unserer Nachkommen positiv zu beeinflussen. Auf Litlounge.tv könnt ihr ein spannendes Interview mit Autor Peter Spork anschauen.

"Mein Freund Pax". Beim Gedanken an das Buch bekomme ich jetzt noch Herzchen in die Augen. So ein feiner, kluger und warmherziger Roman über die Themen Freundschaft, Mut, Selbstfindung, Schicksal und den eigenen Lebensweg. Eine große Leseempfehlung.

"Der Prinz der Elfen" war mein Flop des Monats. Ich war enttäuscht davon wie wenig Schreibe und Idee zusammenpassen. Eine sehr holprige Angelegenheit, die ich von Holly Black so nicht gewohnt bin.

"Hier musst du glücklich sein" hat mich umgehauen. Ein Jugendroman für den die Autorin das Anwesen einer Sekte als Setting gewählt hat. Bedrückend und bedrohlich. Nach dem Lesen musste ich mich erstmal sortieren und tief durchatmen.

"Die verbotene Zeit" und "Die Schattenschrift" sind so zwei Bücher, die ich in die Kategorie "ganz nette Unterhaltung" einsortieren würde. Zwei ganz nette Geschichten, die mich gut unterhalten haben und auch über ein gewisses Maß an Spannung verfügten, aber eben nicht der Knaller, an den ich mich noch Wochen später zurückerinnern werde.

"Die Geheimnisse der Küche des mittleren Westens" war die Überraschung des Monats. Nie und nimmer hätte ich hinter Cover und Klappentext, die mir eher mittelmäßige Unterhaltung suggerierten, so einen lesenswerten Roman erwartet. Stradal beweist Feinsinn im Umgang mit seinen Figuren, schreibt, als stehe er in gutem Kontakt zum Schicksal und beschert uns den mitreissenden Lebensweg seiner Protagonistin und all den Menschen, die ihren Weg kreuzen. Geschickt aufgebaut zu einem Pageturner, wie ich ihn nicht erwartet hätte.

"Liebe Ijeawele ... wie unsere Töchter selbstbestimmte Frauen werden" ist ein Buch, das sehr zum Nachdenken anregt. Feministische Gedanken, die Grundlage unseres Denkens und Handelns werden sollten. Allerdings finde ich, dass nicht alle davon mit Familienleben kompatibel sind und ich finde auch, dass man aufpassen muss, wie sehr man Feminismus anprangert bzw. in welcher Form wir ihn ausüben. Natürlich ist es toll, wenn eine Frau Karriere macht und natürlich sollte sie dafür genau so viel Geld bekommen wie ein Mann, ABER Mutter sein ist auch ein ganz wundervoller Job, der sehr wichtig ist. Mütter und Väter sind diejenigen, die unsere Gesellschaft von morgen formen und zwischen all den Selbstverwirklichungswünschen sollte nicht vergessen werden, dass ein Kind in den ersten Jahren nichts so sehr braucht wie die Nähe und Zuneigung der eigenen Eltern.

"Hexenherz" passt zum Thema Feminismus, denn darin geht es um Gleichberechtigung von Mann und Frau. Zum ersten Mal ist mir dieses Thema in der phantastischen Literatur begegnet. Monika Loerchner ist es in ihrem Debüt gelungen dies in eine spannende Handlung einzuarbeiten. 

"Der kleine Stadtgärtner" begeistert mich mit Tipps und Tricks rund ums Gärtnern. Nicht nur für kleine Gärtner hilfreich.

"Zimt und weg" macht unheimlich viel Freude. Eine locker leichte Geschichte mit viel Humor. 




Weitere Beiträge:


Den Reiseproviant zu schreiben macht mir immer viel Spaß. Im Mai sind #3 und #4 online gegangen.

Kinder Traumstube "Ein Lächeln für Fröschlein" - ein wundervolles, sehr herzliches Bilderbuch für alle, die sich über ein Lächeln freuen oder anderen eine Freude machen wollen.

