02.11.17

[Monatsrückblick] Leseliebe im Oktober





Geplauder:


Mein Oktober hat ziemlich positiv begonnen. Mit Urlaub. Urlaub vom Trubel und Stress des Alltags. Wir haben uns eine Woche Auszeit in den Bergen Südtirols gegönnt und uns gut erholt. Damit die Erholung noch etwas anhält, habe ich mir außerdem eine kleine Blogpause gegönnt. Die ist seit einer Woche vorbei und jetzt heißt es wieder ran an die Tasten.

Im Oktober war ich außerdem auf der Frankfurtert Buchmesse. Dort habe ich zwei wirklich schöne Tage (und eine schreckliche Nacht. Ich hatte eine (!) Mücke im Zimmer) verbracht, viele Gespräche über Bücher geführt und nette Menschen wiedergetroffen und kennengelernt. Im letzten Reiseproviant habe ich schon ein bisschen von meinem Buchmesse Besuch berichtet. Einen eigenständigen Artikel wird es in diesem Jahr nicht geben.

Ich habe mir vorgenommen mich etwas mehr zurückzunehmen und nicht mehr so unter Blogstress zu setzen. Ich werde mir einen Tag in der Woche rausnehmen, an dem ich abends Rezensionen und Beiträge schreibe und was nicht fertig wird, kommt halt in der nächsten Woche. Im Idealfall sind das drei - vier Beiträge, wenn nicht, dann gibt es hier reichlich andere Beiträge, die du dir durchlesen kannst.

Aktuell habe ich damit begonnen den Rezensionsindex zu überarbeiten, neu zu gliedern, damit er übersichtlicher wird. Außerdem möchte ich auch vermehrt Sachbücher rezensieren. Vor allem Kochbücher. Als ich dann am Sonntag Morgen weiter daran arbeiten wollte, war plötzlich alles außer den Fantasyromanen verschwunden. Ich sage dir - ich hätte echt heulen können, weil es so viel, aber so eine blöde Arbeit ist. Naja, auf ein Neues. Positiv denken.

Da ich weniger Zeit fürs Bloggen verbraucht habe (ich könnte echt noch mehr lesen, wenn ich nicht auch noch darüber schreiben würde, aber der Austausch macht einfach so viel Spaß), hatte ich mehr Zeit zum Lesen übrig.





Leseliste:



OKTOBER:

71) "So was passiert nur Idioten wie uns" / S. Schoder / Fischer FJB
72) "Der Gefangene des Himmels" / C. Ruiz Zafón / Fischer
73) "Aventurine. Das Mädchen mit dem Drachenherz" / S. Burgis / Fischer KJB
74) "Die Legenden von Astray 01. Tote Helden" / M. Peinkofer / PIPER
75) "54 Minuten" / M. Nijkamp / Fischer FJB
76) "Der Himmel über Appleton House" / S. E. Durrant / Königskinder
77) "Eine englische Ehe" / C. Fuller / PIPER
78) "Black Blade 03: Die helle Flamme der Magie" / J. Estep / PIPER ivi
79) "Sieh mich an" / M. Krügel / PIPER
80) "Der goldene Kompass" / P. Pullmann / Carlsen
81) "Gottes Werk und Teufels Beitrag" / J. Irving / Diogenes
82) "Bigtime 01: Karma Girl" / J. Estep / PIPER


[Hörbücher]

"Der Thron der Finsternis" / P.V. Brett / Sprecher: J. Holdorf / Audible





In diesem Monat habe ich so viele tolle Bücher gelesen, dass ich am liebsten zu jedem einzelnen noch etwas sagen würde, aber die Rezensionen dazu kommen ja noch.

Bereits rezensiert habe ich "Aventurine. Das Mädchen mit dem Drachenherz", das bereits jetzt schon mein Kinderbuchhighlight 2017 ist. Oder zumindest ein Highlight (wer weiß, was noch kommt). Eine herzige Geschichte mit einer dickköpfigen, ehrlichen und mutigen Protagonistin. Ich wünsche mir - besonders im Kinder- und Jugendbuch - mehr Heldinnen wie Aventurine.

Zum Weinen gebracht hat mich "Der Himmel über Appleton House". Zuerst vor Mitgefühl, dann vor Rührung. Ich glaube, ich habe noch kein Buch gelesen, das die Gefühle von verlassenen Kindern so gut auf den Punkt bringt. Trotz trauriger Momente, ist es ein Wohlfühlbuch. Ein Buch voller Hoffnung.