In "5 Bücher über die du sprechen möchtest" stelle ich dir 5 Bücher vor, die mich sehr erschüttert und bedrückt haben. Bücher, die mir zu Herzen gegangen sind und nicht einfach so wieder aus meinem Gedächtnis verschwinden.




Challenges:


Die Mai Aufgaben der S. Fischerchallenge lauteten: 
Lies ein Debüt → "Zimt und weg" / Dagmar Bach
Lies ein Sachbuch → "Der kleine Stadtgärtner" / Katja Maren Thiel

Der #JdKöKi Mai Titel war "Der Geruch von Häusern anderer Leute", das ich schon vor längerem gelesen, gemocht und rezensiert habe. Bei der Juni Abstimmung hat - dank euren Stimmen - der Titel "Zwillingssterne" gewonnen.

Next Read:



Welches Buch war dein Mai Highlight?
Welches Buch möchtest du im Juni unbedingt lesen?

01.06.17

Zimt und weg - Dagmar Bach



Stell dir vor, dein Leben gibt es doppelt …
Eines Tages findet Victoria sich an einem ihr vollkommen fremden Ort wieder. Zum Glück dauert das nur ein paar Sekunden, und dann ist sie wieder zurück in ihrem normalen Leben. Aber dann passiert es immer häufiger – und dauert immer länger! Was ist da los? Ihre Freundin Pauline ist überzeugt, dass Vicky in Parallelwelten springt, aber kann das wirklich sein? Und was hat es mit dem intensiven Duft nach Zimt auf sich, der diese seltsamen Sprünge ankündigt? Und wer, verflixt nochmal, nimmt ihren Platz ein, solange sie selbst weg ist, und bringt dort alles durcheinander? Und schnell weiß keiner mehr,wer eigentlich wo in wen verliebt ist.(Text & Cover: S. Fischerverlage; Foto: N. Eppner)
Manchmal verschwindet Vicky auf ominöse Weise. Wohin ist ihr zunächst nicht klar. Wer sie da ist, ist ebenfalls ein Rätsel und was währenddessen bei ihr Zuhause geschieht, gleicht einem Chaos. Das einzige, das sie bisher weiß - es passiert immer kurz nachdem sie einen intensiven Zimtgeruch wahrgenommen hat.

All diese Fragen beschäftigen sie mehr, als ihr lieb ist, denn eigentlich will sie sich um ein Date für den Cloppenburgschen Themenball kümmern. Sie hat da so eine Abmachung mit ihrer Mutter getroffen, die sie ganz schön unter Druck setzt den perfekten Partner für besagten Abend zu finden. Naja, gefunden hat sie ihn schon, jetzt muss sie sich nur noch trauen ihn nach all den Jahren heimlicher Schwärmerei auch endlich anzusprechen.

"Zimt und weg" hat mich von der ersten Seite an begeistert. Ein locker leichter Jugendroman mit einer fantasievollen Grundidee. Vickys Verschwinden bleibt lange Zeit unklar und ist von vielen Rätseln begleitet. Bis zur letzten Seite konnte Dagmar Bach mich mit neuen spannenden Fragen am Ball halten. Ein Buch, das man innerhalb kürzester Zeit weggelesen hat, weil es so viel Freude bereitet darin zu schmökern.

Wie soll es auch anders sein, wenn die darin vorkommenden Figuren mit so viel Herz und Liebe zum Detail kreiert wurden. Sympathische Charaktere, denen ich gerne einmal in der Realität begegnen würde. Bachs Schreibe wird von einem fabelhaften Humor unterlegt. Der Erzählton lässt sich ohne Scheu mit dem von Kerstin Gier vergleichen und ich glaube, dass die Leser ihrer Jugendbücher Freude an "Zimt und weg" haben, das glücklicherweise als Trilogie angelegt ist. Vicky und ihre chaotische Familie sind einfach viel zu toll, um nur ein Abenteuer mit ihnen zu erleben.

Buchinfo:

S. Fischerverlage KJB (2016)
320 Seiten
Gebunden mit Schutzumschlag
ab 12 Jahren
16,99 €

Reiheninfo:

3. Zimt und ewig (ET: 21. September 2017)

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