"Sieh mich an" hat mir sehr gut gefallen. Mareike Krügel bringt den Spagat zwischen Muttersein und Frau sein, zwischen Selbstbestimmung und Selbstaufgabe und die damit zusammenhängenden Themen (Ehe, Liebe, Familie, Ehrgeiz, Ziele, Wünsche, Hoffnung etc) sehr gut auf den Punkt. Das Buch kommt ohne große Dramen aus, besticht aber mit vielen Kleinen und ganz viel Ehrlichkeit. Es ist wie ein Blick durchs eigene Fenster, das der Nachbarn, von Freunden oder Bekannten. Eine Geschichte, die ins Leben passt.

"Draconis Memoria. Das Erwachen des Feuers" hat mein Phantastik Herz höher schlagen lassen. So ein beeindruckender Roman ist mir in meinem Lieblingsgenre schon lange nicht mehr untergekommen. Ryan weckt Abenteuerlust und entführt in eine spannende Welt, die an das 19. Jahrhundert angelehnt ist, und bringt Protagonisten ins Spiel, die Charakter und Charme haben, und immer wieder zum Buch hinziehen. 

"Der goldene Kompass" war ein re-read. Ich habe das Buch vor über 10 Jahren mit großer Faszination verschlungen. Als der Carlsen nun dazu aufgefordert hat die Trilogie in drei Wochen zu lesen, bin ich sofort eingestiegen, da es eine gute Vorbereitung für den neusten Roman von Philipp Pullmann ist, der eine Art Vorgeschichte zur Trilogie ist und am 17. November erscheinen wird. Ich habe allerdings mal wieder gemerkt, dass es nichts für mich ist Bücher noch einmal zu lesen. Ich habe dann ständig im Kopf was als nächstes geschieht, warte darauf das bestimmte Figuren auftauchen und kann mich währenddessen so gar nicht entspannen. Bei Hörbüchern sieht es ganz anders aus. Ich höre viele Bücher, viele Bände aus Reihen nochmal, bevor es mit einem neuen Teil weitergeht und so werde ich es nun auch mit der "His Dark Materials" Trilogie halten.

"Gottes Werk und Teufels Beitrag" habe ich schon im Juli oder August begonnen, habe fast 100 Seiten gelesen und das Buch dann zur Seite gelegt. Nicht, weil ich es nicht mochte, sondern viel mehr, weil mir die nötige Konzentration für Irving fehlte. Nun habe ich es endlich weitergelesen und bin sehr glücklich darüber, denn wie alle seine Bücher ist es großartig geschrieben und eine Geschichte, in der wir viel Wahrheit finden. Ich möchte eigentlich auch gerne noch den Film dazu anschauen, aber ich habe ein bisschen Angst davor, dass es zu viele Szenen aus der Abtreibungsklinik gibt. Als Mutter ist es nicht so einfach sich mit so etwas zu beschäftigen (zumindest geht es mir so). Wer hat den Film denn schon gelesen und kann mir meine Sorge nehmen?


Weitere Beiträge:


In der Kinder Traumstube stelle ich euch unseren Kinderbuchliebling Lieselotte vor, sowie eine kleine Auswahl an Büchern über die witzige Kuh, die so gerne Post austrägt und Apfelkuchen nascht.

Endlich habe ich es mal wieder geschafft einen Reiseproviant zu schreiben. Darin zeige ich euch u.a. ein paar meiner liebsten Urlaubsfotos.



Für dieses Jahr ist es der letzte Beitrag der Rubrik [Fantasy Neuerscheinungen 2017], denn es ist tatsächlich schon das letzte Quartal des Jahres angebrochen. Ich habe schon in einige Vorschauen reinlinsen können und glaube, dass 2018 den Weg weitergehen wird, den die Phantastik in 2017 eingeschlagen hat. In 2017 ist es ja wirklich gelungen die Aufmerksamkeit für phantastische Literatur zu vergrößern und ich wünsche mir, dass weiterhin viele Leser entdecken wie aufregend und inspirierend dieses Genre ist.

Anfang Oktober war ich Teil einer Blogtour. Im Fokus stand "Das Haus der Granatäpfel" von Lydia Conradi (aka Charlotte Roth aka Charlie Lynne), ein Roman, der in Smyrna (heute Izmir) am Ägäischen Meer spielt. Der Inhalt umfasst die Zeitspanne kurz bevor bzw. um den ersten Weltkrieg. Es gibt Aufstände in Smyrna, das eigentlich seit Jahrhunderten dadurch lebt, dass dort verschiedene Kulturen beheimatet sind und plötzlich ist es nicht mehr möglich, weil man sich anfeindet. Kurz vor der Blogtour war ich bei einer Lesung der Autorin, während der sie erklärte, dass sie sich mit der Frage beschäftigt, wie Faschismus entsteht, was Menschen dazu treibt und genau damit bringt sie den roten Faden ihrer Bücher auf den Punkt.


Challenges:


Für die Fischer Challenge habe ich im Oktober vier Bücher gelesen, aber bisher erst zwei rezensiert. "Aventurine. Das Mädchen mit dem Drachenherz", habe ich bereits weiter oben angesprochen, "54 Minuten. Wer hat Angst vor dem Jungen mit der Waffe" dreht sich um einen Amoklauf und ich habe es innerhalb eines Abends verschlungen, "Der Gefangene des Himmels" ist ein Zafón und der ist nun mal einer meiner Lieblingsschriftsteller. Dieser Roman ist nicht der beste der "Friedhof der vergessenen Bücher"-Reihe, aber trotzdem fabelhaft und lesenswert. "So was passiert nur Idioten wie uns" ist die Fortsetzung von "So was passiert nur Idioten wie mir" und genau so packend, witzig und ehrlich erzählt wie auch schon Band 1. Sabine Schoder ist eine tolle Autorin, deren Bücher man unbedingt kennenlernen sollte, wenn man sich für Jugendbücher begeistern kann.

Das #JdKöKi Oktober Buch ist "Die Anatomie der Nacht" von J. Bennett. Gelesen habe ich es leider noch nicht.




Welches war dein Highlight im Oktober? Hast du ein besonderes Buch entdecken können? Ein neues Genre für dich erobert? 

Kommentare:

  1. Das mit dem Blogtag klingt nach einer guten Idee, wobei ich ja ehrlich gesagt es nicht schaffen würde, mehr als eine Rezension an einem Abend zu schreiben. Aber trotzdem habe ich mir auch schon überlegt, dass es sinnvoll wäre, wenn ich mir vielleicht einfach mal einen fixen Abend fürs Rezensieren/Bloggen vornehme. Sonst habe ich ständig das Gefühl "ich sollte doch eigentlich ..."

    Von Zafons Romanen hat mir "Der Gefangene des Himmels" auch am wenigsten gefallen. Unlängst habe ich mal die Handlungen seiner ersten drei Romane rund um den Friedhof der vergessenen Bücher nochmal nachgelesen, um für "Das Labyrinth der Lichter" gerüstet zu sein - ich hoffe, ich komme bald dazu, den Abschlussband zu lesen.

    Mein Oktoberhighlight war "Herz auf Eis" von Isabelle Autissier. So ein fesselndes und intensives Buch! Ich war zwar nach dem Lesen ganz fertig mit den Nerven, aber das zeigt auch, wie sehr es mich gefangen genommen hat.

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    1. Ich finde es eigentlich einfacher mehrere Rezensionen hintereinander zu schreiben, weil ich dann im Schreiben drin bin. Dann fließt es viel mehr.

      "Das Labyrinth der Lichter" liegt auf meinem November Lesestapel. Wenn ich es durch habe, muss Zafón schnell was Neues schreiben :D Die Hörbücher zu seinen Romanen sind auch toll. Gelesen von Andreas Fröhlich, der das sooo atmosphärisch macht.

      "Herz auf Eis" habe ich mir auch schon mal angeschaut, aber ich bin mir nicht sicher, ob es mir nicht vielleicht zu nah geht. Seit ich Mutter bin, bin ich ja etwas empfindlich. Gerade, wenn es auch um Familien geht. Aber ich hab schon mehrere positive Rezensionen dazu gesehen. Es scheint wirklich gut zu sein.

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  2. Ich habe mich dafür entschieden, einen Blog zu erstellen, den ich für eine Weile nicht tun konnte. Für diese Information ist es wirklich nützlich!

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